Kryptomarkt zeigt Widerstandsfähigkeit

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Der Kryptowährungsmarkt, angeführt von Bitcoin, zeigt Erholungstendenzen, während geopolitische Unsicherheiten im Iran-Konflikt die Aktienmärkte belasten. Analysten sehen Potenzial für Bitcoin, die Marke von 85.000 US-Dollar zu erreichen, obwohl die Nachhaltigkeit der Erholung und die Rolle als digitaler Goldersatz diskutiert werden.

Kryptomarkt zeigt Widerstandsfähigkeit

Bitcoin erreichte am Montag ein Intraday-Hoch von 76.575 US-Dollar, unterstützt durch einen Anstieg des 24-Stunden-Handelsvolumens um 20 %. Ethereum überschritt erneut die Marke von 2.300 US-Dollar, während auch XRP und Dogecoin Gewinne verzeichneten. Die globale Marktkapitalisierung für Kryptowährungen stieg in den letzten 24 Stunden um 1,98 % auf 2,56 Billionen US-Dollar.

Laut Coinglass-Daten wurden in den letzten 24 Stunden über 270 Millionen US-Dollar liquidiert, hauptsächlich in Short-Positionen. Das Open Interest bei Bitcoin-Futures stieg im gleichen Zeitraum um 3,70 %. Trotzdem zeigten Whale- und Retail-Trader auf Binance eine bärische Haltung gegenüber BTC, was sich in einer höheren Anzahl von Short-Positionen im Vergleich zu Long-Positionen widerspiegelte.

Geopolitische Spannungen belasten Aktien

Die Aktienmärkte schlossen am Montag niedriger. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 4,87 Punkte (0,01 %) auf 49.442,56. Der S&P 500 sank um 0,24 % auf 7.109,14, und der technologieorientierte Nasdaq Composite verlor 0,26 % und schloss bei 24.404,39.

Gemischte Signale bezüglich des anhaltenden Iran-Konflikts hielten die Anleger in Atem. Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, seine Regierung werde ein "weit besseres" Abkommen mit dem Iran sichern als seine Vorgänger, nachdem er zuvor gedroht hatte, "jedes einzelne Kraftwerk" im Iran auszuschalten, falls keine Einigung erzielt werde. Die regimefreundliche Nachrichtenagentur Tasnim News Agency berichtete derweil, dass der Iran seine Entscheidung, nicht an der nächsten Runde der von Pakistan vermittelten Gespräche mit den USA teilzunehmen, nicht geändert habe. Die Ölpreise setzten ihren Rückgang fort, wobei West Texas Intermediate Rohöl-Futures um 1,51 % auf 88,26 US-Dollar pro Barrel fielen.

Marktstimmung und Analysten-Ausblick

Der Crypto Fear & Greed Index zeigte zunächst eine "Angst"-Stimmung im Markt an, hat sich jedoch von einem "Extreme Fear"-Wert von 5 vor einigen Monaten auf aktuell 53 erholt, was eine deutliche Stimmungsänderung der Anleger signalisiert.

Der bekannte Krypto-Analyst und Trader Ali Martinez erklärte, warum Bitcoin sich weiterhin in einem "Makro-Bärenmarkt" befinde. Sie hoben hervor, dass Bitcoin zwischen 2023 und 2025 mehrere Konsolidierungsphasen durchlief, bevor es zu höheren Kursen kam. Seit Oktober 2025 konsolidiert Bitcoin jedoch, bevor es zu einem Rückgang kommt. Michaël van de Poppe, ein weiterer bekannter Krypto-Kommentator auf X, merkte an, dass die "Risk-off"-Korrektur am Wochenende für BTC "ziemlich normal" sei und es keinen Grund gebe, warum der Kurs nicht "höher" steigen sollte. Van de Poppe erwartet eine "stärkere" Woche und fügte hinzu: "Ich denke, dass 85.000 bis 88.000 US-Dollar im Mai wahrscheinlich sind, wenn es keine geopolitischen Veränderungen gibt."

Technische Indikatoren und institutionelles Interesse

Die Short-Liquidationen erreichten heute 200 Millionen US-Dollar, was die 7-Tages-Summe auf 1,2 Milliarden US-Dollar erhöht und ein frühes Anzeichen für einen Short-Squeeze sein könnte, da BTC weiterhin wichtige Widerstände durchbricht. Die Nettozuflüsse in Exchange Traded Funds (ETFs) begannen die Woche ebenfalls positiv, da diese Produkte in den ersten drei Tagen 300 Millionen US-Dollar anzogen.

Auf dem Tages-Chart hat BTC ein aufsteigendes Dreiecksmuster gebildet. Dies ist ein bullisches Setup, das eine starke Rallye vorwegnehmen könnte, falls der Preis den Widerstand von 78.000 US-Dollar durchbricht. Am 17. April überschritt Bitcoin erstmals seit Anfang Februar die Marke von 78.000 US-Dollar, und am 19. April verzeichnete er einen Monatsgewinn von 5,7 %, liegt aber aktuell wieder unter 78.000 US-Dollar.

Ist die Erholung nachhaltig?

Ein Monatsgewinn allein stellt noch keine vollständige Erholung dar, da Bitcoin immer noch fast 40 % unter seinem Allzeithoch notiert. Die Hoffnung auf Friedensgespräche im Iran-Konflikt hat sowohl Krypto- als auch Aktienmärkte beflügelt, wobei der S&P 500 sogar ein neues Hoch erreichte. Allerdings könnten Anleger die breiteren wirtschaftlichen Störungen unterschätzen, die in den kommenden Monaten die Preise belasten könnten. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank haben vor einem potenziellen globalen Wirtschaftsabschwung gewarnt, da hohe Kraftstoff- und Düngemittelpreise das Wachstum verlangsamen und die Preise in die Höhe treiben könnten.

Einige Berichte deuten auch darauf hin, dass Investoren das Potenzial von Bitcoin als "digitales Gold" – eine Absicherung gegen Inflation und wirtschaftliche Instabilität – in Frage stellen. Im letzten Jahr fiel Bitcoin um mehr als 7 %, während Gold um fast 65 % zulegte. Langfristig jedoch stärkt die starke institutionelle Akzeptanz die Position von Bitcoin. Fonds kehren zu Spot-Bitcoin-ETFs zurück, was ein Zeichen für erneutes Interesse ist. Goldman Sachs hat kürzlich einen Antrag für seinen ersten Bitcoin-ETF eingereicht, und Morgan Stanley hat den Morgan Stanley Bitcoin Trust eingeführt. Zudem kündigte Charles Schwab an, eine Plattform für den direkten Kauf und Verkauf von Bitcoin und Ethereum für Kunden zu starten. Diese Entwicklungen erhöhen die Glaubwürdigkeit von Bitcoin und erleichtern Anlegern den Zugang zur führenden Kryptowährung.

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