
Goldman Sachs erhöht Essenspauschale: Zeichen für M&A-Boom und Kostenmanagement
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Goldman Sachs erhöht die Essenspauschale für Mitarbeiter, die abends im Büro arbeiten, um 5 US-Dollar. Diese Anpassung, die die Pauschale auf 35 US-Dollar anhebt, wird als Indikator für ein erwartetes geschäftiges Jahr im Bereich Fusionen und Übernahmen (M&A) im Jahr 2026 interpretiert. Gleichzeitig spiegelt sie die anhaltend steigenden Lebensmittelkosten wider, insbesondere in Finanzzentren wie New York.
Goldman Sachs erhöht Essenspauschale für 2026
Ab dem Jahr 2026 wird Goldman Sachs die nächtliche Essenspauschale für Mitarbeiter, die nach 20 Uhr im Büro tätig sind, von 30 auf 35 US-Dollar erhöhen. Diese Maßnahme betrifft alle rund 50.000 Mitarbeiter des Unternehmens, von Investmentbanking bis Asset Management, wie Business Insider erfahren hat. Die letzte Anpassung der Pauschale erfolgte 2022, als sie von 25 auf 30 US-Dollar angehoben wurde.
Die Erhöhung fällt mit den Erwartungen an ein "Monsterjahr" für Fusionen und Übernahmen zusammen. David Solomon, CEO von Goldman Sachs, äußerte sich diese Woche zuversichtlich, dass das Volumen der Unternehmensübernahmen in diesem Jahr stark ansteigen wird. Die zusätzliche Pauschale ist eine Anerkennung des Aufwands, der erforderlich ist, um das hohe Tempo der Wall Street aufrechtzuerhalten.
Hintergrund: Ein Zeichen für geschäftige Zeiten und steigende Kosten
Die Anpassung der Essenspauschale spiegelt auch die anhaltende Realität steigender Lebensmittelkosten in Finanzzentren wie New York wider. Laut Wirtschaftsprognosen des USDA für 2026 wird erwartet, dass die Kosten für "Essen außer Haus" in diesem Jahr um weitere 4,6 Prozent steigen. In Städten, in denen Liefergebühren, Servicepauschalen und Trinkgelder einen erheblichen Teil des Budgets ausmachen können, ist ein zusätzlicher Betrag eine willkommene Unterstützung für die Banker.
Die Nachricht über die Richtlinienänderung wurde zuerst über einen Social-Media-Account von Exec Sum, dem Newsletter des Finanz-Accounts Litquidity, verbreitet und von Business Insider durch eine Person mit Kenntnis der Bankpolitik verifiziert. Die Erhöhung um 5 US-Dollar mag für eine globale Großbank ein kleiner Posten sein, ist aber ein klares Signal an die Mitarbeiter und den Markt.
Historisches Kostenmanagement bei Goldman Sachs
Die aktuelle Erhöhung der Essenspauschale steht im Kontrast zu früheren, umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen bei Goldman Sachs. In den Jahren zuvor, beispielsweise 2016, unternahm die Bank eine der größten Kostensenkungsinitiativen seit Jahren, um einen Rückgang im Handels- und Dealmaking-Geschäft zu bewältigen. Damals wurden Support-Mitarbeiter entlassen und Ausgaben für Flugreisen, Hotels und Unterhaltung stark eingeschränkt, es sei denn, sie dienten direkt den Kunden.
Der damalige CEO Lloyd Blankfein betonte, dass das Unternehmen "viel mehr auf der Kostenseite tun kann, wenn es muss" und dass "Notwendigkeit die Mutter der Erfindung ist". Maßnahmen umfassten auch die Verlagerung von Support-Mitarbeitern an günstigere Standorte und Investitionen in Technologie zur Produktivitätssteigerung. Diese historischen Bemühungen zeigen, dass Goldman Sachs strategisch mit seinen Ausgaben umgeht und Kostenmanagement ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist.
Aktuelle Wirtschaftslage und Arbeitsmarkt
Die Finanzmärkte werden derzeit von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, darunter die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten. Ein unerwartet starker US-Arbeitsmarktbericht führte kürzlich zu einem Rückgang der Staatsanleihen, da Händler ihre Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr zurückschraubten. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen stieg um zwei Basispunkte auf 4,16 Prozent.
Die US-Arbeitsplätze stiegen im Januar so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr, und die Arbeitslosenquote sank unerwartet auf 4,3 Prozent. Dies deutet auf eine anhaltende Stabilisierung des Arbeitsmarktes hin. Experten wie Ellen Zentner von Morgan Stanley Wealth Management merkten an, dass der Arbeitsmarkt "Gas gegeben" habe, während Bret Kenwell von eToro betonte, dass dies zwar nur ein Datenpunkt sei, ein stabilisierender Arbeitsmarkt jedoch konstruktiv für Wirtschaft und Markt wäre. Diese robuste Arbeitsmarktlage könnte die Konjunktur stützen und somit indirekt auch das Umfeld für das erwartete M&A-Wachstum bei Banken wie Goldman Sachs positiv beeinflussen.