
Hedgefonds Q1 2026: Turbulente Märkte fordern ihren Tribut
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Das erste Quartal 2026 war für viele Hedgefonds von erheblicher Volatilität geprägt, wobei der März für zahlreiche große Namen erneut Verluste brachte. Geopolitische Spannungen und spezifische Marktentwicklungen führten zu einem herausfordernden Umfeld für globale Anlagemanager, das bereits das zweite Jahr in Folge einen schwierigen März markiert.
Schwieriger März für viele Hedgefonds
Im März 2026 verzeichneten mehrere namhafte Hedgefonds deutliche Rückgänge. Dmitry Balyasnys gleichnamiger Fonds, der ein Vermögen von 33 Milliarden US-Dollar verwaltet, sank im März um 4,3 % und liegt für das Jahr bei einem Minus von 3,8 %. Auch Michael Gelbands ExodusPoint, der stärker auf festverzinsliche Wertpapiere ausgerichtet ist, verlor im März 4,5 %. Der in London ansässige Multistrategie-Fonds LMR Partners musste einen Verlust von 2,4 % hinnehmen.
Einzelne Performance-Highlights und Rückschläge
Trotz des schwierigen Marktumfelds konnten einige Fonds die Verluste begrenzen oder sogar positive Renditen erzielen. Schonfeld Strategic Advisors, mit einem Gesamtvermögen von 19 Milliarden US-Dollar, blieb im März unverändert und weist für das Jahr ein Plus von 0,9 % auf. Die asiatischen Multistrategie-Firmen Dymon Asia und Pinpoint Asset Management verloren im März 4,3 % bzw. 2,5 %, sind aber für das Gesamtjahr weiterhin im positiven Bereich.
Geopolitische Spannungen und ihre Auswirkungen
Der Start ins Jahr war für Hedgefonds und andere Akteure an den globalen Märkten chaotisch, maßgeblich beeinflusst durch die Regierung von Präsident Donald Trump. Bereits 2025 führten Trumps weitreichende Zölle nach seiner Amtseinführung zu Turbulenzen im Welthandel und belasteten große Fonds. In diesem Jahr waren es die Angriffe amerikanischer und israelischer Streitkräfte auf den Iran, die die Weltwirtschaft in Aufruhr versetzten und viele Investmentmanager in die roten Zahlen trieben.
Makro-Wetten und der Software-Sektor
Die geopolitischen Konflikte hatten direkte Auswirkungen auf bestimmte Anlagestrategien. Viele Makrofonds wurden im März durch Wetten auf bald fallende kurzfristige Zinssätze in Großbritannien und Europa getroffen. Da jedoch aufgrund höherer Energiepreise infolge des Nahostkonflikts ein Anstieg der Inflation erwartet wird, ging dieser Handel für viele erfahrene Anleger nicht auf.
Bereits früher im ersten Quartal kam es zudem zu einem erheblichen Ausverkauf von Software-Aktien. Dieser wurde durch die wahrgenommenen Fortschritte von Künstliche-Intelligenz-Tools von aufstrebenden Start-ups wie Anthropic angetrieben. Die Unsicherheit der Anleger und die instabile Geopolitik führten zum schlechtesten Quartal für den S&P 500 seit 2022, wobei der Index um 4,6 % fiel.
Multistrategie-Fonds im Fokus
Multistrategie-Fonds verteilen das von ihnen verwaltete Kapital auf verschiedene Investmentteams, die unterschiedliche Strategien verfolgen. Ihr Ziel ist es, unabhängig vom Marktumfeld konsistente Renditen zu erzielen. Diese Art von Fonds hat in den letzten Jahren die Branchengespräche dominiert, nicht zuletzt aufgrund der hohen Vergütungen für Top-Trader und des immer größer werdenden verwalteten Kapitals. Die genannten Firmen lehnten eine Stellungnahme ab.