
OpenAI und SoftBank investieren Milliarden in KI-Infrastruktur
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OpenAI und SoftBank haben eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, die eine Investition von 1 Milliarde US-Dollar in SB Energy vorsieht. Diese massive Finanzspritze soll den Ausbau der künstlichen Intelligenz (KI)-Infrastruktur von OpenAI unterstützen und ist Teil der ambitionierten 500 Milliarden US-Dollar schweren Stargate-Initiative. Die CEOs Masayoshi Son von SoftBank und Sam Altman von OpenAI trafen sich bereits am 3. Februar 2025 in Tokio, um KI-Lösungen für Unternehmen vorzustellen.
Milliarden-Investition für KI-Infrastruktur
Die Investition von 1 Milliarde US-Dollar in SB Energy, einem Anbieter von Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur, wird von OpenAI und SoftBank Group gemeinsam getragen, wobei jede Partei 500 Millionen US-Dollar beisteuert. Diese Finanzierung ist ein wesentlicher Bestandteil des im Januar 2025 im Weißen Haus angekündigten Stargate-Projekts, das von OpenAI, SoftBank und Oracle ins Leben gerufen wurde und von Präsident Donald Trump unterstützt wird.
Im Rahmen dieser Vereinbarung wird SB Energy den Bau und Betrieb des bereits angekündigten 1,2-Gigawatt-Rechenzentrums von OpenAI in Milam County, Texas, übernehmen. Dieses Rechenzentrum ist entscheidend für die Skalierung der Rechenkapazitäten, die OpenAI für seine wachsenden KI-Anwendungen benötigt.
SB Energy: Der Partner für Rechenzentren
SB Energy, unterstützt von SoftBank und Ares Management, entwickelt, besitzt und betreibt Energieprojekte in den USA. Das Unternehmen mit Büros in Redwood City, Kalifornien, San Diego und Denver, wird eine Schlüsselrolle beim Aufbau der KI-Infrastruktur spielen.
Die Partnerschaft sieht vor, dass SB Energy ein nicht-exklusiver bevorzugter Partner von OpenAI und SoftBank wird, um ein "neues Modell für den Bau von Rechenzentren" zu entwickeln. Dieses Modell kombiniert OpenAIs eigenes Rechenzentrumsdesign mit SB Energys bewährter Expertise in Bezug auf Geschwindigkeit, Kostendisziplin und integrierte Energieversorgung. SB Energy wird zudem ein Kunde von OpenAI, indem es dessen Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) nutzt und ChatGPT für seine Mitarbeiter einsetzt.
Das Unternehmen entwickelt derzeit mehrere Multi-Gigawatt-Rechenzentrumscampusse, wobei die ersten Anlagen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen. Im September 2025 kündigten OpenAI, Oracle und SoftBank bereits fünf neue US-Rechenzentrumsstandorte in Texas, New Mexico und Ohio an, die zusammen eine Leistung von etwa sieben Gigawatt erreichen sollen.
Strategische Allianz und Visionen
Die Beziehungen zwischen SoftBank unter der Führung von Masayoshi Son und OpenAI haben sich im letzten Jahr intensiviert. Zwei Monate nach der Ankündigung des Stargate-Projekts schloss OpenAI eine Finanzierungsrunde über 40 Milliarden US-Dollar ab, die von SoftBank angeführt wurde und die größte private Tech-Finanzierung aller Zeiten darstellte. Zu den weiteren Investoren gehörten Microsoft, Coatue, Altimeter und Thrive.
SoftBank hat im November seine gesamte Beteiligung am Chiphersteller Nvidia für 5,83 Milliarden US-Dollar verkauft, um seine "All-in"-Wette auf OpenAI zu kapitalisieren. Während OpenAI derzeit noch erhebliche Mengen an Bargeld verbraucht und weit von der Profitabilität entfernt ist, bleibt das Unternehmen stark auf externes Kapital angewiesen.
OpenAI hat in den letzten Monaten Infrastrukturverträge im Wert von über 1,4 Billionen US-Dollar abgeschlossen, um die für die wachsende Nachfrage benötigten Rechenzentren aufzubauen. OpenAI CEO Sam Altman prognostizierte im November, dass das Unternehmen im Jahr 2025 einen annualisierten Umsatz von über 20 Milliarden US-Dollar erreichen und bis 2030 auf Hunderte von Milliarden US-Dollar anwachsen könnte. Neben Oracle sind auch andere große Investoren wie der in Abu Dhabi ansässige Tech-Investor MGX am Stargate-Projekt beteiligt.