
Doppelbeschäftigung in den USA: Fast eine halbe Million Amerikaner mit zwei Vollzeitjobs
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Die Zahl der Amerikaner, die zwei Vollzeitjobs gleichzeitig ausüben, hat mit 476.000 Personen einen bemerkenswerten Stand erreicht. Dies markiert den zweithöchsten Wert, der jemals verzeichnet wurde, und unterstreicht eine signifikante Verschiebung im US-Arbeitsmarkt.
Historischer Höchststand bei Doppelbeschäftigung
Die aktuelle Zahl von 476.000 Amerikanern mit zwei Vollzeitjobs liegt nur knapp unter dem Allzeit-Hoch von 488.000, das im Dezember 2025 erreicht wurde. Laut Daten von The Kobeissi Letter hat sich die Doppelbeschäftigung seit 2020 verdoppelt und übertrifft damit sogar den Höhepunkt der Dot-Com-Blase im Juli 2000, als 416.000 Arbeitnehmer zwei Vollzeitstellen innehatten. Dieser Anstieg deutet auf eine tiefgreifende Veränderung in der Arbeitsweise vieler Amerikaner hin.
Breiterer Trend zu Mehrfachjobs
Der Trend zu Mehrfachjobs beschleunigt sich nicht nur bei Vollzeitstellen. Die Gesamtzahl der Personen mit mehreren Jobs über alle Kategorien hinweg erreichte 8,77 Millionen. Dieser Wert nähert sich Rekordniveaus und übertrifft den Höchststand von 2008 um 700.000 Arbeitnehmer.
Geografische Unterschiede sind ebenfalls feststellbar. Arbeitnehmer in Alaska arbeiten laut WalletHub-Daten vom September 2025 durchschnittlich 41,6 Stunden pro Woche, was den höchsten Wert im Land darstellt.
Wirtschaftlicher Druck auf Haushalte
Die Analyse von The Kobeissi Letter legt nahe, dass der wirtschaftliche Druck auf amerikanische Haushalte zunimmt. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Grundbedürfnisse mit einem einzigen Einkommen zu decken. Dies führt dazu, dass immer mehr Arbeitnehmer zusätzliche Jobs annehmen, um finanziell über die Runden zu kommen.
Bereits im Jahr 2024 nahmen Amerikaner mehrere Jobs an, wobei einige über 60 Stunden pro Woche arbeiteten, um ihre Ausgaben zu decken, selbst als die Arbeitslosenquoten tendenziell stiegen. Dieser Trend hat sich fortgesetzt und verdeutlicht die anhaltenden finanziellen Herausforderungen.
Gen Z setzt auf "Income Stacking"
Besonders die Generation Z wendet sich dem sogenannten "Income Stacking" zu, um mit steigenden Mieten und Preisen Schritt zu halten. Eine Umfrage von Fiverr ergab, dass 46 % der Gen Z-Befragten befürchten, nicht genug zu verdienen, um komfortabel leben zu können.
Etwa zwei Drittel der Gen Z-Befragten sind der Meinung, dass mehrere Einkommensströme für ihre finanzielle Sicherheit unerlässlich sind. Dies unterstreicht eine proaktive Strategie dieser Generation, um auf die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen zu reagieren und ihre finanzielle Zukunft abzusichern.