Trumps Hormus-Ultimatum: Ölpreise und Aktien im Spannungsfeld

Trumps Hormus-Ultimatum: Ölpreise und Aktien im Spannungsfeld

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Präsident Trump hat Iran eine Frist bis Dienstag, den 7. April, um 20:00 Uhr Eastern Time gesetzt, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Sollte Iran keinem Waffenstillstandsabkommen zustimmen, das die Wiedereröffnung dieser wichtigen Wasserstraße beinhaltet, drohen die USA und Israel mit Angriffen auf iranische Brücken und Kraftwerke. Solche Angriffe könnten Vergeltungsschläge Irans gegen weitere Energieinfrastruktur im Nahen Osten auslösen.

Trumps Ultimatum und die Reaktion der Märkte

Die Ölpreise zeigten am Montag eine verhaltene Reaktion auf die neue Frist des Präsidenten, schwankten jedoch im Tagesverlauf. Brent, der globale Öl-Benchmark, und WTI, der US-Öl-Benchmark, notierten am Montagmorgen zunächst leicht tiefer bei rund 110 US-Dollar pro Barrel. Am Donnerstag zuvor waren beide Benchmarks stark gestiegen – WTI um 11,4 % und Brent um 7,8 % –, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, Iran "extrem hart" zu treffen. Im weiteren Verlauf des Montags drehten die Preise ins Plus: US-Rohöl stieg um 1,3 % auf 113,09 US-Dollar, während Brent um 1,2 % auf 110,37 US-Dollar zulegte.

Die US-Aktienmärkte zeigten sich am Montag ebenfalls zögerlich. Der S&P 500 stieg im Nachmittagshandel um 0,2 %, der Dow Jones Industrial Average um 0,1 % und der Nasdaq Composite um 0,3 %. Diese Bewegungen folgten auf die erste Gewinnwoche des S&P 500 seit sechs Wochen.

Die Zurückhaltung der Ölaktien

Die Aktien großer Ölkonzerne reagierten noch verhaltener. So sank die Aktie von Chevron (NYSE: CVX) am Montagmorgen um etwa 1 % und verzeichnete in der vergangenen Woche einen Rückgang von über 5 %, obwohl Brent um 3,5 % und WTI um 11,9 % gestiegen waren. Die Aktien von ExxonMobil (NYSE: XOM) lagen am Montagmorgen geringfügig höher, fielen aber ebenfalls in der letzten Woche um mehr als 5 %.

Dieser Rückgang könnte auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, da die Aktien beider Unternehmen in diesem Jahr bereits um etwa 30 % gestiegen sind. Eine weitere Erklärung ist die Erwartung des Marktes, dass die USA vor Ablauf der Frist ein Waffenstillstandsabkommen mit Iran erzielen werden.

Szenarien für die Zukunft des Ölmarktes

Diese Woche ist entscheidend für den Ölmarkt. Sollte Iran einem Waffenstillstandsabkommen zustimmen und den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ermöglichen, würden die Ölpreise voraussichtlich sinken. Der Öl-Terminmarkt preist dieses Szenario bereits ein und prognostiziert einen Rückgang von Brent auf 90 US-Dollar pro Barrel bis August und unter 80 US-Dollar bis Dezember, mit ähnlichen Reduzierungen für WTI. Diese optimistische Erwartung erklärt, warum die Aktien von Chevron und Exxon in der letzten Woche gefallen sind und in diesem Jahr nicht so stark wie die Rohölpreise gestiegen sind.

Sollte Iran jedoch keinem Abkommen zustimmen, könnten die USA neue Angriffe auf Brücken und Kraftwerke starten oder eine Bodeninvasion auf Irans Kharg Island, dem wichtigsten Ölexporthafen im Persischen Golf, durchführen. Solche Angriffe könnten eine Welle iranischer Gegenangriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf auslösen. Zusätzlich könnten die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen Angriffe auf Schiffe im Roten Meer starten und Bab el-Mandeb blockieren. Analysten warnen, dass eine längere Schließung der Straße von Hormus die Ölpreise in den kommenden Wochen auf 150 US-Dollar pro Barrel treiben könnte. Dies würde die Aktien von Exxon und Chevron wahrscheinlich deutlich höher treiben, insbesondere wenn Iran erhebliche langfristige Schäden an der Energieinfrastruktur im Golf verursacht.

Weitere Marktentwicklungen am Montag

Iran lehnte am Montag den jüngsten Waffenstillstandsvorschlag ab und forderte stattdessen ein dauerhaftes Kriegsende mit Garantien gegen zukünftige Angriffe. Mojtaba Ferdousi Pour, Leiter der iranischen diplomatischen Mission in Kairo, betonte gegenüber The Associated Press: "Wir werden nicht nur einen Waffenstillstand akzeptieren. Wir akzeptieren nur ein Ende des Krieges mit Garantien, dass wir nicht wieder angegriffen werden."

Die Kämpfe gehen derweil weiter, einschließlich eines israelischen Angriffs auf eine iranische petrochemische Anlage. Präsident Trump hatte am Wochenende auf seinem sozialen Netzwerk gedroht: "Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und der Brücken, alles in einem, im Iran sein", und die iranischen Führer gewarnt: "Ihr werdet in der Hölle leben – SCHAUT NUR ZU!"

Die Unsicherheit über den Konflikt und seine Auswirkungen auf den globalen Öl- und Erdgasfluss führte zu den schwankenden Ölpreisen. Die Straße von Hormus ist von entscheidender Bedeutung, da normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls in Friedenszeiten durch sie transportiert wird. Der durchschnittliche Preis für einen Gallone Benzin liegt landesweit bei fast 4,12 US-Dollar, verglichen mit unter 3 US-Dollar kurz vor Kriegsbeginn Ende Februar. Für Länder, die nicht so viel Öl produzieren wie die Vereinigten Staaten, sind die Auswirkungen noch gravierender, da sie stärker auf Öllieferungen aus dem Nahen Osten angewiesen sind.

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