S&P 500: Prognosen bis 2026 – Zwischen Bullenmarkt und Konsolidierung

S&P 500: Prognosen bis 2026 – Zwischen Bullenmarkt und Konsolidierung

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Der S&P 500 (SPX) befindet sich weiterhin auf einem Kurs, der laut aktueller Analysen bis zum Frühjahr 2026 ein signifikantes Hoch erreichen könnte. Gleichzeitig warnen Marktbeobachter vor einer bevorstehenden Phase der Volatilität und Konsolidierung, insbesondere im Technologiesektor.

S&P 500: Elliott-Wellen deuten auf Frühjahr 2026-Hoch hin

Eine im Dezember veröffentlichte Analyse, die das Elliott-Wellen-Prinzip (EW) mit der durchschnittlichen Saisonalität von Zwischenwahljahren und den Armstrong Pi-Zyklus-Umkehrdaten kombinierte, prognostizierte für den S&P 500 einen Aufwärtstrend. Demnach könnte der Index, vorausgesetzt er hält sich über dem Tief vom 21. November bei 6720 Punkten, eine sich unterteilende finale 5. Welle (graue Wellen W-i, ii, iii, iv und v) ausbilden.

Das ideale Kursziel wurde dabei auf bis zu 7490 Punkte bis etwa zum 18.-28. April 2026 festgelegt. Seit der Dezember-Analyse ist der SPX um fast 2 % gestiegen und scheint sich wie erwartet zu unterteilen. Mit zusätzlichen Preisdaten wurde die kurz- bis mittelfristige EW-Zählung aktualisiert, wobei die ultimative Zielzone von etwa 7345-7490 beibehalten wird.

Unter der Voraussetzung, dass der Preis über den Warnniveaus bleibt, wird erwartet, dass der Index idealerweise ~7100 für die blaue W-iii erreicht, dann auf ~7015 für die blaue W-iv fällt und anschließend auf etwa 7160+/-40 für die orange W-3 steigt. Obwohl ein Standard-Impulsmuster gezeigt wird, könnte sich die grüne W-5 auch zu einer überlappenden Enddiagonale entwickeln, was zu einem überlappenden Anstieg zum unteren Ende der Zielzone (~7345) führen würde. Aktuell gibt es jedoch keine Anzeichen dafür.

Nach dem Hoch: Erwartung eines Bärenmarktes

Experten weisen darauf hin, dass nach Abschluss der grünen W-5-Welle, idealerweise um den 18.-28. April 2026, ein Bärenmarkt erwartet wird, der dem von 2022 ähnelt. Dieser Bärenmarkt wird prognostiziert, bevor die nächste größere mehrjährige Rallye zu neuen Allzeithochs (ATHs) beginnen kann.

Für Anleger, die den Aufwärtstrend beobachten, wurden folgende Warnniveaus für den S&P 500 identifiziert:

  • 6917
  • 6878
  • 6844
  • 6824
  • 6720

Diese Niveaus werden nach oben angepasst, wenn der Index weiter steigt. Ein Unterschreiten dieser Marken erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Aufwärtstrend beendet ist, um jeweils 20 %.

Fundstrat warnt vor "holprigem" Jahr und Konsolidierung

Mark Newton von Fundstrat Global Advisors prognostiziert für 2026 eine erhebliche Volatilität. Obwohl er ein bullisches Jahresendziel von 7.300 für den S&P 500 beibehält, warnt Newton, dass der Weg dorthin eine "Konsolidierung" beinhalten wird, die möglicherweise einen Marktrückgang ab diesem Frühjahr auslösen könnte.

Newton skizzierte gegenüber Yahoo Finance einen Fahrplan für das Jahr, der mit Stärke beginnt, aber schnell in Turbulenzen übergeht. Er erwartet, dass die aktuelle Rallye noch sechs bis acht Wochen anhalten wird, bevor die Aktien auf Widerstand stoßen. Newton äußerte: "Ich erwarte, dass es ein Jahr der Konsolidierung und Holprigkeit wird… Ich denke, es wird wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des Februars, Anfang März beginnen, wo wir einen gewissen Druck auf die Aktien sehen werden, der wahrscheinlich bis Mai anhält."

Der Hauptkatalysator für diese Volatilität ist die Erschöpfung im Technologiesektor. Newton stellt fest, dass nach einem "phänomenalen Dreijahreslauf" führende Unternehmen wie Nvidia Corp. (NASDAQ:NVDA) und Microsoft Corp. (NASDAQ:MSFT) Anzeichen von Stagnation zeigen. Eine Konsolidierung dieser Technologieführer sei notwendig, bevor der Markt weiter steigen könne.

Breite des Marktes und Wirtschaftsindikatoren bleiben stark

Trotz der Prognose einer Korrektur zur Jahresmitte betont Newton, dass der säkulare Bullenmarkt intakt bleibt, angetrieben durch den langfristigen KI-Boom. Er verweist auf unmittelbare Anzeichen für die Marktgesundheit, insbesondere eine sich verbreiternde Marktbreite. Sektoren wie Industrie, Finanzen und zyklische Konsumgüter steigen, während der Dow Jones Transportation Average kürzlich neue Höchststände von 18.131,95 Punkten erreichte.

Newton hob auch die Widerstandsfähigkeit der breiteren Wirtschaft hervor und zitierte Arbeitsmarktdaten, bei denen die Entlassungsraten sinken, während die Kündigungsraten steigen – klassische Indikatoren für ein gesundes Beschäftigungsumfeld.

Rohstoffe und selektive Tech-Chancen

Im Bereich der Rohstoffe bietet Newton aggressive Ziele an: Gold könnte in der ersten Jahreshälfte 5.000 US-Dollar und Silber 90 US-Dollar erreichen, bevor die Zinsen steigen. Umgekehrt erwartet er, dass die Ölpreise bis Mitte Februar ihren Tiefpunkt erreichen werden, was eine starke Kaufgelegenheit für Energieaktien darstellt.

Innerhalb des Technologiesektors empfiehlt Newton einen selektiven Ansatz. Obwohl er dem breiteren Sektor gegenüber vorsichtig ist, identifizierte er Apple Inc. (NASDAQ:AAPL) und Tesla Inc. (NASDAQ:TSLA) – die beide in letzter Zeit zurückgeblieben sind – als attraktive Käufe, die vor einem Ausbruch stehen könnten.

Aktuelle Performance der Benchmark-Indizes

Im bisherigen Jahresverlauf haben die Benchmark-Indizes positiv gehandelt:

  • Der S&P 500 Index stieg um 0,62 % YTD.
  • Der Dow Jones legte um 1,85 % zu.
  • Der Nasdaq 100 verzeichnete ein Plus von 0,51 %.

Im vorbörslichen Handel am Donnerstag zeigten sich der SPDR S&P 500 ETF Trust (NYSE:SPY) und der Invesco QQQ Trust ETF (NASDAQ:QQQ), die den S&P 500 Index bzw. den Nasdaq 100 Index abbilden, jedoch schwächer. Der SPY sank um 0,20 % auf 688,19 US-Dollar, während der QQQ um 0,29 % auf 622,35 US-Dollar nachgab, wie Daten von Benzinga Pro zeigten.