Pipeline-Aktien: Stabile Einkommensströme im Energiesektor

Pipeline-Aktien: Stabile Einkommensströme im Energiesektor

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Der Energiesektor bietet Anlegern, die ein stetiges passives Einkommen suchen, attraktive Möglichkeiten. Insbesondere der Midstream-Sektor mit seinen Pipeline-Aktien fungiert als Mautstraße für Energie und zeichnet sich durch planbare Cashflows aus langfristigen Transportverträgen aus. Dies führt zu starken und stabilen Ausschüttungen, die für Einkommensinvestoren besonders interessant sind.

Der Midstream-Sektor: Stabilität und Einkommen

Pipeline-Aktien, insbesondere solche, die als Master Limited Partnerships (MLPs) strukturiert sind, sind bekannt für ihre hohen Ausschüttungen. Ihre Einnahmen und Gewinne sind weniger volatil als die von Explorations- und Produktionsunternehmen oder Raffinerien. Gleichzeitig profitieren sie von langfristigen Wachstumstrends, wie der steigenden Nachfrage nach Erdgas, die durch den Boom der KI-Datenzentren angetrieben wird.

Diese Unternehmen schütten fast ihr gesamtes Einkommen in Form von Ausschüttungen aus, was zu hohen Renditen führt. Für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont stellen Midstream-Anlagen daher eine solide Wahl dar.

Energy Transfer (NYSE: ET): Wachstum trifft hohe Rendite

Energy Transfer ist seit seiner Gründung vor 30 Jahren organisch und durch Akquisitionen zu einem der größten Midstream-Energieunternehmen Amerikas herangewachsen. Das MLP besitzt oder ist an über 140.000 Quadratmeilen Midstream-Energieinfrastruktur beteiligt, darunter 36,4 % am Dakota Access Pipeline und 50 % am Florida Gas Transmission Pipeline. Das Unternehmen verfügt zudem über umfangreiche Beteiligungen im Permian Basin und anderen führenden US-Öl- und Gasexplorationsregionen.

Das Unternehmen bietet eine attraktive Rendite, die derzeit bei 7,1 % liegt, und solide Wachstumschancen. Energy Transfer hat seine Bilanz bereinigt und weist eine starke Ausschüttungsdeckungsquote von fast dem 1,8-fachen im letzten Quartal auf. Das Unternehmen strebt an, seine Ausschüttungen künftig jährlich um 3 % bis 5 % zu steigern. Nach einer vorübergehenden Senkung während der Pandemie hat das MLP die Ausschüttungen fünf Jahre in Folge erhöht, wobei sie im letzten Jahr um rund 3,1 % gestiegen sind.

Energy Transfer verfügt über eines der besten Portfolios an Wachstumsprojekten im Sektor, insbesondere durch seine starke Position im Permian Basin, wo das günstigste Erdgas der USA zu finden ist. Aktuell baut das Unternehmen zwei große Erdgas-Pipelineprojekte, um Erdgas aus dem Becken abzutransportieren: eines in die Märkte von Arizona und New Mexico und ein weiteres nach Texas. Darüber hinaus sind zahlreiche Projekte an KI-Datenzentren und die diese versorgenden Versorgungsunternehmen gebunden. Ein Beispiel ist die Hugh Brinson Pipeline, ein 442 Meilen langes Projekt, das Ölfelder in Westtexas mit der bestehenden Pipeline-Infrastruktur im Großraum Dallas-Fort Worth verbindet und dieses Jahr eröffnet werden soll. Dieses Projekt soll Erdgas nicht nur an Stromversorger, sondern auch direkt an KI-Datenzentren liefern und das langfristige Ausschüttungswachstumsziel von 3 % bis 5 % unterstützen.

Für Anleger, die eine Kombination aus Rendite und Wachstum suchen, könnte diese Aktie eine Überlegung wert sein. Bemerkenswert ist auch, dass Energy Transfer mit einem Forward Enterprise Value-to-EBITDA-Multiple von nur 8,6-mal zu den günstigsten Aktien im Sektor gehört.

Enterprise Products Partners (NYSE: EPD): Zuverlässigkeit und Konstanz

Für Anleger, die eine sichere Aktie mit einer soliden Rendite und wachsenden Ausschüttungen suchen, ist Enterprise Products Partners eine gute Wahl. Das Unternehmen hat seine Ausschüttungen über 27 aufeinanderfolgende Jahre hinweg unter verschiedenen schwierigen Marktbedingungen erhöht. Die Aktie bietet derzeit eine Rendite von 5,9 % und hat ihre Ausschüttungen jährlich um etwa 3 % bis 4 % gesteigert.

Enterprise Products Partners agiert historisch konservativ und unterhält eine der besten Bilanzen im Sektor, mit einem Verschuldungsgrad von nur 3,3-mal. Die Ausschüttungen sind ebenfalls gut gedeckt, mit einer Deckungsquote von 1,8-mal. Das Unternehmen reduziert sein Investitionsbudget (Capex) in diesem Jahr, was ihm reichlich diskretionären Cashflow für Aktienrückkäufe, weiteren Schuldenabbau und kleinere Akquisitionen verschaffen wird.