TSMC: Der stille Gigant hinter dem globalen Chip-Boom und KI-Wachstum

TSMC: Der stille Gigant hinter dem globalen Chip-Boom und KI-Wachstum

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Während Halbleiteraktien wie Nvidia, Advanced Micro Devices (AMD) und Broadcom oft im Rampenlicht stehen, gibt es einen entscheidenden Akteur, der für die Fertigung ihrer Chips unerlässlich ist: Taiwan Semiconductor Manufacturing (NYSE: TSM). Dieses Unternehmen, auch bekannt als TSMC, ist der größte reine Auftragsfertiger (Foundry) weltweit und kontrolliert über 70 % des globalen Marktes.

TSMC: Der unsichtbare Gigant der Chip-Fertigung

Der globale Foundry-Markt hat derzeit ein Volumen von fast 185 Milliarden US-Dollar und wird voraussichtlich bis 2036 auf rund 360,5 Milliarden US-Dollar anwachsen. TSMC profitiert von der explosionsartigen branchenweiten Nachfrage nach modernsten Chips, da es für zahlreiche Chipdesigner und Technologiegiganten produziert. Dies macht das Unternehmen unabhängig von einzelnen Firmen oder Technologien.

Treibende Kraft des KI-Booms

TSMCs Wettbewerbsposition ist außergewöhnlich stark, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Hochleistungsrechnens (HPC). Im Jahr 2025 trugen 3-Nanometer-Chips 24 % zum Wafer-Umsatz bei, während 5-Nanometer- und 7-Nanometer-Chips 36 % bzw. 14 % ausmachten. Insgesamt entfielen 74 % des gesamten Wafer-Umsatzes auf fortschrittliche Technologien von 7 Nanometern und darunter. Ende 2025 begann TSMC zudem mit der Massenproduktion von 2-Nanometer-Chips.

Diese Dominanz ist entscheidend, da KI- und HPC-Anwendungen zunehmend auf modernste Chipfertigung angewiesen sind. Obwohl konkurrierende Foundries wie Samsung und Intel aggressiv investieren, hinken sie bei der Ausbeute fortschrittlicher Knotenpunkte noch hinterher. Das Management von TSMC hat seine Technologieführerschaft bei 2-Nanometer- und A16-Prozessknoten bekräftigt und erwartet, dass 2-Nanometer von Anfang an ein größerer Knotenpunkt sein wird als 3-Nanometer, mit bereits starker Nachfrage aus Smartphone- und HPC-KI-Anwendungen. Kunden verlassen sich auf TSMC, um leistungsstarke, energieeffiziente Chips mit fortschrittlicher Verpackung herzustellen.

Solides Wachstum und Marktposition

Die Finanzlage von TSMC ist ebenfalls beeindruckend. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 35,9 % auf 33,7 Milliarden US-Dollar. Der HPC-Bereich, der die KI-Nachfrage einschließt, wuchs im Jahresvergleich um 48 % und machte 58 % des Gesamtumsatzes aus.

KI ist bereits ein solider Wachstumskatalysator für TSMC. Das Management gab an, dass die Umsätze mit KI-Beschleunigern im Jahr 2025 einen hohen zweistelligen Prozentsatz des Gesamtumsatzes ausmachten. Es wird erwartet, dass die KI-Umsätze von 2024 bis 2029 jährlich im mittleren bis hohen 50-Prozentbereich wachsen werden. Das Unternehmen prognostiziert für diesen Zeitraum ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von etwa 25 %. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet TSMC einen Umsatzanstieg von fast 30 % im Jahresvergleich, da die Nachfrage das verfügbare Angebot deutlich übersteigt und die Kapazitäten weiterhin knapp sind. TSMC hat eine Marktkapitalisierung von 1,7 Billionen US-Dollar und eine Bruttomarge von 58,73 %.

Herausforderungen und Chancen im Speichermarkt

Während TSMC die Chipfertigung dominiert, gibt es im Speichermarkt für KI-Anwendungen Bewegung. Nvidia, ein führendes Unternehmen in der KI-Revolution, dessen Grafikprozessoren (GPUs) das Herzstück der KI-Verarbeitung bilden, ist ein wichtiger Abnehmer von Speicherchips. Micron Technology (NASDAQ: MU) war bisher ein bedeutender Lieferant von High-Bandwidth Memory (HBM), DRAM und NAND-Prozessoren für Nvidia.

