
Naher Osten: Israels Schläge gegen Iran treiben Öl- und Aluminiumpreise
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Die Spannungen im Nahen Osten haben sich dramatisch zugespitzt, nachdem Israel am Mittwoch, den 18. März 2026, die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmail Khatib bekannt gab. Dies ist das dritte Attentat auf einen hochrangigen iranischen Beamten innerhalb von nur zwei Tagen, was weitreichende wirtschaftliche und geopolitische Folgen nach sich zieht und die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Die Ölpreise sind bereits deutlich gestiegen, und die Sorge um die globale Energieversorgung wächst.
Eskalation der Angriffe auf iranische Führungspersönlichkeiten
Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) erklärten am Mittwoch, Esmail Khatib sei bei einem "gezielten Schlag" in Teheran getötet worden. Zuvor hatte Israel am Dienstag, den 17. März 2026, bereits die Tötung des obersten iranischen Sicherheitsbeamten Ali Larijani und des Kommandeurs der Basij-Kräfte, Gholamreza Soleimani, gemeldet. Die iranische Justiznachrichtenagentur bestätigte später die Tötung Soleimanis, und der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran bestätigte den Tod Larijanis zusammen mit seinem Sohn Morteza Larijani, dem Leiter seines Büros, Alireza Bayat, und mehreren Wachen.
Verteidigungsminister Israel Katz betonte, Israels Politik sei "klar und unmissverständlich: Niemand im Iran hat Immunität, und jeder ist ein Ziel." Er und Premierminister Benjamin Netanjahu hätten dem israelischen Militär die ständige Genehmigung erteilt, weitere hochrangige iranische Beamte ohne Einzelfallgenehmigung zu eliminieren. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte nach der Bestätigung von Larijanis Tod, die Regierung des Iran sei nicht von einer einzelnen Person abhängig.
Die Rolle von Esmail Khatib und Israels Begründung
Esmail Khatib wurde 2021 vom verstorbenen Obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, ernannt, der am 28. Februar zu Beginn des Krieges bei Angriffen auf hochrangige iranische Beamte getötet wurde. Die IDF beschrieb Khatib als eine Schlüsselfigur, die eine bedeutende Rolle bei den jüngsten Protesten im Iran spielte, einschließlich der Verhaftung und Tötung von Demonstranten. Ihm wurden zudem terroristische Aktivitäten gegen Israelis und Amerikaner weltweit vorgeworfen, sowie Operationen gegen iranische Bürger während der Mahsa-Amini-Proteste (2022–2023).
Nach Einschätzung israelischer Militäranalysten galt Khatib als eine vertraute Figur, die dem neuen Obersten Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, nahestand. Er hatte am einflussreichen Seminar in Qom graduiert und unter dem verstorbenen Obersten Führer Ali Khamenei studiert, trug den Titel "Beweis des Islam" und verfügte über jahrzehntelange Erfahrung im zivilen Geheimdienst. Die US-Regierung hatte am Freitag ein Kopfgeld von 10 Millionen US-Dollar für Informationen über den neuen Obersten Führer des Iran und andere hochrangige Beamte, einschließlich Khatib, ausgesetzt.
Wirtschaftliche Auswirkungen des Konflikts
Die Eskalation des Konflikts hat bereits spürbare Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte und Lieferketten:
- Ölpreise: Der Preis für Brent-Rohöl, der internationale Standard, verharrte am Mittwoch, den 18. März 2026, hartnäckig über 100 US-Dollar pro Barrel. Dies entspricht einem Anstieg von über 40 % seit Beginn des Krieges am 28. Februar.
- **Straße von Hormus:** Iran hält die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, weiterhin unter Kontrolle. Dies hat die meisten Schiffe abgeschreckt und zu wachsenden Bedenken hinsichtlich einer globalen Energiekrise geführt. Frankreich hat seine Bereitschaft signalisiert, den USA bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen, jedoch nicht, solange Drohnen und Raketen fliegen.
- Aluminiumpreise: Die Aluminiumpreise sind stark angestiegen, da der Konflikt die Lieferungen im Nahen Osten beeinträchtigt.
- Iranische Vergeltung: Iran hat als Reaktion auf die Angriffe seine Golfnachbarn attackiert und Schiffe ins Visier genommen, die versuchen, die Straße von Hormus zu passieren. Zudem wurden die Energieinfrastruktur seiner arabischen Golfnachbarn sowie Militärbasen angegriffen, um die Ölpreise in die Höhe zu treiben und Druck auf Washington auszuüben.
- Nukleare Sicherheit: Der Atomkraftwerkskomplex Buschehr wurde in der Nacht zuvor von einem Projektil getroffen. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) meldete jedoch keine Verletzungen und keinen Schaden am Kraftwerk und rief zu "maximaler Zurückhaltung während des Konflikts auf, um das Risiko eines Nuklearunfalls zu verhindern."
Weitere Entwicklungen und internationale Besorgnis
Während Iran die Tötung Khatibs noch nicht kommentiert hat, wurden in Teheran bereits Trauerfeiern für Ali Larijani und Gholamreza Soleimani abgehalten. Die Intensität der Angriffe im Iran erreicht laut Verteidigungsminister Israel Katz "ein neues Niveau". Gleichzeitig setzte Israel seine Angriffe auf die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon fort, wobei mehrere Wohngebäude in Beirut getroffen und mindestens ein Dutzend Menschen getötet wurden.
In Iran wurde ein Mann wegen Spionage für Israels Mossad hingerichtet. Zudem wurde ein Justizkomplex in Larestan, Provinz Fars, bei einem Luftangriff getroffen, wobei Mitarbeiter und Zivilisten getötet und verwundet wurden. Die USA und Israel werden für diesen Angriff verantwortlich gemacht. Die anhaltende Eskalation des Konflikts im Nahen Osten birgt weiterhin erhebliche Risiken für die globale Wirtschaft und die Stabilität der Region.
Erwähnte Persönlichkeiten
Esmail Khatib
Iranischer Geheimdienstminister
Ali Larijani
Sekretär Des Obersten Nationalen Sicherheitsrates
Gholamreza Soleimani
Basidsch-kommandeur
Morteza Larijani
Sohn Von Ali Larijani
Alireza Bayat
Leiter Seines Büros
Israel Katz
Israels Verteidigungsminister
Benjamin Netanjahu
Israelischer Premierminister
Abbas Araghchi
Außenminister Des Iran
Ayatollah Ali Khamenei
Oberster Führer