Nike und IonQ: Erholungstendenzen nach turbulentem Marktjahr 2025

Nike und IonQ: Erholungstendenzen nach turbulentem Marktjahr 2025

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Die Performance des Marktes im Jahr 2025 wäre ohne die Retail-Investoren, die den "Dip" kauften, möglicherweise dramatisch anders verlaufen. Von der zollbedingten Korrektur im April bis zur Rotation aus Technologie- und KI-Aktien im Herbst traten Kleinanleger immer wieder auf den Plan, um Kursrückgänge zu nutzen, was dem Markt half, einen kurzfristigen Boden zu finden und letztendlich wieder anzusteigen. Für Unternehmen wie Nike und IonQ, deren Aktien zuletzt stark unter Druck standen, könnte dieser Trend entscheidend sein.

"Buy the Dip"-Strategie prägt den Markt 2025

Das Jahr 2025 war laut Bespoke Investment Group das zweitbeste Jahr für die "Buy the Dip"-Strategie seit mindestens 1993, basierend auf den Veränderungen des S&P 500 an Tagen nach Verlusten. Daten von JPMorgan zeigen zudem, dass die Retail-Flows im letzten Jahr Rekordwerte erreichten. Sie stiegen um mehr als 50 % gegenüber 2024 und lagen rund 14 % über dem Niveau der von Retail-Investoren getriebenen Meme-Aktien-Rallye von 2021.

Nike: Kampf gegen Zölle und Margendruck

Konsumgüteraktien litten im vergangenen Jahr erheblich, da die Auswirkungen der Zölle von Präsident Trump die Verbraucher dazu veranlassten, ihre Ausgaben zu reduzieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Unter den elf Sektoren des S&P 500 belegte der Sektor für nicht-zyklische Konsumgüter mit einem Zuwachs von nur 6 % den drittletzten Platz. Nike spürte diesen Druck, wobei die Aktien des Unternehmens um fast 17 % fielen.

Seit ihrem Allzeithoch am 5. November 2021 haben die NKE-Aktien mehr als 63 % ihres Wertes verloren und liegen 20 % unter ihrem Einjahreshoch vom 25. Februar 2025. Ein Großteil davon war auf die Handelspolitik der damaligen Regierung zurückzuführen. Zölle wirkten sich erheblich auf die Margen von Nike aus, verursachten Kosten in Milliardenhöhe und zwangen das Unternehmen, seine Preise zu erhöhen. Viele Materialien von Nike werden in China bezogen, und ein beträchtlicher Teil der Produktion findet in Vietnam statt – zwei Länder, die von Trumps Zöllen stark betroffen waren. Infolgedessen verzeichnete das Unternehmen zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem vierten Quartal 2025 einen Rückgang des Nettoergebnisses von 1,5 Milliarden US-Dollar auf nur noch 211 Millionen US-Dollar – ein Rückgang von fast 96 % im Jahresvergleich.

Nike passt sich an und zeigt Erholungstendenzen

Obwohl sich an der Zollfront nicht viel geändert hat und das Unternehmen erwartet, dass diese auch im ersten Quartal 2026 die Margen beeinflussen werden, hat sich Nike angepasst. Im vergangenen Jahr reduzierte Nike die Menge der aus China importierten Schuhe und senkte die Produktionsanforderungen in Vietnam. Zusätzlich hat das Unternehmen Maßnahmen zur Reduzierung der Unternehmenskosten ergriffen.

Infolgedessen hat sich das Nettoergebnis, das im vierten Quartal 2025 seinen Tiefpunkt erreichte, im zweiten Quartal 2026 wieder erholt und stieg auf 792 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von mehr als 275 % entspricht. Der Netto-Cashflow aus operativen Aktivitäten war in fünf der letzten sechs Quartale negativ. Obwohl er im jüngsten Quartal mit -50 Millionen US-Dollar weiterhin negativ war, verbessert sich dieser Wert stetig von -1,375 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2025.

Analysten erwarten ein positives Jahr, wobei das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel ein potenzielles Aufwärtspotenzial von fast 16 % darstellt. Gleichzeitig deutet der aktuelle Short-Interest von 2,52 %, der 11,27 % niedriger ist als im vorherigen Berichtszeitraum, darauf hin, dass die "Bären" das Schlimmste hinter sich sehen. Dies wird durch Insiderkäufe von NKE-Aktien im Wert von über 4 Millionen US-Dollar untermauert, was signalisiert, dass das Management und unabhängige Direktoren des Unternehmens weiteres Aufwärtspotenzial sehen.

IonQ: Quantencomputing-Ambitionen und finanzielle Herausforderungen

Das Quantencomputing hatte im vergangenen Jahr seinen Moment im Rampenlicht, doch für IonQ konnten sich diese Ambitionen nicht materialisieren. Seit seinem Allzeithoch am 3. Oktober 2025 ist die Aktie um fast 31 % gefallen. Dies geschah, obwohl das Unternehmen eine beeindruckende Liste von Kunden gewinnen konnte, darunter Mitglieder der "Magnificent Seven" wie Alphabet, Amazon und Microsoft. Diese nutzen die Quantencomputer von IonQ für Cloud-Dienste wie Amazon Web Services’ Bracket, Azure Quantum und Google Cloud’s Marketplace.

Das Unternehmen hat jedoch in drei der letzten vier Quartale die Gewinnerwartungen verfehlt, obwohl die Umsätze in jedem Fall die Prognosen übertrafen. Seit dem Börsengang des Unternehmens im Oktober 2021 war der Cashflow in jedem Quartal negativ.

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