Michael Burry: Bitcoin "wertlos" und schlimmer als Tulpenmanie

Michael Burry: Bitcoin "wertlos" und schlimmer als Tulpenmanie

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Der renommierte Investor Michael Burry, bekannt für seine Vorhersage des Immobilienmarktcrashs vor fast zwei Jahrzehnten, hat seine langjährige Kritik an Bitcoin (CRYPTO: BTC) erneut bekräftigt. Er vergleicht die Kryptowährung mit der berüchtigten Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts und bezeichnet sie als "wertlos", wobei er die Spekulation und die Normalisierung von Bewertungen, die seiner Meinung nach von der Realität abgekoppelt sind, scharf verurteilt.

Michael Burry: Ein bekannter Kritiker der Spekulation

Michael Burry, dessen Geschichte im Buch und Film "The Big Short" verewigt wurde, gehört zu den Investoren, die Bitcoin für zum Scheitern verurteilt halten. Seine jüngsten Äußerungen fallen in eine Zeit, in der er nach einer zweijährigen Stille wieder verstärkt öffentlich auftritt. Burry hat in den letzten Wochen auch bärische Positionen gegen KI-Unternehmen wie Nvidia und Palantir offengelegt und Tesla als absurd überteuert bezeichnet.

Er schlägt Alarm bezüglich einer wachsenden Blase in verschiedenen Risikoanlagen, wobei Bitcoin für ihn ein Paradebeispiel für diese unhaltbare Überschwänglichkeit ist. Burrys Kritik an Bitcoin ist dabei nicht neu; er äußert seine Skepsis bereits seit dem letzten Zyklus der Kryptowährung.

Bitcoin und die Tulpenmanie: Eine historische Parallele?

Die Tulpenmanie in Holland im 17. Jahrhundert gilt als klassisches Beispiel für eine Spekulationsblase, bei der die Nachfrage nach Tulpenzwiebeln außer Kontrolle geriet, bevor sie schließlich zusammenbrach. Obwohl einige Historiker die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Blase anzweifeln, wird sie weithin als Warnung vor den Gefahren der Spekulation herangezogen.

Michael Burry zieht diese Parallele zu Bitcoin, sieht jedoch eine entscheidende Ausnahme: "Es ist schlimmer als eine Tulpenzwiebel, weil dies so viel kriminelle Aktivität ermöglicht hat, die tief unter die Oberfläche gegangen ist." Bitcoin wurde mit vielen Betrügereien in Verbindung gebracht und ist ein beliebtes Mittel für Kriminelle, um Geld zu transferieren. Burrys Hauptargument ist, dass die Bewertung von Bitcoin unhaltbar ist und absurde Niveaus erreicht hat, weshalb er es mit der Tulpenmanie vergleicht.

Während man argumentieren kann, dass Bitcoin ein hochspekulatives Asset ist und somit Ähnlichkeiten mit der Spekulation um Tulpenzwiebeln aufweist, enden dort die Gemeinsamkeiten. Bitcoin steigt seit mehr als einem Jahrzehnt, während die Tulpenblase nur wenige Jahre (zwischen 1634 und 1637) dauerte.

"Wertlos" und "lächerlich": Burrys scharfe Worte

In einem Podcast mit "The Big Short"-Autor Michael Lewis beschrieb Burry Bitcoin als "nichts wert". Er kritisierte, wie normalisierte Bewertungen von Bitcoin im Finanzbereich geworden sind. "Ich denke, dass Bitcoin bei 100.000 Dollar das lächerlichste ist", sagte er. "Vernünftige Leute sitzen im Fernsehen und reden über Bitcoin, sie sagen beiläufig: 'Es sind 100.000, jetzt ist es runter, es sind 98.000.' Es ist nichts wert. Jeder hat es akzeptiert. Es ist die Tulpenzwiebel unserer Zeit."

Burry lehnt Bitcoin als "digitales Gold" ab und betont, dass er selbst seit 2005 Gold besitzt. In seinem Rahmenwerk beruht der wahrgenommene Wert von Bitcoin auf sozialem Konsens und Leverage, während es gleichzeitig einen mächtigen Kanal für illegale Geldflüsse darstellt, anstatt produktive Kapitalbildung zu fördern.

Spekulation und das "Greater Fool Theory"-Prinzip

Auch wenn Bitcoin nicht identisch mit der relativ kurzlebigen Tulpenblase ist, sind die Lehren aus der Spekulation sehr relevant. Spekulation läuft im Wesentlichen auf die "Greater Fool Theory" hinaus: Der Hauptgrund für den Kauf eines Vermögenswerts ist die Hoffnung, dass jemand Dümmeres als man selbst in Zukunft mehr Geld dafür bezahlen wird. Dies basiert nicht auf Fundamentaldaten oder logischen Gründen, außer vielleicht einem Chartmuster.

Burry warnte bereits im Februar 2021, als BTC nahe seinem damaligen Rekordhoch war, dass "BTC eine Spekulationsblase ist, die mehr Risiko als Chance birgt". Im Juni 2021, als Meme-Aktien und Kryptowährungen gemeinsam in die Höhe schossen, beschrieb er das Umfeld als die "größte Spekulationsblase aller Zeiten in allen Dingen" und schloss Kryptowährungen explizit in seine Warnung vor einem "Crash der Mutter aller Crashes" ein.

Divergierende Marktsignale und institutionelle Perspektiven

Die Diskussion um die Rolle von Bitcoin in der breiteren Finanzlandschaft wurde durch die Einschätzung von Jack Caffrey, Portfoliomanager bei JPMorgan, weiter intensiviert. Caffrey hob die Nützlichkeit von Bitcoin als Indikator für die Risikostimmung hervor. Er bemerkte eine jüngste Entkopplung zwischen Bitcoin und Gold, wobei die anhaltende Schwäche von Bitcoin und der gleichzeitige Anstieg von Gold Fragen zur zunehmenden Marktidentität des Assets aufwerfen.

Caffrey vermutet, dass dieser Trend auf verschiedene Gründe zurückzuführen sein könnte, darunter die Positionierung von Anlegern für eine Umkehrung der Zinskurve, die für Gold günstig sein könnte. Er verwies auf unterschiedliche Entwicklungen bei Aktien, wie die Führung von interaktiven Medienunternehmen wie Alphabet und die Stärke von Pharmaunternehmen wie Johnson & Johnson. Diese widersprüchlichen Botschaften verdeutlichen laut Caffrey die größere Unsicherheit, die Anleger zum Jahresende zu entschlüsseln versuchen.

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