TSA-Krise: Ungeschulte ICE-Agenten an US-Flughäfen? Gewerkschaft schlägt Alarm

TSA-Krise: Ungeschulte ICE-Agenten an US-Flughäfen? Gewerkschaft schlägt Alarm

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Ein anhaltender teilweiser Regierungsstillstand in den USA führt zu massiven Problemen bei der Flughafensicherheit, da Tausende von TSA-Mitarbeitern seit Wochen ohne Bezahlung arbeiten. Präsident Donald Trump schlägt vor, unbezahlte TSA-Beamte durch ICE-Agenten zu ersetzen, was jedoch auf scharfe Kritik der größten Bundesbeamtengewerkschaft stößt. Diese warnt vor erheblichen Sicherheitsrisiken durch ungeschultes Personal an den Kontrollpunkten.

Regierungsstillstand belastet Flughafensicherheit

Der aktuelle partielle Regierungsstillstand in den Vereinigten Staaten hat das Department of Homeland Security (DHS), das die Transportation Security Administration (TSA) beaufsichtigt, ohne Finanzierung gelassen. Dies führt zu weitreichenden Konsequenzen für die US-Flughäfen und die dortige Flughafensicherheit. TSA-Mitarbeiter haben seit fünf Wochen keine Gehaltszahlungen erhalten, was zu einem erheblichen Personalmangel führt.

Seit Mitte Februar haben laut Angaben des Weißen Hauses über 400 TSA-Beamte ihren Dienst quittiert. Diese Entwicklung verschärft die Personalknappheit und resultiert in langen Wartezeiten sowie massiven Schlangen an den Sicherheitskontrollpunkten der Flughäfen. US-Verkehrsminister Sean Duffy äußerte am Sonntag in "This Week with George Stephanopoulos" Bedenken, dass sich die Situation noch verschlimmern werde.

Trumps Vorschlag: ICE-Agenten an Flughäfen

Als Reaktion auf die Krise schlug Präsident Donald Trump vor, ICE-Agenten (Immigration and Customs Enforcement) zur Unterstützung der Flughafensicherheit einzusetzen. Auf Truth Social schrieb Trump: "Likewise, I look forward to moving ICE in on Monday, and have already told them to,"GET READY." NO MORE WAITING, NO MORE GAMES!"

Tom Homan, der Grenzbeauftragte des Weißen Hauses, bestätigte am Sonntag auf CNNs "State of the Union", dass die Regierung aktiv an einem Plan zur Integration von ICE-Agenten in Flughäfen arbeite. Er kündigte an, dass bis Ende des Tages ein Plan vorliegen werde, welche Flughäfen betroffen seien und wohin die Agenten entsandt würden.

Gewerkschaft warnt vor Sicherheitsrisiken

Die American Federation of Government Employees (AFGE), Amerikas größte Bundesbeamtengewerkschaft, lehnt den Vorschlag entschieden ab. Everett Kelley, Präsident der AFGE, erklärte am Sonntag in einer Online-Stellungnahme, dass ICE-Agenten weder in der Luftsicherheit geschult noch zertifiziert seien. Er betonte, dass TSA-Beamte Monate damit verbringen, Sprengstoffe, Waffen und Bedrohungen zu erkennen, die speziell darauf ausgelegt sind, Kontrollen zu umgehen.

Kelley fügte hinzu: "You cannot improvise that. Putting untrained personnel at security checkpoints does not fill a gap. It creates one." Er forderte, dass die TSA-Beamten bezahlt werden sollten, anstatt sie durch "untrained, armed agents who have shown how dangerous they can be" zu ersetzen. ICE stand zuvor im Zentrum von Trumps Einwanderungsmaßnahmen, wobei tödliche Schießereien zu Protesten und zur Absetzung der ehemaligen DHS-Sekretärin Kristi Noem führten.

Finanzielle Notlage der TSA-Mitarbeiter

Die finanzielle Belastung für die TSA-Mitarbeiter ist erheblich. Ihre Gehälter beginnen bei etwa 40.000 US-Dollar jährlich, und sie können nicht von null Gehaltsschecks leben. Verkehrsminister Sean Duffy warnte, dass viele Mitarbeiter andere Jobs annehmen werden, um ihre Familien zu ernähren und Miete zu zahlen.

Diese Entwicklung könnte den Druck auf den Kongress erhöhen, eine Lösung für den Regierungsstillstand zu finden. Störungen im Flugverkehr waren bereits in der Vergangenheit ausschlaggebend dafür, dass der Kongress einen früheren vollständigen Regierungsstillstand beendete. Everett Kelley appellierte an den Kongress, "stop playing politics and do their jobs."

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