
Trump: Einigung mit Iran möglich, Märkte reagieren positiv
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US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, dem 23. März 2026, dass die Vereinigten Staaten und Iran "wesentliche Punkte der Einigung" erzielt hätten, darunter die Zusicherung, dass Iran keine Atomwaffen besitzen werde. Diese Ankündigung erfolgte, nachdem Trump Luftangriffe auf iranische Energieinfrastruktur um fünf Tage verschoben hatte, was umgehend positive Reaktionen an den globalen Finanz- und Ölmärkten auslöste. Iran dementierte jedoch umgehend, dass Gespräche stattgefunden hätten.
Hoffnung auf Deeskalation: Trumps Verhandlungsangebot an Iran
Präsident Donald Trump sprach am 23. März 2026 vor Reportern in Florida von "sehr guten" Gesprächen und "wesentlichen Punkten der Einigung" mit Iran. Er hatte zuvor ein Ultimatum gestellt, den kritischen Seeweg der Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden wieder zu öffnen, andernfalls drohten Angriffe auf iranische Kraftwerke und andere Energieanlagen. Am Montagmorgen änderte Trump jedoch seinen Kurs und ordnete die Verschiebung der Angriffe an, um den Verhandlungen eine Chance zu geben.
Die Gespräche für die USA wurden laut Trump von Steve Witkoff, dem Sondergesandten des Weißen Hauses, und Jared Kushner, dem Schwiegersohn des Präsidenten, geführt. Trump bezeichnete die bisherigen Gespräche als "perfekt" und kündigte an, dass sie telefonisch fortgesetzt und bald ein Treffen stattfinden werde. Er betonte, dass eine "sehr ernsthafte Chance auf einen Deal" bestehe, garantierte jedoch nichts.
Iran dementiert Gespräche und äußert Misstrauen
Trotz Trumps optimistischen Äußerungen dementierte das iranische Außenministerium in einer Erklärung gegenüber ABC News, dass Gespräche mit den USA stattfänden. Es wurde argumentiert, Trump wolle Zeit für US-Militärpläne gewinnen und die Energiepreise senken. Auch die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr News Agency berichtete über die Dementis des Außenministeriums.
Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf bezeichnete Trumps Behauptungen als "Fakenews", die zur Manipulation der Finanz- und Ölmärkte dienten und den USA und Israel helfen sollten, aus ihrer "Misere" zu entkommen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, deutete jedoch an, dass Nachrichten von "freundlichen Ländern" eingegangen seien, die einen US-Antrag auf Verhandlungen zur Beendigung des Krieges enthielten.
Kernpunkt der Verhandlungen: Keine Atomwaffen für Iran
Ein zentraler Punkt der angeblichen Einigung ist laut Trump, dass Iran keine Atomwaffen besitzen werde. "Das ist Nummer eins, zwei und drei. Sie werden niemals eine Atomwaffe haben", sagte der Präsident und fügte hinzu: "Sie haben dem zugestimmt." Iran hatte sich zuvor im Rahmen von Verhandlungen mit dem Westen verpflichtet, keine Atomwaffen zu bauen, reicherte jedoch weiterhin nukleares Material bis nahe an Waffenfähigkeit an.
Trump erklärte, falls ein Abkommen zustande käme, würden die USA das angereicherte Uran Irans "nehmen". Er betonte zudem, dass er eine "sehr ernsthafte Form des Regimewechsels" in Iran anstrebe. Dies stehe im Gegensatz zur Einschätzung der US-Geheimdienste, die nach der "Operation Midnight Hammer" im letzten Sommer, die Trump als "ausgelöscht" bezeichnete, davon ausgingen, dass Iran keine Atomwaffen verfolgte.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Ölmarkt-Reaktion
Die Ankündigung Trumps, die Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur zu pausieren, führte zu einer positiven Reaktion an den Finanzmärkten. Der Dow Jones Industrial Average stieg am Montag deutlich an, und der Ölpreis fiel um etwa 10 Prozent auf rund 90 Dollar pro Barrel. Trump äußerte die Erwartung, dass der Ölpreis "wie ein Stein fallen" würde, sobald ein Abkommen erzielt sei.
Der Präsident sprach sich auch dafür aus, iranisches Öl, das sich bereits auf See befindet, auf die globalen Märkte zu lassen, um das System zu stabilisieren. Er sagte, er wolle "so viel Öl wie möglich im System haben". Die Kontrolle über die Straße von Hormus, die weiterhin von Iran blockiert wird, soll laut Trump "gemeinsam kontrolliert" werden.
Internationale Reaktionen und regionale Spannungen
Trotz der angeblichen Verhandlungen sind die Spannungen in der Region weiterhin hoch. Tausende weitere US-Marinesoldaten und mehrere Navy-Schiffe sind auf dem Weg in den Nahen Osten, und das Pentagon beantragt zusätzliche 200 Milliarden Dollar an Finanzmitteln. In Bahrain gab es am Montag starke Explosionen und Luftalarm-Sirenen, die ersten im Golf seit Trumps Ankündigung der Gespräche.
Pakistanischer Premierminister Shehbaz Sharif sprach mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian und bot Islamabads Hilfe bei der Friedensstiftung in der Region an. Das Vereinigte Königreich bestellte den iranischen Botschafter Seyed Ali Mousavi ein, um die "rücksichtslosen und destabilisierenden Aktionen" Irans im In- und Ausland zu thematisieren, insbesondere nach Vorwürfen der Überwachung der jüdischen Gemeinde in London. Trump äußerte sich zuversichtlich, dass Israel mit einem möglichen Friedensabkommen "sehr glücklich" sein würde und sprach von "garantiertem Frieden" für Israel.