
Märkte im Sturm: Trumps Zölle, Grönland und rezessionsresistente Aktien
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Die Finanzmärkte stehen erneut unter Druck, da US-Präsident Donald Trump neue Zolldrohungen gegen europäische Länder ausgesprochen hat, die eng mit seiner Forderung nach dem Kauf Grönlands verknüpft sind. Diese Entwicklung lässt die Rezessionsrisiken steigen und führt zu einer erhöhten Vorsicht bei Anlegern, die nun nach Strategien zum Schutz ihrer Portfolios suchen.
Handelskonflikt eskaliert: Trumps Grönland-Forderung und neue Zölle
Präsident Donald Trump kündigte am Wochenende an, dass mehrere europäische Länder mit neuen Zöllen belegt werden. Diese Zölle sollen ab dem 1. Februar 10 % betragen und ab Juni auf 25 % ansteigen, sofern keine Einigung über den Kauf Grönlands durch die Vereinigten Staaten erzielt wird. Trump argumentiert, dass die Kontrolle über das autonome dänische Territorium für die nationale Sicherheit der USA unerlässlich sei.
Als Reaktion auf Trumps Haltung haben Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland Militärtruppen in die Region entsandt. Obwohl dieser Schritt weitgehend symbolisch erscheint, scheint er Trumps Reaktion ausgelöst zu haben, da er die beteiligten Länder als "sehr gefährlich" agierend betrachtet.
Die europäischen Regierungen lehnen den Verkauf Grönlands weiterhin entschieden ab und bereiten eine koordinierte Antwort auf die neuen US-Zölle vor, die in etwa zehn Tagen in Kraft treten sollen. Der Handelskonflikt ist somit auf dramatische Weise zurückgekehrt, und die Finanzmärkte reagieren umgehend.
Märkte unter Druck: Rezessionsrisiken steigen
Ein umfassender Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Europa würde die Rezessionsrisiken erheblich erhöhen. Dies hätte ernste Konsequenzen für die Märkte, insbesondere angesichts überzogener Bewertungen in einigen Sektoren und eines nachlassenden Anlegervertrauens in populäre Themen wie Künstliche Intelligenz (KI).
Die europäischen Märkte starteten bereits am Montag mit Druck in die Woche, wobei der Stoxx 50 um 1,77 % fiel. Auch die US-Aktienmärkte werden nach dem dreitägigen Feiertag am Dienstag voraussichtlich deutliche Verluste verzeichnen. Die Futures des S&P 500 für März 2026 fielen am Sonntagabend um 82 Punkte (-1,18 %) auf 6.894,75, was das Risiko einer sichtbaren Abwärtslücke bei der Eröffnung am Dienstag erhöht.
Feiertagsbedingte Schließungen wirken oft als Druckpunkte für die Futures-Märkte, da reduzierte Liquidität und fehlende Arbitragemöglichkeiten die Anlegerangst direkter zum Ausdruck bringen. Währenddessen signalisiert die Stärke von Gold, das letzte Woche ein Intraday-Hoch von 4.643,07 US-Dollar erreichte und bei 4.595,42 US-Dollar schloss, eine steigende Inflationsangst.
Markt in Transition: Sektorrotation und begrenzte Abwärtsbewegung
Trotz erhöhter Unsicherheit zeigte der S&P 500 in der vergangenen Woche nur eine geringfügige Veränderung und schloss mit einem Minus von 26 Punkten (-0,38 %). Unter der Oberfläche waren die Handelsbedingungen jedoch dynamischer, mit mehreren deutlichen Eröffnungslücken und einem bemerkenswerten Ausverkauf Mitte der Woche am Mittwoch, dem 14. Januar, der jedoch vor Wochenschluss wieder aufgeholt wurde.
Dieses Muster deutet darauf hin, dass, obwohl die Überzeugung der Anleger nachgelassen hat, die Abwärtsbewegung vorerst begrenzt bleibt. Das Preisverhalten spiegelt einen Markt im Übergang wider, anstatt einen, der in einen anhaltenden Abschwung eintritt. Die Volatilität hat intraday zugenommen, jedoch ohne die kaskadierende Liquidation, die typischerweise mit systemischem Stress verbunden ist.
Ein prägendes Merkmal des jüngsten Handels ist die intraday Sektorrotation, insbesondere aus Mega-Cap-Technologieaktien in andere Marktbereiche. Dies ist nicht destabilisierend, sondern spiegelt eine Neukalibrierung des Risikos wider, da die Bewertungen hoch bleiben und die makroökonomische Unsicherheit wächst. Finanzwerte, Industriewerte, Gesundheitswesen und ausgewählte Konsumgüteraktien zeigten Phasen relativer Stärke.
Schutz vor Turbulenzen: Rezessionsresistente Aktien finden
In diesem Umfeld ist es sinnvoll, Portfolios durch den Fokus auf Aktien zu schützen, die in Marktstressphasen oder sogar Rezessionen tendenziell besser abschneiden. Der vordefinierte Investing.com "Recession-Resistant Stocks"-Screener bietet hierfür nützliche Werkzeuge.
Dieser Screener identifiziert zunächst 36 US-Aktien, die ein rezessionssicheres Profil aufweisen. Um die vielversprechendsten Gelegenheiten zu finden, wurde die Suche weiter verfeinert. Dabei kam der InvestingPro Fair Value zum Einsatz, der verschiedene gängige Bewertungsmodelle kombiniert.
Anschließend wurden Aktien ausgewählt, die auf Basis dieser Fair-Value-Schätzung ein Aufwärtspotenzial von mehr als 25 % aufweisen. Dies führte zu einer Liste von acht US-Aktien, die derzeit zwischen 25,7 % und 90 % unterbewertet sind und gleichzeitig ein Profil aufweisen, das auf eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Rezessionen hindeutet.
Der Investing.com Screener bietet zudem weitere vorkonfigurierte Suchen, die es ermöglichen, Aktien basierend auf verschiedenen Sektorstrategien oder Anlagethemen wie defensiven Aktien, Small-Cap-Unternehmen oder dividendenstarken Titeln zu finden. Einige dieser vorkonfigurierten Suchen sind exklusiv für InvestingPro PRO+-Abonnenten verfügbar.
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