
Lamb Weston (LW) Q3: Nordamerika stark, Prognose angepasst, Aktie volatil
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Die Lamb Weston Holdings (NYSE:LW) hat im dritten Quartal Ergebnisse vorgelegt, die von JPMorgan als "besser als befürchtet" beschrieben wurden. Das Unternehmen übertraf die Konsensschätzungen für Gewinn und Umsatz, angetrieben durch eine starke Performance in Nordamerika, die internationale Schwächen ausglich. Trotz der positiven Zahlen zeigte die Aktie nach der Veröffentlichung Volatilität.
Lamb Weston übertrifft Erwartungen im dritten Quartal
Am 1. April 2026 gab JPMorgan bekannt, dass Lamb Weston Holdings, ein globaler Hersteller und Vermarkter von Tiefkühlkartoffelprodukten, im dritten Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) erzielt hat, der die Erwartungen übertraf. Das Unternehmen meldete ein bereinigtes EPS von 72 Cent gegenüber einem Konsens von 61 Cent. Der Umsatz erreichte 1,56 Milliarden US-Dollar und lag damit über der Konsensschätzung von 1,49 Milliarden US-Dollar.
CEO Mike Smith führte die Ergebnisse auf die anhaltende Stärke in Nordamerika und eine disziplinierte Ausführung zurück. Das Volumenwachstum wurde maßgeblich durch das Nordamerika-Segment getragen, zusätzlich profitierte das Unternehmen von einem positiven Währungseffekt in Höhe von 47,4 Millionen US-Dollar. Lamb Weston ist bekannt für seine Tiefkühlkartoffelprodukte, die unter anderem an Restaurantketten und Einzelhändler weltweit geliefert werden.
Nordamerika als Wachstumstreiber, internationale Herausforderungen bleiben
Die über den Erwartungen liegende Performance in Nordamerika war laut JPMorgan der Haupttreiber für den Gewinn-Beat und konnte internationale Schwächen, höhere Zinsaufwendungen und Steuereffekte kompensieren. CEO Smith betonte die fortlaufenden Bemühungen, Angebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen und das wettbewerbsintensive internationale Umfeld zu managen.
Analysten von Barclays wiesen darauf hin, dass der Weg für Lamb Weston weiterhin herausfordernd sei, insbesondere im internationalen Segment. Dort kämpfe das Unternehmen mit Überkapazitäten und einem schwachen Verkehrsaufkommen in weiten Teilen Europas. Der Ausblick des Unternehmens berücksichtigt Währungsvorteile, Zolleffekte, anhaltende Störungen in Teilen des Nahen Ostens sowie die Einbeziehung einer 53. Woche im Geschäftsjahr 2026.
Angepasste Prognosen und Analystenreaktionen
Lamb Weston hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 6,45 Milliarden bis 6,55 Milliarden US-Dollar eingegrenzt, von zuvor 6,35 Milliarden bis 6,55 Milliarden US-Dollar. Der Konsens lag bei 6,53 Milliarden US-Dollar. Auch die Prognose für das bereinigte EBITDA wurde auf 1,08 Milliarden bis 1,14 Milliarden US-Dollar von zuvor 1 Milliarde bis 1,2 Milliarden US-Dollar angepasst.
JPMorgan interpretierte die Verengung und Anhebung des Mittelpunkts der EBITDA-Prognose als Signal für eine Stabilisierung im nordamerikanischen Markt und besser vorhersehbare internationale Belastungen. Allerdings lag der Mittelpunkt der revidierten EBITDA-Spanne laut Fiscal.ai unter den Markterwartungen von 1,11 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen plant zudem Investitionsausgaben (Capex) von 400 Millionen US-Dollar und strebt an, sein Kostensenkungsziel von mindestens 250 Millionen US-Dollar bis Ende 2028 zu übertreffen.
Volatilität der Aktie und unterschiedliche Analystenmeinungen
Trotz der positiven Quartalsergebnisse erlebte die Aktie von Lamb Weston einen Rückgang von 9% nach der Veröffentlichung, den stärksten seit Dezember 2025. JPMorgan stellte fest, dass die Aktie trotz der "konstruktiv aufgenommenen" Zahlen Volatilität zeigte. Die Analystenmeinungen sind gemischt: Von neun Analysten empfehlen drei "Kaufen" und sechs "Halten", was einem "Moderate Buy"-Rating entspricht.
JPMorgan behielt sein "Neutral"-Rating für die Aktie bei. BNP Paribas stufte die Aktie von "Neutral" auf "Hold" herab und senkte das Kursziel am 2. April 2026 von 48 US-Dollar auf 41 US-Dollar. Barclays behielt zwar sein "Overweight"-Rating bei, reduzierte jedoch das Kursziel am selben Tag von 55 US-Dollar auf 46 US-Dollar, unter Verweis auf die bescheidene Aufwärtskorrektur der Prognose trotz des dritten Quartals in Folge mit übertroffenen Schätzungen. BofA Securities, das Lamb Weston als Lieferanten von McDonald's identifiziert, bewertete die Q3-Ergebnisse als "solide", verwies aber auf kurzfristige Gegenwinde und ein schwieriges Restaurantumfeld. BofA behielt ein "Neutral"-Rating bei und senkte das Kursziel von 49 US-Dollar auf 47 US-Dollar. Interessanterweise sprang die Einzelhandelsstimmung um LW von "neutral" auf "bullish" bei "extrem hohem" Nachrichtenvolumen.