Berichten zufolge wird Nvidia für seinen Flaggschiff-Chip Vera Rubin, der in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt kommen soll, jedoch ausschließlich Speicherchips von Microns größten Konkurrenten verwenden:

  • SK Hynix und Samsung Electronics (SSNLF) sollen die alleinigen Lieferanten der sechsten Generation von HBM4 für den Vera Rubin Prozessor sein.
  • SK Hynix wird voraussichtlich mehr als die Hälfte der gesamten HBM-Lieferungen von Nvidia in diesem Jahr stellen.
  • Samsung wird der führende Lieferant von HBM4-Chips für den Vera Rubin sein.

Laut Counterpoint Research sind SK Hynix und Samsung Electronics mit 34 % bzw. 33 % Marktanteil die weltweit größten HBM-Anbieter, während Micron mit 26 % an dritter Stelle liegt. Diese Entwicklung könnte erhebliche Auswirkungen auf Microns Zukunft haben, da Nvidia mit einem geschätzten Marktanteil von 92 % (IoT Analytics) der Goldstandard bei Rechenzentrums-GPUs ist. Große Technologieunternehmen wie Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta Platforms planen, im Kalenderjahr 2026 zusammen 700 Milliarden US-Dollar für Investitionen auszugeben, wobei der Großteil für KI-zentrierte Rechenzentren und Server vorgesehen ist.

Dennoch gibt es auch positive Aspekte für Micron. Citi-Analyst Atif Malik schätzt, dass die Kosten einiger Speicherchips in diesem Jahr um 171 % steigen werden, angetrieben durch die anhaltende Nachfrage nach Rechenzentren und die anhaltenden Engpässe. Daher dürfte Micron keine Schwierigkeiten haben, einen Markt für seine anderen Speicherchips zu finden. Zudem könnte Micron laut dem unabhängigen Analysten Richard Windsor von Radio Free Mobile später im Produktionszyklus, wenn die Lieferungen des Vera Rubin zunehmen, wieder zum Zuge kommen.

Milliardäre setzen auf Tech-Giganten

Erfolgreiche Investoren wie Bill Ackman (Pershing Square Capital Management), Stanley Druckenmiller (Duquesne Family Office), Ken Griffin (Citadel Advisors) und David Tepper (Appaloosa) haben in der Vergangenheit kluge Entscheidungen getroffen. Mehrere dieser Milliardäre investierten im vierten Quartal 2025 massiv in bestimmte Top-Aktien:

  • Alphabet (NASDAQ: GOOGL): Die Google-Muttergesellschaft gehörte zu den beliebtesten Titeln. Griffin erhöhte seinen Anteil um 39,8 %, Druckenmiller um beeindruckende 276,7 % und Tepper um 28,9 %. Obwohl Ackman seinen Anteil leicht um etwa 2,5 % reduzierte, war der Konsens unter diesen Investoren überwältigend positiv. Alphabet überzeugt mit Google Cloud als schnellstwachsendem der Top-3-Cloud-Anbieter und Google Gemini als einem der am besten bewerteten KI-Modelle. Zukünftige Wachstumstreiber könnten Waymo im Robotaxi-Markt und Google Quantum AI im Quantencomputing sein. Alphabet hat eine Marktkapitalisierung von 3,6 Billionen US-Dollar und eine Bruttomarge von 59,68 %.
  • Amazon (NASDAQ: AMZN): Amazon ist die zweitgrößte Position im Portfolio von Citadel Advisors. Griffin erhöhte seine Position im vierten Quartal um 336,2 %. Auch Ackman und Druckenmiller investierten kräftig und erhöhten ihre Anteile um 65 % bzw. 68,8 %. Tepper war hier der Ausreißer und reduzierte seine Amazon-Position um 12,8 %, was jedoch nicht unbedingt auf eine grundlegende Abkehr hindeutet. Amazon hat eine Marktkapitalisierung von 2,2 Billionen US-Dollar und eine Bruttomarge von 50,29 %.