Thiel Capital eröffnet Miami-Büro: Kaliforniens Vermögenssteuer treibt Milliardäre um

Thiel Capital eröffnet Miami-Büro: Kaliforniens Vermögenssteuer treibt Milliardäre um

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Thiel Capital, die Investmentfirma des Milliardärs Peter Thiel, hat ein neues Büro in Miami eröffnet. Dieser Schritt erfolgt inmitten der Debatte um eine vorgeschlagene Vermögenssteuer in Kalifornien, die bei wohlhabenden Einwohnern des Staates Bedenken auslöst und eine mögliche Abwanderung befürchten lässt.

Thiel Capital expandiert in Miami

Thiel Capital, gegründet vom Tech-Investor Peter Thiel, hat ein neues Büro in Miami eröffnet. Die private Investmentfirma gab bekannt, dass sich die neuen Räumlichkeiten im Wynwood-Viertel befinden. Wynwood, einst ein Lagerhausbezirk, hat sich zu einem Zentrum für Startups, Investoren und kulturelle Einrichtungen entwickelt.

Der Mietvertrag für das neue Büro wurde im Dezember unterzeichnet, und die Räumlichkeiten sollen die bestehenden Operationen von Thiel Capital in Los Angeles ergänzen. Peter Thiel selbst hat bereits seit 2020 eine Residenz in Miamis Venetian Islands und kaufte dort ein Haus für 18 Millionen US-Dollar. Auch Founders Fund, die von Thiel mitgegründete Risikokapitalfirma, unterhält seit 2021 ein Büro in Miami.

Kaliforniens geplante Vermögenssteuer im Fokus

Die Eröffnung des Miami-Büros fällt in eine Zeit, in der Kalifornien über eine umstrittene Vermögenssteuer debattiert. Diese Steuer würde eine einmalige Abgabe von 5 % auf das Nettovermögen von Einwohnern erheben, die mehr als 1 Milliarde US-Dollar besitzen. Die Zahlung der Steuer wäre über einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen.

Der Vorschlag stammt von der Gewerkschaft SEIU-United Healthcare Workers West (SEIU-UHW). Ziel ist es, erwartete Kürzungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung und Lebensmittelhilfe auszugleichen und eine Finanzierungslücke für die Gesundheitsbranche des Staates zu schließen.

Details zur vorgeschlagenen Vermögenssteuer

Die Vermögenssteuer unterscheidet sich von einer Einkommensteuer, da sie das gesamte Nettovermögen einer Person besteuert. Dies ist relevant für Personen, deren Einkommen nicht aus regulären Gehaltsschecks stammt, sondern aus Vermögenswerten, die jährlich an Wert gewinnen. Die Steuer würde schätzungsweise 200 Milliardäre in Kalifornien betreffen, einem Staat mit über 39 Millionen Einwohnern.

Die SEIU-UHW schätzt, dass diese einmalige Steuer dem Staat über fünf Jahre hinweg 100 Milliarden US-Dollar einbringen könnte. Um auf den Wahlzettel für November 2026 zu gelangen, benötigt der Vorschlag noch 870.000 Unterschriften. Sollte die Maßnahme verabschiedet werden, würde sie rückwirkend für alle kalifornischen Einwohner ab dem 1. Januar 2026 gelten.

Kritik und politische Reaktionen

Milliardäre haben bereits Kritik an dem Plan geäußert und vor einer Abwanderung der Wohlhabenden gewarnt. Der prominente Anwalt Alex Spiro schrieb im Namen seiner Klienten einen Brief an Gouverneur Gavin Newsom. Spiro warnte, dass seine Klienten "dauerhaft umziehen" würden, falls die kalifornische Vermögenssteuer verabschiedet wird.

Auch Larry Page, Mitbegründer von Google, soll erwägen, seine Präsenz in Kalifornien zu reduzieren oder den Staat zu verlassen. Gouverneur Newsoms Sprecher Izzy Gardon erklärte, der Gouverneur habe "konsequent staatliche Vermögenssteuern abgelehnt". Gardon warnte, dass eine solche Steuer, "wenn sie nur auf staatlicher Ebene umgesetzt wird, einen Wettlauf nach unten auslöst." Peter Thiels Nettovermögen wird auf rund 27,5 Milliarden US-Dollar geschätzt, was eine potenzielle Steuerlast von über 1,2 Milliarden US-Dollar bedeuten könnte.

Miami als neuer Hotspot für Investoren

Miamis Startup- und Finanzszene hat sich während der Pandemie und in den Folgejahren stark entwickelt. Viele große Firmen aus Kalifornien und New York haben ihre Hauptsitze verlegt oder ihre Büros dort erweitert. Diese Entwicklung spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem wohlhabende Einzelpersonen und Unternehmen Standorte mit vorteilhafteren Steuerbedingungen und einem dynamischen Geschäftsumfeld bevorzugen.

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