Dividendenaktien: Stabilität und Wachstum im Portfolio 2025

Dividendenaktien: Stabilität und Wachstum im Portfolio 2025

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Dividendenaktien können eine attraktive Möglichkeit sein, das Portfolio zu stärken und regelmäßige Einkommensströme zu generieren. Unternehmen mit einer soliden Finanzbasis und einer Historie profitabler Ausschüttungen bieten sowohl Kurspotenzial als auch Dividendeneinnahmen. Wir beleuchten zwei Unternehmen, Costco Wholesale und AbbVie, die sich durch ihre Dividendenstrategien und Geschäftsmodelle auszeichnen.

Dividendenaktien als Portfolio-Anker

Dividendenaktien sind Unternehmen, die ihre Aktionäre regelmäßig mit einem Teil ihrer Gewinne belohnen, sei es monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Diese Ausschüttungen bieten Anlegern einen stetigen Einkommensstrom und können das Portfolio durch Aktienkurssteigerungen ergänzen. Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Investoren nach dividendenstarken Unternehmen mit robusten Fundamentaldaten und einer soliden finanziellen Basis, die ihre Ausschüttungen aufrechterhalten können. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Dividenden zu reinvestieren (oft als DRIP bezeichnet), um den Zinseszinseffekt zu nutzen und langfristig die Gesamtrendite zu steigern. Es ist jedoch wichtig, nicht in sogenannte "Yield Traps" zu geraten, bei denen eine ungewöhnlich hohe Dividendenrendite auf zugrunde liegende Unternehmensprobleme und einen fallenden Aktienkurs hindeuten kann.

Costco Wholesale: Einzigartiges Modell mit Sonderdividenden

Costco Wholesale (NASDAQ: COST) hat seine reguläre Quartalsdividende seit über zwei Jahrzehnten jährlich erhöht. Die aktuelle jährliche reguläre Dividende beträgt 5,20 US-Dollar pro Aktie, wobei die letzte Quartalszahlung im November 2025 1,30 US-Dollar pro Aktie betrug. Das Unternehmen ist zudem bekannt dafür, regelmäßig große, einmalige Sonderdividenden auszuschütten, um überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Beispiele hierfür sind 15 US-Dollar pro Aktie im Dezember 2023 und 10 US-Dollar pro Aktie im Dezember 2020.

Obwohl die reguläre Dividendenrendite von Costco mit weniger als 1% niedrig erscheint, ist dies auf den starken Anstieg des Aktienkurses zurückzuführen, der das Dividendenwachstum übertroffen hat. Über die letzten fünf Jahre erzielte Costco eine Gesamtrendite (einschließlich Dividenden) von fast 150%. Das Geschäftsmodell von Costco basiert hauptsächlich auf den vorhersehbaren, margenstarken jährlichen Mitgliedsbeiträgen, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 über 1,3 Milliarden US-Dollar erreichten. Diese Einnahmequelle ermöglicht es dem Unternehmen, seine Lagerhäuser mit extrem dünnen Margen zu betreiben und erhebliche Einsparungen an seine Mitglieder weiterzugeben. Dies fördert eine starke Kundenbindung mit konstant hohen Verlängerungsraten von rund 92% in den USA und Kanada.

Costco unterhält eine niedrige Ausschüttungsquote von etwa 27%, wodurch das Unternehmen ausreichend Gewinne für Wachstum und Reinvestitionen zurückbehält. Das begrenzte, kuratierte Produktsortiment von rund 4.000 SKUs (im Vergleich zu Zehntausenden bei anderen Einzelhändlern) verschafft Costco eine enorme Einkaufs- und Verhandlungsmacht mit Lieferanten und steigert die operative Effizienz. Dienstleistungen wie Tankstellen, Optikzentren und E-Commerce generieren zusätzlichen Traffic und Einnahmen. Im Geschäftsjahr, das am 31. August 2025 endete, erreichte der Jahresumsatz von Costco 275,2 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 8,2% gegenüber dem Vorjahr. Der jüngste Quartalsumsatz (Q1 Geschäftsjahr 2026) betrug 67,31 Milliarden US-Dollar, ein ähnlicher Anstieg von 8,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn für das Geschäftsjahr 2025 lag bei 8,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von etwa 10% gegenüber dem Vorjahr, und der Nettogewinn im ersten Quartal belief sich auf 2 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 11% gegenüber dem Vorjahresquartal. Es ist jedoch anzumerken, dass das Analystenteam von The Motley Fool Stock Advisor Costco Wholesale (Stand 22. Dezember 2025) nicht unter ihren Top-10-Aktien für Investoren gelistet hat.

AbbVie: Wachstum durch Innovation und Diversifikation

AbbVie (NYSE: ABBV) hat seine Dividende seit 54 aufeinanderfolgenden Jahren erhöht, eine Leistung, die das Unternehmen als "Dividend King" auszeichnet. Die Aktie bietet eine voraussichtliche Jahresdividende von 6,92 US-Dollar pro Aktie, was einer Rendite von etwa 3% entspricht – deutlich höher als die durchschnittliche Rendite des S&P 500 von 1,1%.

