Ölpreise steigen: Iran dementiert US-Gespräche, Lieferängste wachsen

Ölpreise steigen: Iran dementiert US-Gespräche, Lieferängste wachsen

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Die Ölpreise verzeichneten am 24. März einen Anstieg, ausgelöst durch die Dementierung Irans, in Gesprächen mit den USA zur Beilegung des Konflikts im Golf zu stehen. Diese Entwicklung schürt Befürchtungen hinsichtlich möglicher Lieferengpässe auf dem globalen Energiemarkt.

Steigende Ölpreise inmitten geopolitischer Spannungen

Die Preisentwicklung am 24. März zeigte deutliche Zuwächse: Brent Crude stieg um 1,25 US-Dollar oder 1,3 Prozent auf 101,19 US-Dollar pro Barrel (bbl) um 08:58 GMT. Gleichzeitig erhöhte sich der Preis für US West Texas Intermediate (WTI) um 2,15 US-Dollar oder 2,4 Prozent auf 90,28 US-Dollar/bbl.

Irans Dementi widerspricht früheren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der einen bevorstehenden Deal angedeutet hatte, wie Reuters berichtete. Teheran feuerte zudem am Dienstag mehrere Raketenwellen auf Israel ab, nachdem Trump angekündigt hatte, Angriffe auf iranische Energieanlagen zu verschieben und dies mit produktiven Gesprächen begründete. Am Montag hatten die Rohöl-Futures nach Trumps Ankündigung einer fünftägigen Angriffspause und der Behauptung "wesentlicher Punkte der Einigung" mit ungenannten iranischen Beamten einen Rückgang von über 10 Prozent erlebt.

Die Rolle der Hormusstraße und Lieferengpässe

Die anhaltende Operation Epic Fury und die darauf folgenden iranischen Vergeltungsmaßnahmen haben den Öl- und Flüssigerdgas (LNG)-Versand durch die Straße von Hormus gestört. Diese Meerenge ist für etwa 20 Prozent des weltweiten Angebots von entscheidender Bedeutung. Seit Beginn des Konflikts am 28. Februar konnten Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aufgrund iranischer Angriffe auf Schiffe und Drohungen gegen die Schifffahrt keine Exporte mehr tätigen.

Trotz der Spannungen gelang es am Montag zwei Tankern, die Flüssiggas (LPG) aus Kuwait und den VAE transportierten, die Straße erfolgreich auf dem Weg nach Indien zu passieren, so Reuters. Daten der London Stock Exchange Group bestätigten, dass die beiden unter indischer Flagge fahrenden Tanker über 92.000 Tonnen LPG geladen hatten und voraussichtlich zwischen dem 26. und 28. März in indischen Häfen ankommen werden. Laut Schiffstracking-Daten der MarineTraffic-Plattform navigierte die "Pine Gas", beladen in VAE-Gewässern, durch die Straße, gefolgt von der "Jag Vasant", die LPG aus Kuwait transportierte.

Diplomatische Dementis und Marktbeeinflussung

Als Reaktion auf Behauptungen aus Washington bezüglich der Gespräche wies Teheran diese als Versuche zur Marktbeeinflussung zurück. Der Iran beanspruchte zudem die Verantwortung für Angriffe auf US-Ziele und verurteilte Trumps Äußerungen als "abgenutzte psychologische Operationen". Jüngste Angriffe zielten auf die Energieinfrastruktur in den iranischen Regionen Isfahan und Chorramschahr ab.

Internationale Reaktionen auf potenzielle Engpässe

Um potenziellen Engpässen entgegenzuwirken, haben die USA vorübergehend Sanktionen gegen russisches und iranisches Öl, das sich derzeit auf See befindet, gelockert. Berichten zufolge haben Händler iranisches Rohöl zu einem Aufschlag an indische Raffinerien angeboten. Parallel dazu konsultiert die Internationale Energieagentur (IEA) Regierungen in Asien und Europa über die mögliche Freigabe weiterer strategischer Reserven, falls dies erforderlich werden sollte.

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