
Gold im Bärenmarkt: Preise fallen weiter unter Druck von Dollar und Renditen
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Der Goldpreis hat seinen Rückgang am Dienstag fortgesetzt und seine Bärenmarktphase weiter vertieft. Anleger lösen Positionen auf, während ein stärkerer US-Dollar und erhöhte Treasury Yields die Attraktivität des gelben Metalls mindern. Diese Faktoren tragen maßgeblich zur aktuellen Preisentwicklung bei.
Gold im Bärenmarkt: Preise unter Druck
Die Spot-Goldpreise fielen am Dienstag zunächst um 2%, bevor sie die Verluste auf 1% reduzierten und bei 4.335,97 US-Dollar pro Unze gehandelt wurden. Die Gold-Futures für die April-Lieferung lagen zuletzt über 1% im Minus bei 4.358,80 US-Dollar pro Unze. Auch Silber war von dem Ausverkauf betroffen: Spot-Silber fiel um mehr als 3% auf 66,93 US-Dollar pro Unze, während die Futures 2,61% niedriger bei 67,54 US-Dollar notierten.
Stärkerer US-Dollar und steigende Renditen belasten
Der Dollar-Index, der die Stärke des Greenbacks gegenüber einem Währungskorb misst, stieg am Dienstag um 0,5%. Ein stärkerer US-Dollar reduziert die Attraktivität von in Greenback gehandeltem Gold, da es für Inhaber anderer Währungen teurer wird. Seit Beginn des Krieges hat der Dollar-Index zudem um rund 3% zugelegt, was den Druck auf die Edelmetalle weiter erhöht.
Historischer Rückgang und Expertenmeinungen
Spot-Gold hat seit seinem Rekordhoch von 5.594,82 US-Dollar pro Unze Ende Januar über 22% verloren. Allein in der letzten Woche verzeichnete das Edelmetall einen Rückgang von fast 10%, die schlechteste Performance seit September 2011. Marktbeobachter führen den Rückgang auf eine Mischung aus makroökonomischen und positionsbedingten Faktoren zurück.
Rajat Bhattacharya, Senior Investment Specialist bei Standard Chartered, kommentierte gegenüber CNBC, dass Gold anfangs aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen zu Beginn des [Iran]-Konflikts zulegte, die Preise sich jedoch kürzlich zurückgezogen haben. Er erklärte weiter: "Wir sehen dieses Muster wiederholt in Zeiten erhöhten Marktstresses, wenn Anleger Bargeld beschaffen, um Margin Calls zu bezahlen oder einfach Gewinne mitnehmen, wo sie können." Die jüngste Stärke des Dollars habe ebenfalls die Goldnachfrage belastet.