Meta vollzieht Strategiewechsel: Metaverse wird mobil, Fokus auf Smart Glasses

Meta vollzieht Strategiewechsel: Metaverse wird mobil, Fokus auf Smart Glasses

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Meta vollzieht eine signifikante strategische Neuausrichtung seines Metaverse-Projekts. Das Unternehmen verlagert den Schwerpunkt von Horizon Worlds, seiner immersiven virtuellen Begegnungszone, von Virtual-Reality-Headsets auf mobile Plattformen. Diese Entscheidung folgt auf Milliardenverluste in der VR-Sparte und umfangreiche Umstrukturierungen.

Horizon Worlds: Der Weg zum mobilen Metaverse

Meta hat angekündigt, den Fokus von Horizon Worlds "fast ausschließlich auf mobile" Plattformen zu verlagern. Samantha Ryan, Vice President of Content bei Reality Labs, erklärte in einem Blogbeitrag, dass man bereits im letzten Jahr mit Worlds als mobiler Plattform experimentiert und positive Dynamik festgestellt habe. Ziel sei es nun, "das Spiel wirklich zu verändern und einen viel größeren Markt zu erschließen", indem man "voll auf Mobile setzt".

Dieser Schritt bedeutet eine deutliche Abkehr von Metas ursprünglichen VR-Ambitionen für Horizon Worlds, das Ende 2021 als Flaggschiff-Metaverse-Erfahrung in VR gestartet wurde. Die Plattform wird nun "explizit von der Quest VR-Plattform getrennt". Auf mobilen Geräten wird Horizon Worlds gegen etablierte Wettbewerber wie Roblox und Fortnite antreten, die eher Gelegenheitsspieler ansprechen als VR-Enthusiasten mit Headsets.

Massive Umstrukturierungen in Reality Labs

Die Neuausrichtung ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung in Metas Reality Labs-Sparte, die für VR-Produkte und Smart Glasses zuständig ist und seit 2020 fast 80 Milliarden US-Dollar verbrannt hat. Im letzten Monat entließ Meta etwa 10 % der Reality Labs-Mitarbeiter, was rund 1.000 Arbeitsplätzen entspricht. Zudem wurden drei eigene VR-Gaming-Studios – Twisted Pixel Games, Sanzaru Games und Armature Studio – geschlossen.

Auch die Entwicklung neuer Inhalte für Supernatural, eine beliebte VR-Fitness-App, die Meta 2023 erworben hatte, wurde eingestellt. Bereits 2024 hatte Meta das Studio Ready at Dawn geschlossen, den Entwickler von Echo VR. Diese Maßnahmen deuten auf eine deutliche Reduzierung von Metas Ambitionen im Bereich High-End-VR-Gaming hin.

Das Ende von Horizon Workrooms

Ein weiterer Bestandteil der strategischen Anpassung ist die Einstellung von Horizon Workrooms, Metas Metaverse-Produkt für die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz. Ab dem 16. Februar 2026 werden Nutzer keinen Zugriff mehr auf Workrooms haben, und alle damit verbundenen Daten werden gelöscht. Horizon Workrooms wurde 2021, zwei Monate vor Metas Umbenennung, eingeführt.

Zusätzlich wird Meta ab dem 20. Februar 2026 den Verkauf seiner Headsets und Software-as-a-Service-Angebote für Unternehmen, einschließlich "Meta Horizon managed service und kommerzielle SKUs von Meta Quest", einstellen. Kunden können jedoch bis zum 4. Januar 2030 weiterhin auf Meta Horizon Managed Services für Meta Quest 3 und 3S zugreifen, wobei die Lizenzen nach dem 16. Februar 2026 kostenlos sein werden.

Zukunftsaussichten: Smart Glasses und KI

Trotz der Abkehr vom VR-zentrierten Metaverse bekräftigt Meta sein Engagement für VR-Hardware und die Unterstützung von Drittanbieter-Entwicklern. Samantha Ryan verwies auf eine "robuste Roadmap zukünftiger VR-Headsets, die auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten sind". Im Jahr 2025 investierte Meta fast 150 Millionen US-Dollar in VR-Entwicklerplattformen, und beliebte Spiele wie "The Thrill of the Fight 2", "Hard Bullet" und "UG" erzielten "Millionen" an Einnahmen. Es wird jedoch festgestellt, dass 86 % der Zeit, die Nutzer in Metas Headsets verbringen, in Drittanbieter-Apps und nicht in Metas eigenen Anwendungen verbracht wird.

Der zukünftige Fokus liegt klar auf Smart Glasses und Künstlicher Intelligenz (KI). CEO Mark Zuckerberg bezeichnete KI-Brillen als "einen Moment, der der Ankunft von Smartphones ähnelt". Er kündigte an, dass der Großteil der "neuen" Forschung und Entwicklung sowie des Kapitals für 2026 in die KI-Berechnung für Brillen fließen wird. Meta plant, "starke Investitionen in Brillen und Wearables" zu tätigen, um "VR zu einem profitablen Ökosystem zu machen". Die Meta Ray-Ban Display Smart Glasses waren ein Highlight im Jahr 2025, und das Unternehmen hat bereits die nächste Generation der Meta Ray-Ban Display, Ray-Ban Meta (Gen 2) und Oakley Meta Vanguard Specs vorgestellt.

Finanzielle Realität und Investitionen

Die Reality Labs-Sparte verzeichnete im vierten Quartal einen Verlust von 6,02 Milliarden US-Dollar bei Einnahmen von 955 Millionen US-Dollar. Dies steht im Kontrast zu Metas Gesamtumsatz, der im vierten Quartal 59,89 Milliarden US-Dollar und im Gesamtjahr 200,97 Milliarden US-Dollar betrug, was einem Anstieg von 24 % bzw. 22 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Erfolg wird jedoch hauptsächlich durch das Werbegeschäft von Meta getragen.

Die strategische Neuausrichtung hin zu mobilen Plattformen für Horizon Worlds und die verstärkte Investition in Smart Glasses und KI-Technologien signalisieren Metas Versuch, die hohen Verluste in der Reality Labs-Sparte zu adressieren und neue Wachstumschancen in einem breiteren Markt zu erschließen. CTO Andrew Bosworth deutete diese Strategieänderung an, indem er berichtete, dass das Horizon-Team "die besten Horizon-Erlebnisse und KI-Creator-Tools auf mobile Geräte bringen" werde.

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