
US-Aktien unter Druck: Geopolitik und "Extreme Fear" am Markt
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Die US-Aktienmärkte verzeichneten am Dienstag Rückgänge, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung noch deutliche Gewinne erzielt hatten. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und eine weiterhin angespannte Marktstimmung prägten das Handelsgeschehen.
US-Aktien unter Druck: Geopolitik und "Extreme Fear"
Am Dienstag schlossen die US-Aktienindizes mehrheitlich im Minus. Der S&P 500 fiel um 0,37 % auf 6.556,37 Punkte, während der Dow Jones um rund 84 Punkte auf 46.124,06 Punkte nachgab. Der technologielastige Nasdaq Composite verzeichnete einen Rückgang von 0,84 % auf 21.761,89 Punkte.
Die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Iran und Israel, die sich bis Dienstagmorgen fortsetzten, trugen maßgeblich zur Verunsicherung bei. Berichte des Wall Street Journal, wonach Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine Annäherung an eine Beteiligung am Konflikt gegen Teheran zeigten, verstärkten die geopolitische Dimension der ohnehin angespannten Lage.
Der Fear & Greed Index: Ein Barometer der Marktstimmung
Der CNN Money Fear & Greed Index, ein Maß für die aktuelle Marktstimmung, zeigte am Dienstag eine leichte Entspannung des allgemeinen Angstniveaus. Dennoch verblieb der Index mit einem Wert von 16,9 (gegenüber einem vorherigen Wert von 14,9) weiterhin in der Zone der "Extreme Fear". Dieser Index basiert auf der Annahme, dass höhere Angst Druck auf die Aktienkurse ausübt, während höhere Gier den gegenteiligen Effekt hat. Er wird aus sieben gleichgewichteten Indikatoren berechnet und reicht von 0 (maximale Angst) bis 100 (maximale Gier).
Sektorale Performance und Unternehmensmeldungen
Innerhalb des S&P 500 schlossen die meisten Sektoren am Dienstag positiv. Energie-, Material- und Versorgeraktien verzeichneten die größten Gewinne. Kommunikationsdienste und Immobilienaktien widersetzten sich jedoch dem allgemeinen Markttrend und schlossen die Sitzung mit Verlusten ab.
Bei den Unternehmensgewinnen meldete Core & Main Inc. (NYSE:CNM) am Dienstag gemischte Ergebnisse für das vierte Quartal.
Wochenauftakt mit Erholungssignalen
Bereits am Montag hatten die US-Aktienmärkte eine Erholung gezeigt, wobei der S&P 500 um rund 1 % zulegte, während die Ölpreise nachgaben. Der Dow Jones schloss um etwa 388 Punkte höher bei 46.946,41 Punkten, der S&P 500 stieg um 1,01 % auf 6.699,38 Punkte und der Nasdaq Composite gewann 1,22 % auf 22.374,18 Punkte. Alle Sektoren des S&P 500 schlossen positiv, wobei Informationstechnologie, zyklische Konsumgüter und Kommunikationsdienste die größten Gewinne verzeichneten.
Der Fear & Greed Index lag am Montag bei 22,4 (zuvor 22,6) und verblieb ebenfalls in der Zone der "Extreme Fear", zeigte aber kaum eine Veränderung im allgemeinen Angstniveau. Dollar Tree Inc. (NASDAQ:DLTR) meldete am Montag positive Ergebnisse für das vierte Quartal.
Ein Blick auf weitere Marktentwicklungen
An einem anderen Dienstag in der jüngeren Vergangenheit zeigten sich die US-Aktienmärkte gemischt. Der Dow Jones fiel um rund 0,1 % (ca. 34 Punkte) auf 47.706,51 Punkte, der S&P 500 gab um 0,21 % auf 6.781,48 Punkte nach, während der Nasdaq Composite leicht um 0,01 % auf 22.697,10 Punkte zulegte. Der CNN Money Fear & Greed Index lag an diesem Tag bei 27,9 (zuvor 27,7) und befand sich in der "Fear"-Zone, was eine leichte Entspannung des allgemeinen Angstniveaus signalisierte.
In diesem Kontext fielen die Aktien von Kohls Corp. (NYSE:KSS) um rund 1,5 %, obwohl das Unternehmen besser als erwartete Finanzergebnisse für das vierte Quartal meldete und eine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 über den Schätzungen abgab. United Natural Foods Inc. (NYSE:UNFI) verzeichnete einen Rückgang von etwa 3 % nach gemischten Ergebnissen für das zweite Quartal. Anleger erwarteten zudem die Ergebnisse von Campbell’s Co. (NASDAQ:CPB), UiPath Inc. (NYSE:PATH) und Petco Health and Wellness Company Inc. (NASDAQ:WOOF).
Wichtige Wirtschaftsdaten
Die Wirtschaftsdaten lieferten ein gemischtes Bild:
- Die US-Bestandsverkäufe bestehender Eigenheime stiegen im Februar um 1,7 % gegenüber dem Vormonat auf eine annualisierte Rate von 4,09 Millionen, verglichen mit Marktschätzungen von 3,89 Millionen.
- US-Privatarbeitgeber fügten in den vier Wochen bis zum 21. Februar durchschnittlich 15.500 Arbeitsplätze pro Woche hinzu.
- Der NY Empire State Manufacturing Index sank im März auf -0,2 von 7,1 im Vormonat, unter den Marktschätzungen von 3,2.
- Der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index stieg im März auf 38 von 37 im Vormonat und entsprach den Marktschätzungen von 37.
- Die US-Industrieproduktion stieg im Februar um 0,2 % gegenüber dem Vormonat, verglichen mit Marktschätzungen von 0,1 %.