Starbucks-Streik: Politischer Druck und finanzielle Dynamik am "Red Cup Day

Starbucks-Streik: Politischer Druck und finanzielle Dynamik am "Red Cup Day

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Starbucks-Mitarbeiter in den USA befinden sich im Streik wegen unlauterer Arbeitspraktiken und fordern bessere Arbeitsbedingungen sowie faire Verträge. Prominente Politiker wie der designierte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani und Rep. Alexandria Ocasio-Cortez unterstützen die Bewegung, während die Aktie des Kaffeeriesen trotz hoher Verkaufszahlen am "Red Cup Day" unter Druck gerät.

Politischer Rückhalt für streikende Starbucks-Mitarbeiter

Zohran Kwame Mamdani, designierter Bürgermeister von New York City, hat seine Unterstützung für die streikenden Starbucks-Mitarbeiter (NASDAQ:SBUX) bekundet. Er forderte am Donnerstag einen fairen Vertrag und erklärte, während des Streiks nichts bei Starbucks zu kaufen. Sein Motto: „No Contract, No Coffee.“ Mamdani wird sein Amt am 1. Januar 2026 antreten.

Auch Rep. Alexandria Ocasio-Cortez (D-N.Y.) solidarisierte sich mit den Arbeitnehmern. Sie wies auf X darauf hin, dass Starbucks-Mitarbeiter seit Langem gegen unvorhersehbare Arbeitspläne, Personalmangel, niedrige Löhne und unfaire Arbeitspraktiken kämpfen. Ihre Unterstützung wurde ebenfalls am Donnerstag geäußert.

Die Forderungen der Gewerkschaft und der "Red Cup Day"

Die Gewerkschaft spricht vom „größten und längsten ULP-Streik in der Geschichte von Starbucks“. Landesweit streiken Starbucks-Mitarbeiter wegen unlauterer Arbeitspraktiken (Unfair Labor Practices, ULP) und fordern einen fairen Vertrag. Sie riefen Kunden dazu auf, während des „unbefristeten“ Streiks keine Starbucks-Produkte zu kaufen, unter dem Hashtag #NoContractNoCoffee.

Laut Gewerkschaft hat das Unternehmen seit fast einem Jahr keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, die Tarifverhandlungen abzuschließen. Stattdessen habe es sich durch „Gewerkschaftsbekämpfung“ gegen die eigenen Mitarbeiter gestellt. Der Streik, an dem über 1.000 Mitarbeiter in mehr als 40 US-Städten (65 Filialen) teilnehmen, wurde bewusst auf den „Red Cup Day“ gelegt, einen der umsatzstärksten Tage des Jahres für Starbucks.

Michelle Eisen, Sprecherin von Starbucks Workers United und Gründungsmitglied der Buffalo-Gewerkschaft, betonte die Kernforderungen: mehr Nettoverdienst, bessere Arbeitszeiten und die Lösung rechtlicher Probleme. Die Gewerkschaft schätzt, dass ihre Forderungen das Unternehmen weniger kosten würden als ein durchschnittlicher Tagesumsatz oder weniger als vier Monate des CEO-Gehalts von 96 Millionen US-Dollar im Jahr 2024.

Finanzielle Auswirkungen und Kundenverhalten

Trotz der Arbeitskonflikte verzeichnete Starbucks im November einen Anstieg der Kundenfrequenz, hauptsächlich durch die Einführung des neuen „Bearista“-Bechers. Jonathan Maze, Chefredakteur des Restaurant Business Magazine, berichtete, dass die Besuche am Tag der Veröffentlichung des „Bearista“-Bechers um 38 % anstiegen.

Die Aktien von Starbucks (NASDAQ:SBUX) fielen am Donnerstag um 0,94 % und schlossen bei 86,44 US-Dollar. Über Nacht sank der Kurs vor dem geplanten landesweiten Streik um weitere 0,47 %. Obwohl die Aktie in Benzingas Edge Stock Rankings insgesamt schlecht abschneidet, zeigt sie kurzfristig einen günstigen Preistrend.

Interessanterweise waren die Umsätze am „Red Cup Day“ trotz des Streiks auf dem besten Weg, die Erwartungen zu übertreffen. Dies deutet auf eine komplexe Dynamik zwischen Kundenloyalität, Marketingaktionen und den Auswirkungen von Arbeitskämpfen hin.

Der breitere Kontext: CEO-Gehälter und Verhandlungen

Die Gewerkschaft kritisiert, dass Starbucks seit vier Jahren, seit der ersten Gewerkschaftsgründung in Buffalo, New York, keinen Vertrag abgeschlossen hat. Das letzte Vertragsangebot des Unternehmens im April wurde von der Gewerkschaft abgelehnt, da es keine wesentlichen Punkte wie Gesundheitsleistungen, Lohnerhöhungen oder Personalmangel berücksichtigte.

Ein Bericht des AFL-CIO zeigte, dass Brian Niccol, CEO von Starbucks, im Jahr 2024 das 6.666-fache des durchschnittlichen Mitarbeitergehalts verdiente. Dies stellt die größte Gehaltslücke zwischen CEO und Mitarbeitern unter den 500 größten börsennotierten US-Unternehmen dar. Diese Diskrepanz ist ein zentraler Streitpunkt in den laufenden Verhandlungen.

Erwähnte Persönlichkeiten