
NHTSA untersucht GM-Motoren: Fast 600.000 Fahrzeuge betroffen
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat eine Untersuchung gegen General Motors Co. (NYSE:GM) eingeleitet, die fast 600.000 Fahrzeuge betrifft. Hintergrund sind Berichte über Motorschäden und -ausfälle, die nach einer früheren Rückrufaktion auftraten.
NHTSA untersucht Motorprobleme bei fast 600.000 GM-Fahrzeugen
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat am Montag eine offizielle Untersuchung gegen General Motors gestartet. Im Fokus stehen 597.571 Fahrzeuge, die mit dem L87 6.2L V8 Motor ausgestattet sind und zwischen 2021 und 2024 produziert wurden. Die Untersuchung wurde aufgrund zahlreicher Beschwerden über Motorschäden und -ausfälle eingeleitet.
Betroffen sind diverse Modelle aus den Jahren 2021 bis 2024, darunter der Cadillac Escalade und Escalade ESV. Ebenfalls in die Untersuchung fallen der Chevrolet Silverado, Suburban und Tahoe sowie der GMC Sierra 1500, Yukon und Yukon XL. Die NHTSA reagiert damit auf 36 Meldungen von Fahrzeughaltern, die dem Office of Defects Investigation (ODI) vorliegen.
Diese Meldungen beschreiben Motorschäden oder -ausfälle, die nach einer bereits im letzten Jahr durchgeführten Rückrufaktion auftraten. Die Behörde prüft nun die Ursachen und das Ausmaß dieser Probleme, um die Sicherheit der betroffenen Fahrzeuge zu gewährleisten.
Unternehmensentwicklung und strategische Ausrichtung
Abseits der aktuellen Untersuchung hat General Motors kürzlich seinen Hauptsitz in Detroit gewechselt. Das neue Headquarter ist im Vergleich zum vorherigen "Renaissance Center", das ursprünglich in den 1970er Jahren von Ford Motor Co. (NYSE:F) gebaut wurde, deutlich kleiner. Dieser Schritt könnte auf eine Neuausrichtung der Unternehmensstruktur hindeuten.
Gleichzeitig bekräftigte CEO Mary Barra erneut das Engagement von GM für Elektrofahrzeuge (EVs). Sie bezeichnete EVs als den "Nordstern" des Unternehmens, was die strategische Priorität in diesem Segment unterstreicht. Diese Aussage erfolgte, obwohl GM zuvor über 3.400 Mitarbeiter in verschiedenen EV-Produktionsstätten entlassen hatte.
GM-Aktie: Momentum und Ausblick
Aus finanzieller Sicht zeigt die GM-Aktie (NYSE:GM) laut Benzinga Pro Daten ein gutes Momentum und einen zufriedenstellenden Wert. Auch die Qualitätskennzahlen des Unternehmens werden als zufriedenstellend bewertet. Dies deutet auf eine solide finanzielle Basis hin, trotz der jüngsten Herausforderungen.
Der Aktienkurs von General Motors weist zudem einen günstigen Preistrend im mittel- und langfristigen Bereich auf. Am 16. Januar verzeichnete die Aktie im nachbörslichen Handel einen leichten Anstieg von 0,02 % auf 80,84 US-Dollar. Investoren beobachten die Entwicklungen rund um die NHTSA-Untersuchung und die EV-Strategie des Konzerns genau.