Krugman: Trumps Zinsdeckel "Charade" – Marktperformance 2026 gemischt

Krugman: Trumps Zinsdeckel "Charade" – Marktperformance 2026 gemischt

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Nobelpreisträger Paul Krugman bezeichnet die jüngste Ankündigung von Präsident Donald Trump, eine Obergrenze von 10 % für Kreditkartenzinsen einzuführen, als eine rechtlich machtlose „Charade“, die von politischen Erwägungen getrieben sei. Krugman argumentiert, dass solche Erklärungen keine Gesetzeskraft besitzen und lediglich als „performatives“ Regieren zu verstehen sind.

Krugman kritisiert Trumps Zinsdeckel als "Charade"

In einer neuen Analyse auf Substack weist Krugman die Erklärung des Präsidenten als rein „performativ“ zurück. Er betont, dass ein Post auf Truth Social nicht die rechtliche Befugnis besitzt, Finanzvorschriften zu ändern. „Tweets ändern das Gesetz nicht“, schreibt Krugman und charakterisiert Trump als einen „Möchtegern-Preiskontrolleur“, der versucht, durch monarchisches Dekret statt durch legislative Prozesse zu regieren.

Krugman zieht einen scharfen Kontrast zu Richard Nixon, der in den 1970er Jahren Preiskontrollen durch ernsthafte Ermächtigungsgesetze einführte. Trump hingegen zeige „kein Interesse daran, etwas Substanzielles zu tun“, sondern verlasse sich lieber auf „Prahlerei und Mätzchen“, um seine politischen Probleme vor den Zwischenwahlen zu lösen. Laut Krugman offenbart dies Trumps mangelnde konsistente Ideologie; er sei „völlig transaktional“ und bereit, freie Marktwirtschafts-Rhetorik abzulegen, wann immer es seinen unmittelbaren politischen Interessen diene.

Widersprüchliche Haltung zur Finanzregulierung

Der Ökonom argumentiert, dass Trumps neu entdeckte Sorge um Kreditnehmer im Widerspruch zur Bilanz seiner Regierung stehe. Er verweist insbesondere auf den „Krieg“ gegen das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB). Krugman hebt hervor, dass Trumps eigener Haushaltsdirektor, Russell Vought, zuvor versucht habe, die Behörde zu schließen und Mitarbeiter angewiesen habe, die Arbeit illegal einzustellen.

„Trumps Motive sind eindeutig zynisch“, stellt Krugman fest. Er bemerkt die Ironie eines Führers, der versucht, die einzige Bundesbehörde, die sich dem Kampf gegen Wucherei widmet, zu „entkernen“, nur um dann eine Zinsbegrenzung vorzuschlagen, wenn er mit einer Wahlniederlage konfrontiert ist.

Krugmans Vorschlag für eine echte Lösung

Obwohl Krugman Trumps Methoden ablehnt, räumt er ein, dass Kreditkartenzinsen tatsächlich „zutiefst unfair“ und von legitimen Angebots- und Nachfragedynamiken abgekoppelt sind. Er besteht jedoch darauf, dass die Abhilfe nicht in einem impulsiven Exekutiverlass liegt, sondern in der Durchsetzung bestehender Gesetze. Krugman bietet den Demokraten „unaufgeforderte Ratschläge“ an: Sie sollten die „Charade“ des Präsidenten nicht bestätigen.

Stattdessen fordert er die Opposition auf, die vollständige Wiederherstellung der Finanzierung und Unabhängigkeit des CFPB als Vorbedingung für jede Zusammenarbeit zu fordern. Dies würde eine substanzielle Entlastung für amerikanische Familien gewährleisten, anstatt einen „transaktionalen“ politischen Stunt zu unterstützen.

Marktperformance 2026: Tech-Werte im Rückstand

Im Jahr 2026 zeigt sich die Performance der großen US-Indizes bisher gemischt. Der Nasdaq 100 Index ist bisher um 0,23 % gefallen, während der S&P 500 und der Dow Jones Index um 0,70 % bzw. 2,17 % gestiegen sind.

Am Mittwoch schlossen der SPDR S&P 500 ETF Trust (NYSE:SPY) und der Invesco QQQ Trust ETF (NASDAQ:QQQ), die den S&P 500 Index bzw. den Nasdaq 100 Index abbilden, niedriger. Der SPY verzeichnete einen Rückgang von 0,49 % auf 690,36 US-Dollar, während der QQQ um 1,07 % auf 619,55 US-Dollar sank. Die Futures der S&P 500, Nasdaq 100 und Dow Jones Indizes handelten am Donnerstag gemischt.

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