
LaGuardia-Kollision: Air Canada Wrack geborgen, NTSB untersucht Fluglotsen
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Die Bergung des Wracks des Air Canada Flugzeugs, das am Sonntag am LaGuardia Airport mit einem Feuerwehrauto kollidierte, hat begonnen. Während die meisten Verletzten das Krankenhaus verlassen konnten, konzentriert sich die Untersuchung nun auf die Rolle der Fluglotsen und die Sicherheit des Flughafens.
Bergungsarbeiten und Wiedereröffnung der Landebahn
Am Mittwoch, dem 25. März 2026, begannen die Bergungsarbeiten am LaGuardia Airport in New York, um das Wrack des verunglückten Air Canada Flugzeugs und des Feuerwehrautos von der Landebahn zu entfernen. Seit dem Unfall am Sonntag blockierte das Wrack eine der beiden Start- und Landebahnen des stark frequentierten Flughafens. Die Port Authority of New York and New Jersey strebt an, die Landebahn spätestens am Freitagmorgen wieder zu öffnen, nachdem die Einhaltung der FAA-Vorschriften überprüft wurde.
Gegen 17:00 Uhr Eastern Time am Mittwoch starteten die Flughafenmitarbeiter mit dem Abschleppen der Überreste. Zwei große Abschleppwagen richteten das stark beschädigte Feuerwehrauto auf, das seit dem Unfall auf der Seite lag. Das Heck des Jets wurde auf einen großen Rollwagen gehoben und von zwei Fahrzeugen abgeschleppt, während der mittlere Teil des Flugzeugs von seinem intakt erscheinenden Fahrwerk gestützt wurde.
Air Canada bestätigte, dass die Trümmer von den Behörden freigegeben wurden und das Flugzeug in einen gesicherten Hangar gebracht wird. Das Feuerwehrauto wurde als Beweismittel an einen sicheren Ort gebracht, um die Untersuchung der National Transportation Safety Board (NTSB) zu unterstützen. Air Canada kooperiert vollumfänglich mit der NTSB.
Opfer und Überlebende des Unglücks
Die Kollision forderte das Leben von zwei Piloten, die als Capt. Antoine Forest und First Officer Mackenzie Gunther identifiziert wurden. Von den ursprünglich etwa 40 Personen, die in Krankenhäusern behandelt wurden, sind bis Mittwoch alle bis auf vier entlassen worden. Weitere Details zu den verbleibenden Patienten sind nicht verfügbar.
Das Flugzeug, das aus Montreal kam, beförderte 76 Personen, einschließlich der Besatzung, als es mit dem Feuerwehrauto zusammenstieß. Die beiden Feuerwehrleute der Port Authority Police Department im LKW überlebten den Unfall. Ein Passagier, Clément Lelièvre, lobte die "unglaublichen Reflexe" der Piloten, die kurz nach dem Aufsetzen extrem stark bremsten und so möglicherweise Leben retteten. Eine Flugbegleiterin überlebte, nachdem sie angeschnallt auf den Rollweg geschleudert wurde.
Die laufende Untersuchung der NTSB
Die National Transportation Safety Board (NTSB) hat eine umfassende Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. NTSB-Vorsitzende Jennifer Homendy bestätigte in einem Interview mit CNN, dass der Fluglotse, der den Verkehr während des Unfalls leitete, bereits am späten Dienstagabend von Ermittlern befragt wurde. Am Mittwoch wurden weitere Interviews mit dem zweiten Fluglotsen im Tower, dem verantwortlichen Fluglotsen, dem Flugverkehrsmanager und dem Betriebsleiter geführt.
Homendy äußerte Bedenken hinsichtlich der Arbeitsbelastung der beiden diensthabenden Fluglotsen zum Zeitpunkt der Kollision. Sie beschrieb die Situation als "ziemlich hohe Arbeitsbelastung", da gleichzeitig ein Notfall und mehrere Flüge zu betreuen waren. Sekunden vor der Kollision hatte ein Fluglotse dem Feuerwehrauto die Freigabe erteilt, die Landebahn zu überqueren.
Historische Bedenken am LaGuardia Airport
Eine Überprüfung von CBS News, die bis ins Jahr 2000 zurückreicht, zeigt, dass Piloten seit Jahren Beschwerden über Kommunikationsfehler der Fluglotsen und Beinahe-Kollisionen mit Bodenfahrzeugen am LaGuardia Airport geäußert haben. Die offizielle Datenbank der Federal Aviation Administration (FAA) für Runway Incursions (Eindringen auf die Start- und Landebahn) verzeichnete seit dem Jahr 2000 mindestens 132 solcher Vorfälle.
Davon betrafen 17 Vorfälle Wartungs-, Schnee- und andere Unterstützungsfahrzeuge, die sich auf Start- und Landebahnen befanden, obwohl sie dort nicht hätten sein dürfen. Diese historischen Daten könnten im Rahmen der aktuellen NTSB-Untersuchung eine Rolle spielen, um systemische Probleme zu identifizieren und zukünftige Unfälle zu verhindern.