
Dow-Rally nach Iran-Pause: Markt in "Extremer Angst" trotz Gewinnen
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Der US-Aktienmarkt verzeichnete am Montag deutliche Gewinne, nachdem eine Ankündigung von Trump über eine fünftägige Pause militärischer Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur die Rohölpreise stark fallen ließ. Trotz dieser Rally verharrte der CNN Money Fear & Greed Index weiterhin in der Zone "Extremer Angst", was auf eine anhaltend vorsichtige Marktstimmung hindeutet.
US-Aktienmarkt erholt sich nach Iran-Ankündigung
Der Dow Jones Industrial Average stieg am Montag um rund 631 Punkte und schloss bei 46.208,47. Auch der S&P 500 legte um 1,15 % auf 6.581,00 zu, während der Nasdaq Composite um 1,38 % auf 21.946,76 kletterte. Diese Aufwärtsbewegung wurde maßgeblich durch die Entspannung der geopolitischen Lage beeinflusst, die eine schnelle Auflösung der "Kriegsprämie" in verschiedenen Anlageklassen auslöste.
Alle Sektoren des S&P 500 schlossen im Plus. Die größten Gewinne verzeichneten dabei die Sektoren Konsumgüter, Materialien und Informationstechnologie.
Der Fear & Greed Index verharrt in "Extremer Angst"
Der CNN Money Fear & Greed Index zeigte am Montag kaum eine Veränderung im allgemeinen Angstniveau und blieb bei einem Wert von 16,2 in der Zone "Extremer Angst", verglichen mit einem vorherigen Wert von 16,5. Dieser Index misst die aktuelle Marktstimmung und basiert auf der Annahme, dass höhere Angst die Aktienkurse unter Druck setzt, während höhere Gier den gegenteiligen Effekt hat.
Der Index reicht von 0 bis 100, wobei 0 maximale Angst und 100 maximale Gier signalisiert. Er wird anhand von sieben gleich gewichteten Indikatoren berechnet.
Unternehmensnachrichten und Wirtschaftsdaten
Dell Technologies (NYSE:DELL) Aktien gewannen am Montag über 4 %, nachdem das Unternehmen neue Verbesserungen zur Stärkung des Gerätevertrauens, zur Verbesserung der Cyber-Resilienz und zur Erkennung von Bedrohungen in KI-Datenplattformen ankündigte.
Auf der Wirtschaftsdatenseite sank der Chicago Fed National Activity Index im Februar auf -0,11, gegenüber einem revidierten Wert von +0,20 im Vormonat. Die US-Bauausgaben fielen im Januar um 0,3 % im Monatsvergleich auf eine Jahresrate von 2,19 Billionen US-Dollar, verglichen mit einem revidierten Anstieg von 0,8 % im Dezember.
Ethereum: Zwischen Erholung und Widerstand
Ethereum (ETH) notierte am Montag, den 23. März 2026, bei etwa 2.141 US-Dollar, was einem Anstieg von rund 5 % innerhalb von 24 Stunden entspricht. Im Vergleich zum Vormonat stieg ETH um 9,94 % und gegenüber dem Vorjahr um 6,77 %. Trotz dieser positiven Zahlen liegt der aktuelle Preis 57 % unter dem Höchststand von fast 5.000 US-Dollar im August 2025.
Der Crypto Fear and Greed Index von Alternative.me zeigte einen alarmierenden Wert von 8 von 100 ("Extreme Fear"), während die CoinMarketCap-Version bei 35 ("Fear") lag. Die Rallye am Montag führte zu Short-Liquidationen in Höhe von 270 Millionen US-Dollar für ETH innerhalb einer Stunde, als Trumps Iran-Ankündigung den ETH-Kurs kurzzeitig über 2.150 US-Dollar trieb. Insgesamt beliefen sich die Krypto-Liquidationen über alle Paare am Montag auf 415 Millionen US-Dollar.
Der Anstieg von 5 % am Montag folgte auf eine sechstägige Verlustserie, die durch die hawkische Unsicherheit nach Powells Pressekonferenz und der Entscheidung der Federal Reserve, die Zinsen bei 3,75 % zu halten, verstärkt wurde. Das Niveau von 2.150 US-Dollar wird als psychologische und technische Demarkationslinie betrachtet, die den Unterschied zwischen einer Bodenbildung und einer fortgesetzten Distribution von ETH markiert.
Marktsentiment und kurzfristige Treiber
Das Marktsentiment spielt eine Rolle, insbesondere an Extrempunkten, ist aber nur einer von mehreren Faktoren, die die Aktienkurse beeinflussen. Kurzfristig sind Positionierungen und Kapitalflüsse die größten Bestimmungsfaktoren für Aktienkursänderungen.
Langfristig sind die Gewinne von Unternehmen der wichtigste Faktor für die Aktienkurse, zusammen mit den Bewertungen, also dem Preis, der für diese Gewinne gezahlt wird. Die Wirtschaftslage beeinflusst ebenfalls die Gewinne und somit die Aktienmärkte.