Nahost-Krieg eskaliert: US-Abzug aus Saudi-Arabien und Ölpreise über 110 US-Dollar

Nahost-Krieg eskaliert: US-Abzug aus Saudi-Arabien und Ölpreise über 110 US-Dollar

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Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat weitreichende Folgen: Die US-Regierung hat die Ausreise von nicht-essenziellen Mitarbeitern aus Saudi-Arabien angeordnet, während die Ölpreise über 110 US-Dollar pro Barrel gestiegen sind. Diese Entwicklungen spiegeln die zunehmende Instabilität in der Region wider, die auch die globalen Finanzmärkte beeinflusst.

US-Regierung ordnet Personalabzug aus Saudi-Arabien an

Am 9. März 2026 hat die US-Regierung nicht-essenziellen Regierungsmitarbeitern und deren Familienangehörigen die Ausreise aus Saudi-Arabien befohlen. Die US-Botschaft in Riad begründete diesen Schritt mit erhöhten Risiken durch bewaffnete Konflikte, Terrorismus sowie Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Jemen und dem Iran. Dies ist die erste derartige Anordnung Washingtons in Saudi-Arabien seit Beginn der militärischen Kampagne der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar.

Die Anordnung erfolgte, nachdem am Dienstag, dem 3. März 2026, die US-Botschaft in Riad von zwei Drohnen angegriffen wurde, was zu einem "begrenzten Brand" führte. Zuvor war bereits die US-Botschaft in Kuwait angegriffen und bis auf Weiteres geschlossen worden. Das US-Außenministerium hat zudem die Evakuierung von nicht-essenziellen Mitarbeitern und Familien aus Kuwait, Bahrain, Irak, Katar, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angeordnet. US-Bürger wurden aufgefordert, mehr als ein Dutzend Länder im Nahen Osten zu verlassen.

Ölpreise schießen über 110 US-Dollar

Die Ölpreise reagierten scharf auf die jüngsten Entwicklungen und stiegen am Montag, dem 9. März 2026, über 110 US-Dollar pro Barrel. Mehrere Energieproduzenten im Nahen Osten hatten zuvor Pläne zur Produktionskürzung angekündigt, was Ängste vor anhaltenden Versorgungsunterbrechungen schürte. West Texas Intermediate (WTI) sprang um etwa 30 % oder 27 US-Dollar auf 117 US-Dollar pro Barrel, während die globale Benchmark Brent um über 25 % auf 118 US-Dollar zulegte.

Das letzte Mal, dass die Ölpreise die Marke von 110 US-Dollar pro Barrel überschritten, war nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022. US-Präsident Donald Trump spielte den Preisanstieg in den sozialen Medien herunter und bezeichnete ihn als "einen sehr kleinen Preis", um die nukleare Bedrohung des Iran zu beseitigen. Iran drohte seinerseits, Ölstandorte in der Region anzugreifen, sollte Israel weiterhin seine Energieinfrastruktur attackieren, und warnte: "Wenn Sie Öl zu mehr als 200 US-Dollar pro Barrel tolerieren können, setzen Sie dieses Spiel fort."

Eskalation des Nahost-Konflikts

Der Krieg im Nahen Osten hat sich weiter ausgebreitet und intensiviert. Am 6. März 2026 stieg Rauch über den Stätten von Luftangriffen in einem zentralen Bereich der iranischen Hauptstadt Teheran auf. Auch der internationale Flughafen Mehrabad in Teheran wurde von Angriffen getroffen. Israel entsandte neue Bodentruppen in den Libanon, und in Teheran waren Explosionen zu hören.

Der Konflikt, der sich am vierten Tag befand, hat bereits Hunderte von Menschenleben gefordert, die überwiegende Mehrheit davon im Iran. Präsident Trump deutete an, dass der Krieg vier bis fünf Wochen dauern könnte, schloss aber auch eine längere Dauer nicht aus. Er ließ die Möglichkeit eines umfassenderen militärischen Engagements der USA offen und erwog Berichten zufolge den Einsatz von Spezialkräften am Boden, um Teherans waffenfähiges Uran zu beschlagnahmen.

Führungswechsel im Iran und internationale Reaktionen

Mojtaba Khamenei, der 56-jährige Sohn des verstorbenen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, wurde von der Expertenversammlung des Landes zum neuen religiösen und politischen Führer des Iran ernannt. Dies festigt die Kontrolle über die Iranischen Revolutionsgarden und andere Hardliner-Gruppen. Die Revolutionsgarden schworen dem neuen Obersten Führer schnell die Treue.

Israel hatte zuvor gewarnt, dass jeder Nachfolger Khameneis ein potenzielles Ziel sein würde. US-Präsident Donald Trump drohte, dass ein neuer Führer in Teheran "nicht lange halten" würde, wenn die Entscheidung ohne seine Zustimmung getroffen würde. Der iranische Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei begrüßte die Ankündigung als "Quelle der Freude und Hoffnung", während der Top-Sicherheitsbeamte Ali Larijani Khameneis Wahl als "vollkommen legal" bezeichnete.

Militärische Entwicklungen und Opferzahlen

Die militärischen Auseinandersetzungen fordern weiterhin Opfer. Das US-Militär bestätigte den siebten Kampftoten seit Beginn des Krieges, nachdem ein Soldat seinen Verletzungen erlag, die er bei einem Angriff in Saudi-Arabien während der ersten Welle iranischer Vergeltungsschläge erlitten hatte. Die sechs anderen US-Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff auf ihre Basis in Kuwait getötet.

Israel meldete fünf Tote bei einem Angriff auf ein Hotel in Beirut, darunter drei Kommandeure der Iranischen Revolutionsgarden. Nach Angaben der Iranischen Roten Halbmondgesellschaft wurden bei den US-israelischen Angriffen mindestens 787 Menschen im Iran getötet. In Israel, wo iranische Raketen mehrere Orte trafen, starben 11 Menschen. Die vom Iran unterstützte militante Gruppe Hisbollah griff ebenfalls Israel an, dessen Vergeltungsschläge 52 Menschen im Libanon töteten. Drei Menschen wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten getötet, jeweils einer in Kuwait und Bahrain. Der israelische Militärchef warnte, dass der Ausnahmezustand des Landes "viel länger" andauern könnte.

Globale Auswirkungen und diplomatische Bemühungen

Die Eskalation des Konflikts hatte auch Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte. Die Aktienmärkte in Südkorea und Japan fielen am Montag im frühen Handel stark, nachdem die Ölpreise zum ersten Mal seit fast vier Jahren über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen waren.

Auf diplomatischer Ebene sprach der französische Präsident Emmanuel Macron mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian und drängte auf eine Einstellung der Angriffe auf andere Länder in der Region. Dies war der erste bekannte Kontakt eines westlichen Führers mit Pezeshkian seit Beginn des Krieges. Tausende von Demonstranten gingen weltweit auf die Straßen, um den Internationalen Frauentag zu begehen und den Krieg im Nahen Osten anzuprangern.