Medizin-Tourismus: Wie US-Bürger im Ausland Tausende bei der Gesundheit sparen

Medizin-Tourismus: Wie US-Bürger im Ausland Tausende bei der Gesundheit sparen

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Immer mehr US-Bürger wenden sich dem Medizin-Tourismus zu, um den hohen Gesundheitskosten und der komplexen Versicherungsbürokratie in ihrer Heimat zu entgehen. Die 27-jährige Krankenschwester Jordynn Ison aus Ohio ist ein prominentes Beispiel für diesen wachsenden Trend und erhält die meisten ihrer Gesundheitsleistungen mittlerweile im Ausland. Sie kombiniert Reisen mit medizinischen Terminen und spart dabei Tausende von Dollar.

Jordynn Isons Weg zur Gesundheitsversorgung im Ausland

Jordynn Ison, eine Krankenschwester und Solo-Reisende, hat sich entschieden, ihre medizinischen Termine in ihre Reisepläne zu integrieren. Nachdem sie bis zum Alter von 26 Jahren über die Versicherung ihrer Eltern abgesichert war und kurzzeitig eine Arbeitgeberversicherung in Ohio hatte, wechselte sie zu einer internationalen Krankenversicherung. Diese kostet sie 50 US-Dollar pro Monat und deckt ihre Grundversorgung in 180 Ländern ab.

Die 27-Jährige, die Länder wie Vietnam, Türkei, Australien, Indonesien, Südkorea, Thailand und Japan bereist hat, berichtet, dass sie kleinere Leistungen wie Laboruntersuchungen oder Zahnreinigungen oft direkt aus eigener Tasche bezahlt. In Orten wie Bali belaufen sich diese Kosten auf lediglich 15 bis 20 US-Dollar. Vorsorgeuntersuchungen und grundlegende Tests kosten in asiatischen Ländern typischerweise weniger als 50 US-Dollar.

Erhebliche Kostenersparnisse und schnelle Termine

Die finanziellen Vorteile sind beträchtlich: Eine kürzlich durchgeführte Zahnkronenbehandlung in Thailand kostete Ison 500 US-Dollar, was etwa der Hälfte des durchschnittlichen US-Preises entspricht. Sie betont, dass die Pflege im Ausland nicht nur günstiger, sondern oft auch einfacher zu organisieren ist. Termine können wesentlich schneller vereinbart werden als in Ohio.

Jordynn Ison ist überzeugt von der Qualität der Versorgung im Ausland. Sie sagt: "Ich wünschte, die Leute würden erkennen, wie viel einfacher es wirklich ist. Ich glaube, manche Leute haben Angst, weil sie denken, dass die Versorgung nicht gut sein kann, wenn sie die Sprache nicht sprechen und in einem anderen Land sind. Ehrlich gesagt, ist meine Erfahrung genau das Gegenteil."

Der wachsende Trend des Medizin-Tourismus

Jordynn Ison ist Teil einer wachsenden Gruppe von Amerikanern, die Gesundheitsleistungen im Ausland in Anspruch nehmen. Der Medizin-Tourismus gewinnt an Zugkraft, da Menschen aller Altersgruppen nach Wegen suchen, um hohe Arztrechnungen und die Komplexität der US-Versicherungssysteme zu umgehen. Der internationale Krankenversicherungsmarkt wird voraussichtlich von fast 32 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 ansteigen, wobei Nordamerikaner den größten Anteil ausmachen.

Millionen von Amerikanern reisen laut dem Centers for Disease Control (CDC) in Länder wie Mexiko und die Karibik für eine Vielzahl von Behandlungen, von Schönheitsoperationen bis hin zur Krebsbehandlung. Neben Ison nutzen auch andere Reisende diesen Trend:

  • Charlene Wiyarand (31) ließ eine Nasenkorrektur in Südkorea für 13.000 US-Dollar durchführen, verglichen mit 30.000 US-Dollar in Beverly Hills.
  • Akaisha Kaderli (Anfang 70), eine Rentnerin, verfolgte eine Brustkrebsbehandlung in Mexiko, Vietnam und Thailand. Sie zahlte 18.807 US-Dollar aus eigener Tasche, um ihre Rentenersparnisse zu schonen, anstatt das Medicare Advantage Programm in den USA zu nutzen.
  • Cara West (34) und ihre Familie flogen für Vorsorgeuntersuchungen in die Türkei und ziehen in Erwägung, dauerhaft in Griechenland zu leben, auch wegen der günstigeren Medizin.

Risiken und Vorsichtsmaßnahmen

Obwohl die Vorteile des Medizin-Tourismus offensichtlich sind, gibt es laut Ison auch Risiken bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen außerhalb der USA. Sie betont, dass sie vor der Buchung sorgfältig Klinikbewertungen liest und recherchiert, welche Anbieter Englisch sprechen. Diese gründliche Recherche ist ein wiederkehrendes Thema bei Reisenden, die die Leichtigkeit der internationalen Buchung und die niedrigen Preise schätzen.

Jordynn Ison ist sich nicht sicher, ob sie jemals dauerhaft ins Ausland ziehen wird, plant aber, das Reisen und den Medizin-Tourismus in absehbarer Zeit nicht aufzugeben. Ihre jüngste Reise umfasste Wanderungen und Camping in Guatemala.

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