AbbVie bewältigt erfolgreich den Patentablauf seines ehemaligen Top-Medikaments Humira und leitet eine neue Wachstumsära ein. Dies geschieht durch das schnelle Umsatzwachstum der neueren Immunologie-Medikamente Skyrizi und Rinvoq. Diese beiden Medikamente sollen bis 2027 einen kombinierten Umsatz von über 31 Milliarden US-Dollar erzielen. Skyrizi und Rinvoq sind für verschiedene Erkrankungen wie Psoriasis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zugelassen und zeigen starke Marktanteilsgewinne. Eine kürzliche Einigung in einem Patentstreit für Rinvoq hat dessen US-Marktexklusivität bis 2037 verlängert.

Das Geschäft von AbbVie ist breit diversifiziert über Immunologie, Neurowissenschaften, Onkologie und Ästhetik. Die Akquisition von ImmunoGen im Jahr 2024 war entscheidend, da sie eine führende Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC)-Plattform in das Portfolio brachte. Ein ADC kombiniert einen krebszielenden Antikörper mit einem Chemotherapeutikum. Die Akquisition fügte auch das Eierstockkrebsmedikament Elahere zu AbbVies zugelassenen Therapien hinzu, zusätzlich zu einer starken Pipeline von ADCs der nächsten Generation für solide Tumoren und Blutkrebs. Die Vermögenswerte von ImmunoGen sollen ab 2027 zu AbbVies Gewinnen beitragen.

Das Neurowissenschafts-Portfolio von AbbVie ist das zweitgrößte und am schnellsten wachsende Segment des Unternehmens, das im dritten Quartal 2025 einen Umsatzanstieg von 20% verzeichnete. Wichtige Wachstumstreiber sind Vraylar für bipolare Störung Typ I und schwere depressive Störung sowie die Migränebehandlungen Ubrelvy und Qulipta. In der Pipeline ist AbbVies potenzielles neues Parkinson-Medikament Tavapadon eines von vielen, das genau beobachtet werden sollte. AbbVie hat kürzlich die FDA-Zulassung für diesen neuartigen D1/D5-Dopaminrezeptor-Agonisten beantragt, der durch die frühere Akquisition von Cerevel Therapeutics gewonnen wurde. Tavapadon hat sich als einmal tägliche orale Option für frühe und fortgeschrittene Parkinson-Erkrankungen als vielversprechend erwiesen und eine Reduzierung der motorischen Symptome erzielt. Der Kandidat könnte eine erhebliche Versorgungslücke für die "Off-Phasen" füllen, die bei bestehenden Medikamenten häufig auftreten.

AbbVie meldete im dritten Quartal 2025 einen weltweiten Nettoumsatz von 15,8 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 9,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz der letzten 12 Monate bis zum 30. September 2025 betrug 59,6 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kann aufgrund einmaliger Belastungen, wie sie im Zusammenhang mit Akquisitionen auftreten, volatil sein. Das Unternehmen generiert jedoch konstant hohe operative Gewinne und Cashflows von rund 19 Milliarden US-Dollar jährlich (Stand 2024).

Vielfalt der Dividendenstrategien

Neben den quartalsweisen Ausschüttungen, die bei den meisten Dividendenaktien üblich sind, bieten einige Unternehmen auch monatliche Dividendenzahlungen an. Diese können für Anleger, die auf Dividenden als stetige Einnahmequelle angewiesen sind, besonders attraktiv sein. Beispiele für monatliche Dividendenzahler mit hohen Renditen (Stand 1. Dezember 2025) sind:

  • Orchid Island Capital, Inc. (ORC) mit 19,92%
  • Prospect Capital Corp. (PSEC) mit 16,68%
  • ARMOUR Residential REIT, Inc. (ARR) mit 16,44%
  • Dynex Capital, Inc. (DX) mit 14,53%
  • AGNC Investment Corp. (AGNC) mit 13,73%

Sektoren wie Versorgungsunternehmen und Energieunternehmen können aufgrund der stetigen Verbrauchernachfrage und des begrenzten Wettbewerbs ebenfalls konsistente Dividenden bieten. Chevron (CVX) beispielsweise weist eine Dividendenrendite von 4,5% auf und hat seine Dividende 38 Jahre lang jährlich erhöht. Enterprise Products Partners (EPD), ein Midstream-Energieunternehmen, bietet eine Rendite von etwa 6,8% und hat seine Ausschüttungen 27 Jahre in Folge gesteigert. Auch Real Estate Investment Trusts (REITs) sind für Dividendenanleger interessant, da sie 90% ihres steuerpflichtigen Einkommens an die Aktionäre ausschütten müssen. Realty Income (O) ist ein Beispiel hierfür, bekannt für seine monatlichen Ausschüttungen und eine Dividendenrendite von etwa 5,8%, mit einer beeindruckenden Historie von über 56 Jahren Dividendenzahlungen.

Bei der Auswahl von Dividendenaktien ist es entscheidend, nicht nur die Dividendenrendite zu betrachten, sondern auch die langfristige Stabilität des Unternehmens, seine Ausschüttungsquote und die Qualität des zugrunde liegenden Geschäftsmodells. Unternehmen mit einer Historie nachhaltiger Dividendenzahlungen und starker finanzieller Gesundheit sind oft große, etablierte und finanziell stabile Unternehmen, deren Aktienkurse weniger volatil sein können und einen gewissen Schutz bei Marktabschwüngen bieten.