Spirit Airlines in Übernahmegesprächen mit Castlelake zur Sanierung

Spirit Airlines in Übernahmegesprächen mit Castlelake zur Sanierung

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Die angeschlagene Discount-Fluggesellschaft Spirit Airlines befindet sich in Gesprächen mit der alternativen Investmentfirma Castlelake über eine mögliche Übernahme. Diese Verhandlungen sind ein entscheidender Schritt für Spirit, um einen Weg aus der Chapter 11 Insolvenz zu finden, die das Unternehmen im vergangenen August zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres beantragt hatte, nachdem ein früherer Sanierungsplan gescheitert war.

Spirit Airlines in Gesprächen mit Castlelake

Die Gespräche zwischen Spirit Airlines und Castlelake wurden von CNBC bekannt gegeben. Castlelake, eine in Minneapolis ansässige Investmentfirma, ist seit Jahren im Bereich der Luftfahrtfinanzierung aktiv. Im August kündigte das Unternehmen die Gründung eines neuen Luftfahrtfinanzierungsarms, Merit AirFinance, mit einem Kapital von 1,8 Milliarden US-Dollar an. Weder Spirit noch Castlelake haben sich bisher zu den Berichten geäußert.

Zuvor hatte es über Jahre hinweg Gespräche mit der ebenfalls im Budgetsegment tätigen Frontier Airlines über eine mögliche Fusion gegeben, die jedoch nicht zu einem Abschluss führten. Vor vier Jahren scheiterte eine bereits vereinbarte Fusion zwischen Spirit und Frontier an einem überraschenden Barangebot von JetBlue Airways, dessen geplante Übernahme von Spirit jedoch später von einem Bundesrichter als wettbewerbswidrig blockiert wurde.

Hintergrund der finanziellen Schwierigkeiten

Spirit Airlines, einst bekannt für stabile Profitabilität und beneidenswerte Margen in der oft turbulenten Luftfahrtbranche, sah sich nach der Pandemie mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Steigende Löhne und andere Kosten, veränderte Kundenpräferenzen und ein Überangebot an Inlandsflügen drückten die Flugpreise. Dies traf US-fokussierte Fluggesellschaften, die nicht von luxuriösen First-Class-Kabinen oder großen Kreditkarten- und Treueprogramm-Deals profitieren, besonders hart.

Die Probleme der Fluggesellschaft verschärften sich ab 2023 durch einen Rückruf von Pratt & Whitney-Triebwerken, der Dutzende ihrer Airbus-Flugzeuge stilllegte. Die Blockade der JetBlue-Übernahme vor zwei Jahren durch einen Bundesrichter, der sie als wettbewerbswidrig einstufte, zwang beide Fluggesellschaften, sich in einem von größeren Anbietern dominierten Markt allein zu behaupten. Spirit hat in den letzten Jahren versucht, zahlungskräftigere Kunden durch geräumigere Sitze oder gebündelte Tarife, die Sitzplatzreservierungen und Gepäck beinhalten oder Änderungen ermöglichen, zu gewinnen, um besser mit größeren Konkurrenten zu konkurrieren.

Überlebenskampf und Sanierungsbemühungen

Im Kampf ums Überleben hat Spirit Airlines Flüge gestrichen, seine Flotte reduziert und Arbeitsplätze abgebaut, um Kosten zu sparen. Mitte Dezember gab Spirit bekannt, dass es seine Vereinbarung mit den Gläubigern geändert habe, um sofort weitere 50 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln zu erhalten. Weitere Finanzierungen seien an "weitere Fortschritte bei einem eigenständigen Reorganisationsplan oder einer strategischen Transaktion" geknüpft, so das Unternehmen am 15. Dezember. Spirit befinde sich derzeit in aktiven Verhandlungen über jede dieser Möglichkeiten.

Die Gewerkschaften stimmten im vergangenen Jahr Lohnkürzungen für die Piloten und Flugbegleiter der Fluggesellschaft zu. Dies belief sich auf 100 Millionen US-Dollar an Zugeständnissen, wie die Air Line Pilots Association in einem offenen Brief vom 13. Januar mitteilte, in dem sie die Anleihegläubiger aufforderte, die Umstrukturierung von Spirit zu unterstützen und eine Liquidation zu vermeiden.

Analystenmeinungen zur Zukunft von Spirit Airlines

Wall Street-Analysten prognostizieren, dass der Aktienkurs von Spirit Airlines (ULCC) in den nächsten 12 Monaten steigen könnte. Der durchschnittliche 1-Jahres-Kursziel für ULCC liegt bei 5,25 USD, mit einer niedrigen Prognose von 3,00 USD und einer hohen Prognose von 8,00 USD. Aktuell liegt der Kurs bei 5,35 USD.

Die Analystenbewertungen verteilen sich wie folgt:

Es ist jedoch zu beachten, dass Analysten-Kursziele subjektiv sind und oft den Aktienkursen hinterherhinken können. Investoren sollten sich daher auf die objektiven Gründe für Änderungen der Analystenbewertungen konzentrieren, die die Fundamentaldaten des Unternehmens besser widerspiegeln.