
MicroStrategy und Bitcoin: Coinbase-Manager verteidigt Saylor gegen Verkaufsgerüchte
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John D’Agostino, Leiter der institutionellen Strategie bei Coinbase, hat sich jüngst zur aktuellen Marktvolatilität geäußert und dabei Michael Saylor sowie MicroStrategy gegen Gerüchte über einen erzwungenen Bitcoin-Verkauf verteidigt. Dies geschieht, während MicroStrategys umfangreiche Bitcoin-Bestände derzeit unter dem Einstandspreis liegen und auch Coinbase selbst mit Herausforderungen konfrontiert ist.
Coinbase-Manager verteidigt MicroStrategy
D’Agostino betonte in einem CNBC-Interview am Dienstag, dass der Rückgang im Kryptomarkt zwar in Dollar-Beträgen erheblich erscheine, prozentual gesehen jedoch eine typische Volatilität für Kryptowährungen darstelle. Angesprochen auf MicroStrategy (NASDAQ:MSTR), dessen Bitcoin-Bestände von Coinbase als primärem Verwahrer betreut werden, erklärte D’Agostino: „Ich habe keine Beweise gesehen, dass Saylor nicht die Wahrheit sagt.“ Damit wies er Gerüchte über einen erzwungenen Verkauf beim weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Halter zurück.
MicroStrategys Bitcoin-Bestand unter der Lupe
MicroStrategy hält aktuell 717.131 BTC zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 76.027 US-Dollar pro Coin. Da Bitcoin (CRYPTO: BTC) derzeit nahe 68.000 US-Dollar gehandelt wird, liegen die Bestände des Unternehmens rechnerisch unter Wasser. Trotz dieser Situation äußerte Michael Saylor am 10. Februar gegenüber CNBC, dass Befürchtungen einer erzwungenen Liquidation „unbegründet“ seien. Er verwies auf Barreserven aus Dividenden, die für 2,5 Jahre zur Schuldentilgung ausreichen.
Phong Le, CEO von MicroStrategy, bekräftigte diese Aussage diese Woche gegenüber Bloomberg. Eine Liquidation würde demnach nur ausgelöst, wenn Bitcoin um 90 % abstürzen und fünf Jahre lang auf diesem Niveau verharren würde – ein Szenario, das er als „extrem unwahrscheinlich“ bezeichnete.
Volatilität als Normalität im Kryptomarkt
D’Agostino erinnerte bereits im November daran, dass Bitcoin historisch gesehen Rückgänge von 70-80 % überstanden hat, bevor es zu mehrjährigen Rallyes kam. Er kommentierte: „Wenn Sie diesen Vermögenswert mögen, sollten Sie ihn auch zu einem Rabatt mögen.“ Diese Perspektive unterstreicht die inhärente Volatilität des Kryptomarktes als Teil seines Entwicklungszyklus.
Marktstimmung und Coinbase's eigene Herausforderungen
Die Marktteilnehmer verfolgen die Situation genau. Auf Polymarket preisen Wetter derzeit eine 12%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass MicroStrategy bis Jahresende Bitcoin verkauft, wobei über 20 Millionen US-Dollar auf dieses Ergebnis gewettet wurden.
D’Agostinos Verteidigung von MicroStrategy erfolgt, während sein eigenes Unternehmen, Coinbase (NASDAQ:COIN), mit Gegenwind zu kämpfen hat. Die Ergebnisse des vierten Quartals von Coinbase verfehlten wichtige Kennzahlen. Infolgedessen senkte Piper Sandler sein Kursziel für COIN von 270 US-Dollar auf 150 US-Dollar.