
Trump Accounts: Generationenvermögen für US-Kinder durch Indexfonds
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US-Finanzminister Scott Bessent hat neue Details zu den sogenannten "Trump Accounts" bekannt gegeben, die unter dem "One Big Beautiful Bill Act" ins Leben gerufen wurden. Diese Investmentkonten sollen ab 2026 jedem amerikanischen Kind, das zwischen 2025 und 2028 geboren wird, ein Startkapital von 1.000 US-Dollar in einem Indexfonds bieten, um Generationenvermögen aufzubauen. Bessent betonte, dass eine ganze Generation von Amerikanern lernen werde, wie selbst kleine Beiträge zu lebensveränderndem Wohlstand führen können.
Einführung der "Trump Accounts"
Die "Trump Accounts" sind eine Initiative, die darauf abzielt, "jeden Amerikaner zu einem Aktionär" zu machen. Sie sollen sicherstellen, dass jeder Bürger vom Wachstum der US-Wirtschaft und den Produktivitätsgewinnen durch Technologien wie KI und Robotik profitiert. Die Konten werden im Namen des Kindes geführt, wobei die Eltern bis zum 18. Lebensjahr als Verwalter fungieren.
Die offizielle Einführung der "Trump Accounts" ist für den 4. Juli 2026 geplant. Eltern können ihre Kinder anmelden, indem sie bei der Einreichung ihrer Steuererklärung eine entsprechende Option auf Formular 4547 ankreuzen. Dieses Formular wurde laut Bessent passend benannt, da Trump der 45. und 47. US-Präsident war.
Funktionsweise und Wachstumspotenzial
Jedes amerikanische Kind, das zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. Dezember 2028 geboren wird, erhält eine einmalige Einzahlung von 1.000 US-Dollar. Diese Mittel werden in einen breit diversifizierten, kostengünstigen Indexfonds investiert, der den Gesamtaktienmarkt abbildet. Obwohl keine weiteren Einzahlungen erforderlich sind, können jährlich bis zu 5.000 US-Dollar zusätzlich auf die Konten eingezahlt werden.
Finanzminister Bessent hob das Potenzial des Zinseszinseffekts hervor. Basierend auf einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate des S&P 500 von 10,5 % seit den 1950er Jahren, könnte eine einzige Einzahlung von 1.000 US-Dollar bei der Geburt bis zum Rentenalter auf über 600.000 US-Dollar anwachsen. Die Regierungseinlagen von 1.000 US-Dollar sind nach der Präsidentschaftswahl 2028 nicht mehr vorgesehen.
Philanthropische Unterstützung und die "50 State Challenge"
Die Initiative hat bereits erhebliche private Unterstützung erfahren. Michael und Susan Dell haben 6,25 Milliarden US-Dollar gespendet, um "Trump Accounts" für 25 Millionen Kinder unter zehn Jahren zu finanzieren. Diese Spende, die größte private Zusage für US-Kinder in der Geschichte, erhöht die Finanzierung für diese Kinder um zusätzliche 250 US-Dollar pro Konto. Michael Dell, Gründer und CEO von Dell Technologies, äußerte die Hoffnung, dass das Programm "Hoffnung, Chancen und Wohlstand für kommende Generationen" schaffen werde.
Diese großzügige Spende hat laut Bessent einen Wettbewerb unter Philanthropen ausgelöst. Investor Ray Dalio hat sich der neuen "50 State Challenge" angeschlossen und eine großzügige Spende angekündigt, um die Finanzierung von "Trump Accounts" für Kinder in Connecticut zu erhöhen. Präsident Trump selbst erklärte, dass auch andere Milliardäre spenden würden, und fügte hinzu: "Ich werde es auch tun." Weitere Informationen zu den "Trump Accounts" sind unter trumpaccounts.gov verfügbar.
Flexibilität und Finanzbildung
Die "Trump Accounts" sind für jedes amerikanische Kind unter 18 Jahren mit einer Sozialversicherungsnummer verfügbar, auch wenn die staatliche Startfinanzierung auf die Jahrgänge 2025-2028 beschränkt ist. Wenn die Kinder 18 Jahre alt werden, können sie die Gelder aus ihren Konten für beliebige Zwecke verwenden. Es gibt keine Einschränkungen für die Nutzung, sei es für Bildung, den Kauf eines Eigenheims, die Gründung eines Unternehmens oder die Umwandlung in ein IRA-ähnliches Programm für die Altersvorsorge.
Finanzminister Bessent betonte, dass das Programm eine neue Gruppe von Investoren in den Markt bringen werde. Begleitend dazu ist eine umfassende Finanzbildung geplant, um den Kindern ein Verständnis für ihre Anlagen zu vermitteln.
Politische Hintergründe und weitere Initiativen
Die "Trump Accounts" wurden unter dem "One Big Beautiful Bill Act" ins Leben gerufen, den Präsident Donald Trump Anfang des Jahres unterzeichnete. Neben dieser Initiative hat die Trump-Administration auch eine Dividendenzahlung von 2.000 US-Dollar für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen im Jahr 2026 vorgeschlagen, die aus den Anfang des Jahres verhängten Zöllen stammen soll.
Bessent und andere Beamte des Weißen Hauses haben jedoch darauf hingewiesen, dass diese Zahlungen einen Beschluss des Kongresses erfordern würden, wobei mindestens zwei republikanische Gesetzgeber bereits signalisiert haben, dass sie den Plan möglicherweise nicht unterstützen. Präsident Trump äußerte zudem die Überzeugung, dass die Importzölle ausreichend Einnahmen generieren würden, um die US-Staatsverschuldung zu reduzieren oder sogar die Bundeseinkommensteuern zu senken oder abzuschaffen.