Jensen Huang: Nvidia-CEO "perfekt einverstanden" mit Kaliforniens Milliardärssteuer

Jensen Huang: Nvidia-CEO "perfekt einverstanden" mit Kaliforniens Milliardärssteuer

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Nvidia-CEO Jensen Huang hat sich überraschend offen für Kaliforniens vorgeschlagene Milliardärs-Vermögenssteuer gezeigt. Während andere Tech-Größen die Pläne scharf kritisieren oder sogar Maßnahmen ergreifen, um der Steuer zu entgehen, erklärte Huang, er sei "perfekt einverstanden" mit der potenziellen Abgabe. Seine Gelassenheit begründet er mit dem Fokus auf die Zukunft der KI und der bewussten Entscheidung für den Standort Silicon Valley.

Jensen Huangs Haltung zur Vermögenssteuer

Jensen Huang, CEO von Nvidia, äußerte sich in einem Interview mit Ed Ludlow von Bloomberg TV am Dienstag zu Kaliforniens geplanter 5%-Vermögenssteuer für Milliardäre. Er betonte, dass er sich darüber "noch kein einziges Mal Gedanken gemacht" habe. Huang erklärte: "Wir haben uns entschieden, im Silicon Valley zu leben, und welche Steuern sie auch immer anwenden möchten, so sei es. Ich bin perfekt einverstanden damit."

Der achtreichste Mensch der Welt laut Forbes, mit einem geschätzten Nettovermögen von rund 162,6 Milliarden US-Dollar (Stand 6. Januar), begründete seine Haltung auch mit dem Zugang zu Talenten. "Wir arbeiten im Silicon Valley, weil dort der Talentpool ist", fügte Huang hinzu. Ein 5%-Steuersatz auf sein Vermögen würde sich auf über 8 Milliarden US-Dollar belaufen, zahlbar über fünf Jahre, sollte der Vorschlag umgesetzt werden.

Details zur geplanten Abgabe

Die vorgeschlagene Vermögenssteuer wurde von der Gewerkschaft SEIU-United Healthcare Workers West initiiert. Ihr Ziel ist es, erwartete Budgetkürzungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung und Nahrungsmittelhilfe auszugleichen. Es handelt sich um eine Abgabe auf das gesamte Nettovermögen einer Person und nicht auf das jährliche Einkommen.

Die Gewerkschaft schätzt, dass diese einmalige Steuer dem Bundesstaat über fünf Jahre hinweg 100 Milliarden US-Dollar einbringen könnte. Sie würde etwa 200 in Kalifornien ansässige Milliardäre betreffen. Der Vorschlag ist jedoch noch weit von der Realität entfernt und benötigt 870.000 Unterschriften, um überhaupt auf den Stimmzettel für November 2026 zu gelangen. Dort müsste er dann von den Wählern Kaliforniens angenommen oder abgelehnt werden.

Kontroverse und Reaktionen anderer Milliardäre

Huangs Haltung steht im Kontrast zu den Reaktionen anderer prominenter Persönlichkeiten. Milliardäre wie Palmer Luckey und David Sacks haben bereits ihren deutlichen Missmut über die Pläne geäußert. Auch Larry Page, Mitbegründer von Google, hat im Dezember viele seiner Vermögenswerte von Kalifornien nach Delaware verlagert, um sie vor der potenziellen Vermögenssteuer zu schützen.

Diese Verlagerung erfolgte vor der Frist Ende 2025, da die Steuer, falls sie verabschiedet wird, nur für Milliardäre gelten würde, die am 1. Januar 2026 noch in Kalifornien ansässig sind. Der prominente Anwalt Alex Spiro warnte Gouverneur Gavin Newsom im Namen seiner wohlhabenden Klienten, dass diese "dauerhaft umziehen" würden, sollte die kalifornische Milliardärssteuer in Kraft treten. Nvidia selbst reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Der Weg zur Umsetzung

Die vorgeschlagene Vermögenssteuer ist ein komplexes Thema mit weitreichenden Implikationen für Kalifornien und seine wohlhabendsten Einwohner. Bevor sie überhaupt zur Abstimmung kommt, muss die Initiative eine erhebliche Hürde bei der Sammlung von Unterschriften nehmen. Die Debatte um die Vor- und Nachteile einer solchen Steuer wird voraussichtlich bis zur möglichen Abstimmung im Jahr 2026 andauern.

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