Hedgefonds trotzen Marktturbulenzen: Citadel und ExodusPoint mit starken Februar-Zuwächsen

Hedgefonds trotzen Marktturbulenzen: Citadel und ExodusPoint mit starken Februar-Zuwächsen

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Führende Hedgefonds haben im Februar 2026 trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes bemerkenswerte Gewinne erzielt. Insbesondere Ken Griffins Citadel und Michael Gelbands ExodusPoint konnten ihre Performance weiter steigern, während asiatische Multistrategie-Fonds ebenfalls ein starkes Wachstum verzeichneten. Diese Entwicklungen zeigen die Resilienz und die komplexen Mechanismen, die den Erfolg dieser Finanzakteure antreiben.

Citadel glänzt im Februar 2026

Ken Griffins Citadel, ein Schwergewicht in der Hedgefonds-Branche, meldete im Februar 2026 eine starke Performance. Das Flaggschiff des in Miami ansässigen Managers, der Wellington Fund, stieg im vergangenen Monat um 1,9 Prozent. Damit belaufen sich die Gewinne für das Jahr 2026 auf insgesamt 2,9 Prozent.

Alle fünf Strategien, die in den Wellington Fund einfließen – Fundamental Equity, Quant, Commodities, Fixed Income und Macro sowie Credit und Convertibles – waren im Februar positiv. Das Unternehmen, das Anfang Februar ein verwaltetes Vermögen von 66 Milliarden US-Dollar aufwies, erzielte zudem im Tactical Trading Fund, der fundamentale Aktienselektion mit computergestützten Aktienportfolios kombiniert, einen Zuwachs von 1,5 Prozent.

ExodusPoint und asiatische Multistrategie-Fonds legen ebenfalls zu

Auch Michael Gelbands ExodusPoint, der 2025 sein bestes Jahr überhaupt verzeichnete, konnte im Februar 2026 zulegen. Der in New York ansässige Manager verbuchte einen Anstieg von 0,9 Prozent im letzten Monat und steht damit für das Jahr 2026 bei einem Plus von 2,6 Prozent.

Ein besonders erfolgreicher Monat war es auch für asiatische Multistrategie-Fonds. Dymon Asia, mit einem verwalteten Vermögen von 6 Milliarden US-Dollar, erzielte im Februar fast 5 Prozent Gewinn und liegt für 2026 bei über 10 Prozent. Pinpoint Asset Management meldete für seinen Flaggschiff-Fonds im laufenden Jahr bereits ein Plus von 6,6 Prozent.

Marktumfeld: Volatilität und geopolitische Einflüsse

Die positiven Ergebnisse der Hedgefonds stehen im Kontrast zur Entwicklung des breiteren Aktienmarktes im Februar. Der S&P 500-Index gab einen Teil seiner im Januar erzielten Gewinne wieder ab. Ein breiter Ausverkauf bei Softwareaktien, angetrieben durch KI-Veröffentlichungen, belastete Blue-Chip-Unternehmen wie Salesforce.

Der aktuelle Monat (März 2026) ist bereits von erhöhter Volatilität geprägt. Die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Samstag führten zu einem Anstieg der Ölpreise und einem Rückgang der Aktienkurse am darauffolgenden Montag. Diese geopolitischen Spannungen tragen zur Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten bei.

Der Zusammenhang: Hedgefonds und Bankgewinne

Die starke Performance vieler Hedgefonds im Jahr 2025 und Anfang 2026 ist eng mit den Gewinnen großer Investmentbanken verknüpft. Morgan Stanley beispielsweise meldete im vierten Quartal 2025 ein Ergebnis von 17,9 Milliarden US-Dollar, das alle Analystenschätzungen übertraf. Der Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 2,68 US-Dollar gegenüber einem Konsens von 2,41 US-Dollar, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Diese beeindruckenden Zahlen waren laut Experten kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Systems, das Hedgefonds und Banken über Jahre gemeinsam aufgebaut haben. Jede Gebührenposition in der Gewinn- und Verlustrechnung einer Bank entspricht einer Kapitalkostenposition auf dem Handelsblatt eines Fonds.

Prime Brokerage als Motor

Die Mechanismen hinter diesen Gewinnen umfassen Prime Brokerage Leverage, die Erfassung von Merger-Arbitrage-Spreads, die IPO-Allokationsmechanismen und den Derivathandel. Insbesondere das Prime Brokerage spielt eine zentrale Rolle, indem es die Bilanzen von Hedgefonds in Bankeinnahmen umwandelt.

Jeder Dollar an Leverage, den ein Long/Short-Fonds für eine Aktienposition einsetzt, wird im Buch des Prime Desks der Bank geführt. Die Bank verdient einen Finanzierungsspread auf diese Position, solange der Fonds sie hält. Wenn Fonds größere Bruttobücher mit höheren Leverage-Ratios führen, steigen die Prime-Brokerage-Einnahmen der Banken proportional. Im Jahr 2025 erreichte dieser Leverage laut Daten von Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley nahezu Allzeithöchststände. Sharon Yeshaya, CFO von Morgan Stanley, bestätigte dies im Q4 2025 Earnings Call: „Prime Brokerage-Einnahmen waren der Motor für die Ergebnisse des vierten Quartals. Die Kundenbestände steigen weiter und stützen die Aussichten für die Finanzierungseinnahmen.“

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