Geopolitische Spannungen erschüttern Märkte: Iran kontert Trumps Strategie

Geopolitische Spannungen erschüttern Märkte: Iran kontert Trumps Strategie

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Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA, Israel und Iran prägen zunehmend die globalen Finanzmärkte. Iranische Offizielle, darunter Mohammad Bagher Ghalibaf, spotten über US-Präsident Trumps Marktbewegungen und dementieren Verhandlungen, während wichtige Indizes fallen und Ölpreise steigen. Diese Entwicklung stellt etablierte Handelsstrategien infrage und erhöht die Unsicherheit.

Iran kontert Trumps Marktstrategie

Angesichts der Auswirkungen des US-israelischen Konflikts mit Iran und drohender Zollstreitigkeiten hat Mohammad Bagher Ghalibaf, ein ehemaliger Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarden, konkrete Day-Trading-Ratschläge erteilt, um Trumps Social-Media-Posts entgegenzuwirken. Ghalibaf erklärte seinen Anhängern: „Pre-Market sogenannte ‚Nachrichten‘ oder ‚Wahrheit‘ sind oft nur ein Aufbau zur Gewinnmitnahme. Im Grunde ist es ein umgekehrter Indikator.“ Er riet weiter: „Tun Sie das Gegenteil: Wenn sie es hochpumpen, shorten Sie es. Wenn sie es abladen, gehen Sie long.“ Diese Provokation fügt dem Konflikt, der bereits den Tod des iranischen Obersten Führers und die effektive Schließung der Straße von Hormus gesehen hat, eine Ebene der psychologischen Kriegsführung hinzu.

Das Scheitern des "TACO"-Trades

Ghalibafs Kommentare fallen in eine Zeit, in der die an der Wall Street beliebte Dip-Buying-Strategie – der sogenannte „Trump Always Chickens Out“ (TACO)-Trade – an ihre Grenzen stößt. Im größten Teil des vergangenen Jahres kauften Händler zuverlässig Marktrückgänge, die durch Trumps Rhetorik verursacht wurden, in Erwartung schneller, gesichtswahrender Umkehrungen.

Dieses Vorgehen scheiterte jedoch in der letzten Woche. Als Trump seine Frist für Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur auf den 6. April verlängerte, blieb die erwartete Erleichterungsrallye aus. Investoren betrachten diese Verzögerungen nicht länger als Weg zum Frieden, sondern als taktische Pausen vor einer weiteren militärischen Eskalation.

Ölpreise als strukturelles Merkmal

Mit einem Anstieg des Brent-Rohöls auf über 107 US-Dollar pro Barrel ist die geopolitische Prämie nicht mehr nur ein vorübergehender Anstieg, sondern ein strukturelles Merkmal des Marktes. Der ETF, der WTI-Rohöl-Futures abbildet, der United States Oil Fund LP (NYSE:USO), verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 78,09 Prozent.

Anspannung am US-Anleihemarkt

Die geopolitische Belastung führt auch zu Brüchen am US-Anleihemarkt. Der Johns Hopkins-Ökonom Steve Hanke bemerkte kürzlich, dass der kombinierte Druck der Handels- und Militärkonflikte bedeute, dass „die Anleihe-Vigilanten sich gegen Trump gewandt haben“. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe erreichte kürzlich 4,98 Prozent, während die Rendite der 10-jährigen Anleihe auf 4,46 Prozent stieg. Ghalibaf schürte die fiskalischen Ängste weiter, indem er warnte, dass Finanzinstitutionen, die US-Staatsanleihen kaufen, legitime militärische Ziele seien. Dies zementiert die Realität, dass dieser Konflikt nicht leicht rückgängig gemacht werden kann.

Iran dementiert Verhandlungen und meldet Angriffe

Iran hat Behauptungen von US-Präsident Donald Trump über laufende Friedensverhandlungen entschieden als „Fake News“ zurückgewiesen. Teherans Führung beschuldigte Washington, diplomatische Fortschritte vortäuschen zu wollen, während der militärische Druck aufrechterhalten werde. Mohammad Bagher Ghalibaf wies die Behauptungen öffentlich als „Fake News“ zurück und warf den Vereinigten Staaten vor, Öl- und Finanzmärkte manipulieren zu wollen. Irans Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, betonte ebenfalls, dass keine direkten oder indirekten Gespräche stattfänden und Trumps Behauptungen darauf abzielten, die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren. Die Revolutionsgarden bezeichneten die Behauptungen als „psychologische Operationen“.

Trotz Trumps Ankündigung einer fünftägigen Pause bei der Bombardierung der iranischen Energieinfrastruktur wurden frische Angriffe auf Gasanlagen und Pipelines in Teheran gemeldet. Die Fars News Agency berichtete über Treffer auf Gasanlagen in Isfahan, darunter eine Druckreduzierstation und Büros einer Gasgesellschaft. In Khorramshahr wurde eine Pipeline getroffen, die ein Kraftwerk versorgt. Mohammad Fathali stellte zudem klar, dass die Straße von Hormus nicht für alle Schiffe geschlossen sei, sondern nur für Schiffe der „Aggressorparteien“, namentlich der Vereinigten Staaten und des zionistischen Regimes, sowie für andere Teilnehmer dieser Aggression, die nach internationalem Recht keinen Anspruch auf unschuldige Durchfahrt haben. Schiffe anderer Länder, die nicht an aggressiven Operationen gegen Iran teilgenommen oder diese unterstützt haben, könnten weiterhin sicher durch die Straße navigieren.

Marktentwicklung im Jahr 2026

Nach dem Handelsschluss am Freitag fiel der S&P 500 Index im Jahresverlauf um 7,14 Prozent. Der Nasdaq Composite und der Dow Jones verzeichneten Rückgänge von 9,84 Prozent bzw. 6,65 Prozent im gleichen Zeitraum.

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