Hollywood-Drehbuchautoren: Vorläufige Einigung mit Studios erzielt

Hollywood-Drehbuchautoren: Vorläufige Einigung mit Studios erzielt

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Die Writers Guild of America West (WGAW), die Gewerkschaft der Drehbuchautoren, und die Hollywood Studios, vertreten durch die Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP), haben sich nach rund drei Wochen Verhandlung überraschend auf einen vorläufigen Vierjahresvertrag geeinigt. Diese Einigung muss noch vom Vorstand und den Mitgliedern der Gewerkschaft genehmigt werden, bevor sie ratifiziert werden kann.

Einigung nach kurzer Verhandlungsphase

Die Writers Guild of America West gab auf X bekannt, dass ihr Verhandlungsausschuss dem vorläufigen Abkommen mit der AMPTP einstimmig zugestimmt hat. Die AMPTP bestätigte die Einigung ihrerseits in einer separaten Erklärung auf ihrer Website am Samstag. Die Studios äußerten sich optimistisch: „Wir freuen uns darauf, auf diesem Fortschritt aufzubauen, während wir weiterhin auf Abkommen hinarbeiten, die die langfristige Stabilität der Branche unterstützen.“

Der schnelle Abschluss der Verhandlungen steht in starkem Kontrast zu den kontroversen Vertragsverhandlungen vor drei Jahren, als ein historischer Streik der Hollywood-Autoren die Branche teilweise zum Stillstand brachte. Damals stimmten die Drehbuchautoren fast einstimmig einem Abkommen zu, das ihnen mehr Vergütung, längere Beschäftigungszeiten und Kontrolle über Künstliche Intelligenz sicherte.

Kernpunkte des neuen Vertrags

Die genauen Bedingungen des Abkommens wurden noch nicht sofort bekannt gegeben, es wird jedoch erwartet, dass es mehrere Prioritäten der Autoren berücksichtigt. Dazu gehören voraussichtlich bessere Krankenversicherungspläne und mehr Schutzmaßnahmen gegen Künstliche Intelligenz (KI). Die Gewerkschaft erklärte auf X, dass der Deal den Gesundheitsplan der Autoren schützt, auf den Errungenschaften von 2023 aufbaut und „Herausforderungen durch unbezahlte Arbeit“ angeht.

Der vereinbarte Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren, was ein Jahr länger ist als die üblichen Dreijahresverträge in der Branche. Der aktuelle Vertrag der Drehbuchautoren wäre im Mai ausgelaufen.

Weitere Tarifverhandlungen in Hollywood

Parallel zu den Verhandlungen mit den Drehbuchautoren arbeiten die Studios auch an neuen Abkommen mit den Gewerkschaftsführern, die Schauspieler und Regisseure vertreten. Die Verträge dieser Gruppen laufen Ende Juni aus. Sean Astin, Präsident der SAG-AFTRA, der Gewerkschaft der Schauspieler, äußerte sich in einem Interview mit The Associated Press im Februar optimistisch. Er habe Anzeichen dafür gesehen, dass die Studios „wieder als Partner zusammenarbeiten wollen“. Auch Hollywood-Schauspieler hatten 2023 monatelang ihre Arbeit niedergelegt, um bessere Vertragsbedingungen zu fordern.

Interne Herausforderungen bei der WGAW

Die vorläufige Einigung der Drehbuchautoren mit den Studios fällt in eine Zeit, in der die Writers Guild of America West selbst mit einem anhaltenden Streik ihrer eigenen Mitarbeitergewerkschaft konfrontiert ist, der im Februar begann. Laut der Los Angeles Times traten mehr als 100 Mitarbeiter aus den Rechts-, Veranstaltungs- und Tantiemenabteilungen in den Streik. Sie erheben Vorwürfe wegen unlauterer Arbeitspraktiken.

Es ist derzeit unklar, wie oder ob dieser wochenlange interne Streik Auswirkungen auf das vorläufige Abkommen mit den Studios haben wird. Die Gewerkschaft hatte im vergangenen Monat angekündigt, ihre jährliche Preisverleihung aufgrund des Streiks der Mitarbeitergewerkschaft abzusagen.