
GM erwägt Ex-Tesla-Manager Sterling Anderson als CEO-Nachfolger
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General Motors erwägt Berichten zufolge Sterling Anderson, den aktuellen Chief Product Officer und ehemaligen Tesla Autopilot-Manager, als potenziellen Nachfolger für CEO Mary Barra. Diese strategische Überlegung unterstreicht GMs verstärkten Fokus auf die Integration von Spitzentechnologie in seine Fahrzeuge und die Beschleunigung der Transformation hin zu Elektro- und autonomen Fahrzeugen. Gleichzeitig hebt Wedbush das Kursziel für GM an, während das Unternehmen die Produktion seines erschwinglichen Chevrolet Bolt EV startet.
Sterling Anderson als potenzieller CEO-Nachfolger
General Motors (GM) erwägt Sterling Anderson, derzeit Chief Product Officer, als Nachfolger für CEO Mary Barra. Anderson war zuvor bei Tesla Inc. als Autopilot-Manager tätig und Mitbegründer von Aurora Innovation Inc., einem Unternehmen für autonome Lkw. Er kam im Juni zu GM, mit der Erwartung, dass ein erfolgreiches Vorantreiben der Spitzentechnologie in GM-Fahrzeugen ihn als potenziellen Nachfolger positionieren könnte.
Mary Barra, die bald 64 wird, ist nicht zum Ruhestand verpflichtet, und die Entscheidung über Andersons Beförderung ist noch nicht final. Der GM-Präsident Mark Reuss könnte ebenfalls eine Rolle in der Nachfolgeplanung spielen. Sollte Anderson die Position übernehmen, wäre er der erste CEO mit einem starken Tech-Hintergrund, der den 117 Jahre alten Automobilhersteller führt.
GMs strategische Neuausrichtung und Andersons Rolle
Anderson ist verantwortlich für den gesamten Produktlebenszyklus von Benzin- und Elektrofahrzeugen, einschließlich Hardware, Software, Diensten und Nutzererfahrung. Seine Aufgabe ist es, mehr Rechenleistung in GM-Fahrzeuge zu integrieren, Software zur Steuerung mechanischer Funktionen wie Lenkung und Bremsen zu nutzen und Funktionen für langfristige Abonnement-Einnahmen zu schaffen. Dies wird als "harte Prüfung" oder "Audition" von Barra gesehen, um GM in ein technologieorientiertes Unternehmen zu verwandeln und Software-Probleme zu lösen.
GM hat sich von der Robotaxi-fokussierten Strategie seiner ehemaligen Cruise-Einheit abgewandt, die 2024 eingestellt wurde, und konzentriert sich nun auf die Entwicklung autonomer Technologie für Verbraucherfahrzeuge, insbesondere auf "Eyes-off" autonomes Fahren für persönliche Fahrzeuge. Anderson leitet diese Bemühungen vom GM Mountain View Tech Center in Kalifornien aus.
Wedbush hebt Kursziel an und bewertet GMs Position
Wedbush Securities hat das Kursziel für GM auf 95 US-Dollar angehoben, während die Aktie bei 81,16 US-Dollar notierte und nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 83,04 US-Dollar lag. Dan Ives, Managing Director bei Wedbush, führte den besseren Cashflow des Automobilherstellers als Grund an. Er betonte, dass GM die makroökonomischen Stürme gut navigiere und sich auf das Cashflow-Wachstum konzentriere.
Ives merkte an, dass GM im Elektrofahrzeugsektor besser abschneide als andere Unternehmen, trotz einer gewissen Zurückhaltung bei den EV-Bemühungen. Er kommentierte: "Wir glauben, dass Barra & Co. auf alle Optionen vorbereitet sind, da sie ihre ICE- und EV-Strategien ausbalancieren."
Herausforderungen und Chancen im EV-Segment
GM hat die Produktion seines erschwinglichsten Elektrofahrzeugs, des Chevrolet Bolt EV, zu einem Preis von 28.995 US-Dollar im Fairfax-Werk in Kansas begonnen. Die Auslieferung an Händler wird für Januar 2026 erwartet. Das Unternehmen verzeichnete jedoch eine Belastung von 1,6 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen im dritten Quartal, wovon 1,2 Milliarden US-Dollar auf Kapazitätsänderungen und 400 Millionen US-Dollar auf Vertragsstornierungen entfielen.
GM hat sich zum Ziel gesetzt, seine gesamte Flotte bis 2035 vollständig auf Elektroantrieb umzustellen. Der Wettbewerb im EV-Markt ist intensiv, mit starken Konkurrenten wie Ford, Rivian und etablierten asiatischen Herstellern. Gleichzeitig bleiben die öffentliche Wahrnehmung und das Vertrauen in autonome Systeme kritische Hürden, die es zu überwinden gilt.