
Europäische Märkte vor Fed-Entscheidung: Leitzinssenkung erwartet
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Die europäischen Aktienmärkte stehen am Dienstag vor einer weitgehend unveränderten Eröffnung, da die globalen Anleger mit Spannung die geldpolitische Aktualisierung der US-Notenbank Federal Reserve erwarten. Diese Entscheidung wird als wegweisend für die weitere Entwicklung der Finanzmärkte angesehen.
Europäische Märkte warten auf Fed-Entscheidung
Futures auf den pan-europäischen Stoxx 50 zeigten sich zuletzt unverändert, ebenso wie die Futures für die Indizes FTSE 100, DAX und CAC 40. Diese Stagnation spiegelt die abwartende Haltung der Investoren wider, die vor wichtigen geldpolitischen Ankündigungen keine größeren Positionen eingehen wollen.
Die US-Notenbank wird auf ihrer letzten Sitzung des Jahres am 10. Dezember voraussichtlich ihren Leitzins senken. Laut dem FedWatch Tool der CME preisen die Geldmärkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 87 % für eine Senkung um einen Viertelpunkt ein.
Zentralbanken im Fokus
Die erwartete Zinsentscheidung der Fed wird den Rahmen für weitere Zentralbanken in Europa setzen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird bereits am Donnerstag ihre eigene geldpolitische Aktualisierung bekannt geben.
Die Bank of England und die Europäische Zentralbank (EZB) folgen am 18. Dezember mit ihren Zinsentscheidungen. Am selben Tag werden auch Norwegens Norges Bank und Schwedens Riksbank ihre Leitzinsbeschlüsse veröffentlichen.
Unternehmens- und Wirtschaftsnachrichten
In den Unternehmensnachrichten gab die Europäische Union am Dienstag bekannt, dass sie eine Einigung zur "Vereinfachung" der Unternehmens-Nachhaltigkeitsgesetze erzielt hat. Im Rahmen des aktualisierten Systems werden die meisten Unternehmen in der EU von der Einhaltung der Nachhaltigkeitsberichterstattung befreit.
Marie Bjerre, die dänische Ministerin für europäische Angelegenheiten, kommentierte die Entscheidung: "Heute haben wir unser Versprechen eingelöst, Belastungen und Regeln abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel, ein günstigeres Geschäftsumfeld zu schaffen, das unseren Unternehmen hilft zu wachsen und Innovationen voranzutreiben."
Investoren verarbeiten zudem Kommentare von US-Präsident Donald Trump, der am Montag erklärte, die USA würden Nvidia erlauben, ihre H200 KI-Chips an "zugelassene Kunden" in China zu liefern – unter der Bedingung, dass Amerika 25 % der Erlöse erhält.
Die Deutsche Bank hat am Dienstag den Automobilkonzern Volvo von einer "Buy"- auf eine "Hold"-Empfehlung herabgestuft und das Kursziel um 1,8 % gesenkt. Auch das Kursziel für Daimler Truck wurde um 4,7 % reduziert.
Die Strategen der Investmentbank begründeten dies in einer Notiz: "Die deutliche Kontraktion des US-Marktes in diesem Jahr hat die Widerstandsfähigkeit der Lkw-Hersteller erneut auf die Probe gestellt. Angesichts der unterschiedlichen Marktprognosen für das kommende Jahr erwarten wir, dass die USA weiterhin ein kritisches Wettbewerbsfeld bleiben werden."
Am Montag debütierte das Unternehmen Magnum Ice Cream an der Amsterdamer Börse und schloss damit seine Abspaltung vom Konsumgüterriesen Unilever ab. Die Aktie stieg während der Sitzung leicht an.
Für Dienstag stehen wichtige Wirtschaftsdaten an:
Globale Marktstimmung
Über Nacht zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte überwiegend schwächer, während die US-Aktienfutures zuletzt unverändert notierten. Die globale Marktstimmung bleibt somit vor den anstehenden geldpolitischen Entscheidungen gedämpft.