KI-Boom: Goldman Sachs prognostiziert 220% Anstieg des Rechenzentren-Strombedarfs

KI-Boom: Goldman Sachs prognostiziert 220% Anstieg des Rechenzentren-Strombedarfs

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Der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren übertrifft frühere Schätzungen erheblich, maßgeblich angetrieben durch den rasanten Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI). Goldman Sachs prognostiziert einen massiven Anstieg des Energiebedarfs bis 2030, was weitreichende Folgen für globale Strommärkte und Infrastrukturinvestitionen haben wird.

KI treibt Strombedarf von Rechenzentren massiv an

Neue Daten von Goldman Sachs, die von der Finanzkommentarplattform The Kobeissi Letter hervorgehoben wurden, zeigen, dass der weltweite Strombedarf von Rechenzentren bis zum Ende des Jahrzehnts um erstaunliche 220% gegenüber dem Niveau von 2023 steigen wird. Dieser Anstieg wird den Gesamtverbrauch um 905 Terawattstunden (TWh) auf einen Rekordwert von 1.350 TWh bis 2030 erhöhen. "Der KI-Stromboom beschleunigt sich", bemerkte The Kobeissi Letter angesichts der Dringlichkeit der revidierten Zahlen.

Diese neue Prognose stellt eine deutliche Erhöhung gegenüber der zuvor erwarteten Wachstumsrate von 175% dar. Die dramatische Revision wird auf höhere als erwartete Lieferprognosen für KI-Server und einen branchenweiten Trend zur Bereitstellung hochgradig energieintensiver Hardware für komplexe KI-Verarbeitung zurückgeführt.

USA im Zentrum des Energiebedarfs

Die Vereinigten Staaten sind einzigartig positioniert, um den Löwenanteil dieser Energiewelle aufzunehmen. Schätzungsweise 60% dieses neuen globalen Strombedarfs werden voraussichtlich in den USA entstehen, eine Steigerung gegenüber früheren Prognosen, die den amerikanischen Anteil auf etwa 50% bezifferten. Folglich wird der Strombedarf von US-Rechenzentren allein voraussichtlich etwa 750 TWh bis 2030 erreichen, während der Rest der Welt die verbleibenden 600 TWh ausmachen wird. Um diese immense Last zu tragen, wird die inländische Rechenzentrumskapazität zwischen 2025 und 2030 voraussichtlich um 197% auf beeindruckende 95 Gigawatt (GW) ansteigen.

Belastung der Infrastruktur

Diese historische Nachfrage belastet bereits die bestehenden Energienetze. Rechenzentren machen derzeit etwa 6% des gesamten US-Strombedarfs aus, doch Branchenschätzungen gehen davon aus, dass dieser Anteil bis 2030 auf 11% steigen könnte. Da Hyperscaler ihre Rechenkapazitäten aggressiv ausbauen, nähern sich große regionale Strommärkte schnell einer kritischen Engpasssituation. Die drohende Energieknappheit schreibt das Handbuch für Investitionen in Versorgungs- und Energieinfrastruktur aktiv neu, da die Sicherung zuverlässiger Stromversorgung schnell zum entscheidenden Engpass im globalen KI-Wettrüsten wird.

Marktchancen durch den Energie-Boom

Die Explosion des Stromverbrauchs von Rechenzentren könnte die US-Strommärkte neu gestalten und klare Chancen in mehreren Schlüsselbereichen schaffen. Einige Sektoren, die von diesem Infrastruktur-Superzyklus profitieren könnten, umfassen Bereiche, die direkt oder indirekt mit der Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie der Bereitstellung von energieeffizienten Lösungen für Rechenzentren verbunden sind.