Trumps Wirtschaftspolitik: Ökonomen warnen vor Erschwinglichkeitskrise

Trumps Wirtschaftspolitik: Ökonomen warnen vor Erschwinglichkeitskrise

Aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Ökonomen üben scharfe Kritik an der Rhetorik des ehemaligen Präsidenten Donald Trump bezüglich steigender Preise. Sie argumentieren, dass seine Wahlkampfversprechen, die Preise würden sinken, von Anfang an unrealistisch waren und zur aktuellen "Erschwinglichkeitskrise" in den USA beitragen.

Trumps "Erbsünde" in der Wirtschaftspolitik

Der Ökonom Justin Wolfers bezeichnete Trumps Versprechen an die Wähler, die Preise würden fallen, als dessen "Erbsünde". In einem Auftritt bei "MS Now’s Velshi" am Sonntag betonte Wolfers, dass Preise in einer gesunden Wirtschaft fast nie sinken. Viele Amerikaner hofften immer noch auf Preissenkungen, weil "der Präsident versprochen hat, dass die Preise wieder sinken würden." Wolfers nannte dies eine "unverantwortliche Behauptung zu der Zeit" und fügte hinzu, dass die Hoffnung auf deren Erfüllung "schrecklich schmerzhaft" wäre.

Die Realität nach dem Preisanstieg

Wolfers erklärte weiter, dass das typische Muster nach einem Preisanstieg nicht Deflation, sondern Lohnwachstum sei. Dieses Lohnwachstum scheine jedoch derzeit auszubleiben, was zur aktuellen "Erschwinglichkeitskrise" führe. Die gegenwärtigen Preissteigerungen seien auf höhere Geschäftskosten zurückzuführen, was Ökonomen als Angebotsschock bezeichnen. Als Beispiele nannte er Tarife oder die mangelnde Verfügbarkeit von Arbeitskräften durch Einwanderung. Da Arbeitgeber mit höheren Kosten konfrontiert seien, gebe es "kein zusätzliches Geld für eine Lohnerhöhung."

Warnungen vor einer "ernsthaften Erschwinglichkeitskrise"

Auch Mark Zandi, Chefökonom von Moody’s Analytics, warnte kürzlich vor einer "ernsthaften Erschwinglichkeitskrise" in der US-Wirtschaft. Er machte Trumps Tarife und restriktive Einwanderungspolitik direkt für die "Anheizung" der Inflation verantwortlich. Zandi prognostiziert, dass alles auf "noch höhere Inflation" hindeutet, die deutlich über dem von der Federal Reserve angestrebten Ziel von 2 % liegen würde. Eine solche Entwicklung würde weitere Zinssenkungen erschweren.

Selektive Erfolge und zukünftige Aussichten

Trotz der anhaltenden breiteren Inflationsdrucke beanspruchte die Trump-Administration kürzlich selektive Erfolge bei der Senkung der Preise bestimmter wichtiger Rohstoffe, wie zum Beispiel Eier. Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins (R-Texas) erklärte in der vergangenen Woche, dass die Eierpreise in den letzten zehn Monaten "um 86 Prozent gesunken" seien. Sie berichtete auch, dass Trump "entschlossen darauf fokussiert" sei, die Preise zu senken, und zitierte ihn mit den Worten: "Brooke, wir werden keine Plastikeier beim Ostereierrollen im Weißen Haus haben. Bring die Eierpreise runter." Die Debatte über die Ursachen und Lösungen der Inflation bleibt somit ein zentrales Thema der Wirtschaftspolitik.

Erwähnte Persönlichkeiten