SpaceX IPO beflügelt Raumfahrt: Rocket Lab als etablierter Player

SpaceX IPO beflügelt Raumfahrt: Rocket Lab als etablierter Player

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Der bevorstehende Börsengang (IPO) von Elon Musks SpaceX, der potenziell mit 1,75 Billionen US-Dollar bewertet werden könnte, elektrisiert den gesamten Raumfahrtsektor. Während diese Nachricht die Anlegerbegeisterung für zahlreiche Raumfahrtaktien beflügelt, hebt sich Rocket Lab (NASDAQ:RKLB) als einziges börsennotiertes Unternehmen durch bewährte vertikale Integration und solide Finanzergebnisse ab.

SpaceX IPO: Ein historisches Ereignis am Horizont

SpaceX hat vertraulich einen Entwurf für einen Börsengang bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht. Berichten zufolge könnte dies das größte Börsendebüt der Geschichte werden, mit einer angestrebten Bewertung von bis zu 1,75 Billionen US-Dollar. Das Unternehmen plant, bis zu 75 Milliarden US-Dollar durch den IPO zu beschaffen, was frühere Rekorde von Saudi Aramco (29 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019) und Alibaba (21,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014) übertreffen würde. Ein öffentliches Listing an der Nasdaq wird bereits für Juni 2026 erwartet.

Im Februar 2026 fusionierte Elon Musks Raumfahrtunternehmen mit seinem KI-Unternehmen xAI, wodurch SpaceX zu einem vertikal integrierten KI- und Raumfahrtkonzern mit einer Bewertung von 1,25 Billionen US-Dollar im Privatmarkt vor dem Börsengang wurde. Das Portfolio umfasst Starlink, Grok AI, die Social-Media-Plattform X und die SpaceX-Raketen. Die Einnahmen von SpaceX wurden für 2025 auf geschätzte 16 Milliarden US-Dollar beziffert.

Die durch den Börsengang gewonnenen Mittel könnten zur Skalierung der Raumfahrtoperationen, zum Bau weltraumgestützter Rechenzentren und zur Erweiterung der Starlink-Satellitenkonstellationen genutzt werden. Wedbush Securities Analyst Dan Ives merkte an, dass dies SpaceX auch für weitere Verteidigungsaufträge, insbesondere für das "Golden Dome"-Projekt, positionieren könnte. SpaceX hat 2025 über 3.000 Satelliten gestartet und einen Quartalsrekord für Starts in niedrige Erdumlaufbahnen mit einem Anstieg von 70 % gegenüber dem Vorjahr erzielt.

Das Unternehmen wurde auch von der NASA beauftragt, ein "Human Landing System" für das Artemis-Programm zu entwickeln, um eine Crew zur Mondoberfläche zu bringen. Im März 2026 absolvierte SpaceX einen erfolgreichen Treibstofftransfertest für Starship, ein entscheidender Meilenstein für die Artemis III Mondlandemission. Die kommerziellen Startpreise für Starship liegen bei 90 Millionen US-Dollar für eine dedizierte Mission mit einer Nutzlastkapazität von bis zu 100 Tonnen in den niedrigen Erdorbit.

Die Herausforderung der Bewertung und Anlegerperspektiven

Die kolportierte Bewertung von SpaceX, die das 100-fache des Umsatzes von 2025 übersteigen könnte, wird von einigen Marktbeobachtern als primär durch Begeisterung und Hype getrieben angesehen. Diese Bewertung sei nur dann gerechtfertigt, wenn Starlink weiterhin rasant wächst und die Pläne für weltraumgestützte Rechenzentren von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden, was noch Jahre dauern könnte.

Es gibt Spekulationen, dass Elon Musk Wege suchen könnte, die Stimmrechtskontrolle zu behalten, beispielsweise durch die Ausgabe von Aktien mit unterschiedlichen Stimmrechten. Dies würde die Einflussmöglichkeiten öffentlicher Aktionäre auf das Unternehmen und seine Initiativen einschränken. Kritiker äußern zudem Bedenken, dass Musk durch seine vielfältigen Engagements bei Unternehmen wie Tesla und X zu stark ausgelastet sein könnte.

Trotz dieser Überlegungen ist das Interesse der Anleger an Raumfahrtaktien durch den bevorstehenden SpaceX-Börsengang deutlich gestiegen. SpaceX könnte bis zu 30 % der Aktien für Kleinanleger bereitstellen, was deutlich über den üblichen 5 % bis 10 % liegt.

Rocket Lab: Vertikal integriert und profitabel

Im Gegensatz zu vielen Unternehmen, die noch Finanzierungsrunden suchen oder unbewiesene Geschäftsmodelle verfolgen, liefert Rocket Lab (NASDAQ:RKLB) bereits heute greifbare Ergebnisse über die gesamte Wertschöpfungskette der Raumfahrt. Das Unternehmen ist vertikal integriert, von der Raketenentwicklung und dem Startbetrieb über die Raumfahrzeugproduktion bis hin zur Kommunikationshardware.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Rocket Lab einen Rekordumsatz von 602 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 38 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz im vierten Quartal erreichte 180 Millionen US-Dollar, ein Plus von 36 % und über den Konsensschätzungen von etwa 178 Millionen US-Dollar. Die Bruttomargen nach GAAP erreichten einen Rekordwert von 38 % im vierten Quartal, was einer Steigerung von 780 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr und 100 Basispunkten sequenziell entspricht.

Der Auftragsbestand wuchs um 73 % auf 1,85 Milliarden US-Dollar, wobei etwa 37 % davon voraussichtlich innerhalb der nächsten 12 Monate in Umsatz umgewandelt werden. Diese Visibilität unterscheidet Rocket Lab von vielen Wettbewerbern. Die Sparte "Launch Services" generierte 2025 mit der Kleinrakete Electron, die fast drei Dutzend erfolgreiche Missionen absolvierte, 199 Millionen US-Dollar Umsatz. Der durchschnittliche Umsatz pro Start stieg von 7,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 8,5 Millionen US-Dollar. Der größere Anteil am Gesamtumsatz entfiel mit 402,8 Millionen US-Dollar (67 %) auf den Bereich "Space Systems".

Jüngste Erfolge umfassen die behördliche Genehmigung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Übernahme von Mynaric für Laserkommunikationsterminals und die Sicherung von Verteidigungsaufträgen im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar. Darunter befindet sich ein Hauptauftrag über 816 Millionen US-Dollar für Raketenwarnsatelliten. Diese vertikale Kontrolle ermöglichte es Rocket Lab, die Margen zu steigern, während gleichzeitig die Startfrequenz und die Satellitenfertigung skaliert wurden.

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