US-Banken trotzen Marktrisiken: Bank of America und Wells Fargo mit Gewinnsprung

US-Banken trotzen Marktrisiken: Bank of America und Wells Fargo mit Gewinnsprung

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Die US-Finanzgiganten Bank of America (BAC) und Wells Fargo (WFC) haben am Mittwochmorgen einen deutlichen Anstieg ihrer Gewinne für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr bekannt gegeben. Robuste Handelsaktivitäten und höhere Krediterträge waren die Haupttreiber für diese positiven Entwicklungen, die den Banken das höchste Jahresnettoergebnis seit vier Jahren bescherten.

Starke Quartalsergebnisse für Bank of America und Wells Fargo

Die Bank of America meldete für das vierte Quartal einen Nettogewinn von 7,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Prognosen von 7,4 Milliarden US-Dollar übertraf. Der Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 0,98 US-Dollar und übertraf ebenfalls die Erwartungen. Die firmeneigenen Einnahmen stiegen um 7 % auf 28 Milliarden US-Dollar.

Wells Fargo verzeichnete einen Nettogewinn von 5,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr, was den Prognosen entsprach. Das EPS belief sich auf 1,62 US-Dollar und lag damit knapp unter den Erwartungen von 1,67 US-Dollar, beeinflusst durch Abfindungskosten. Die Einnahmen von Wells Fargo stiegen um 4 % auf 21,3 Milliarden US-Dollar.

Handelsgeschäft und Kreditvergabe als Wachstumstreiber

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg beider Banken war das florierende Handelsgeschäft. Die Handelsgebühren im Bereich Sales & Trading der Bank of America stiegen im vierten Quartal um 10 % auf 4,5 Milliarden US-Dollar, maßgeblich angetrieben durch das Aktiengeschäft. Dies ist auf eine erhöhte Kundenaktivität in volatilen Märkten zurückzuführen, die Investoren zu Portfolioanpassungen veranlasste.

Wells Fargo verzeichnete in seiner Markets Division, die die Handelsaktivitäten umfasst, einen Anstieg der Handelsgebühren um 8 % auf 1,6 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal. Währenddessen stiegen die Einnahmen aus dem Dealmaking-Geschäft der Bank of America um 1 % auf 1,67 Milliarden US-Dollar, wohingegen die Investmentbanking-Einnahmen von Wells Fargo um 1 % sanken. Beide Institute profitierten zudem von höheren Krediterträgen und Gebühren im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Optimistischer Ausblick trotz Risiken

Die CEOs der beiden Banken äußerten sich optimistisch über die Zukunft der US-Wirtschaft und ihrer eigenen Institutionen. Brian Moynihan, CEO der Bank of America, erklärte: „Obwohl weiterhin eine Reihe von Risiken bestehen, sind wir für die US-Wirtschaft im Jahr 2026 optimistisch.“ Er fügte hinzu, dass die Widerstandsfähigkeit von Verbrauchern und Unternehmen sowie die sich abzeichnenden regulatorischen Rahmenbedingungen und Steuer- und Handelspolitiken weiteres Wirtschaftswachstum erwarten lassen.

Charles Scharf, CEO von Wells Fargo, zeigte sich erfreut über die Lockerung einer Wachstumsbeschränkung im letzten Sommer: „Wir freuen uns, nun auf einem gleichberechtigten Spielfeld konkurrieren zu können und sind in der Lage, noch mehr Ressourcen für Wachstum einzusetzen, mit der Möglichkeit, unsere Bilanz zu erweitern.“ Beide Banken streben zudem eine höhere Effizienz bei der Nutzung ihrer Ressourcen zur Umsatzgenerierung an.

Wells Fargo: Restrukturierung und Analystenperspektiven

Wells Fargo meldete im vierten Quartal eine Abfindungsbelastung von 612 Millionen US-Dollar. Die Bank hat in den letzten Quartalen ihre Belegschaft kontinuierlich reduziert und beschäftigte Ende Dezember 205.000 Mitarbeiter, ein Rückgang von 6 % gegenüber Ende 2024.

Analysten zeigen sich mehrheitlich positiv gegenüber Wells Fargo. Vier Firmen haben in den letzten Monaten Kaufempfehlungen für die Aktie ausgesprochen, während keine Verkaufsbewertung vorliegt. Der Median der Kursziele von zehn Analysten in den letzten sechs Monaten liegt bei 100,5 US-Dollar. Institutionelle Investoren haben ihre Positionen in Wells Fargo ebenfalls angepasst, wobei 1.249 Investoren Aktien hinzufügten und 1.089 ihre Bestände reduzierten.

Aktienperformance und Marktreaktionen

Die Aktie der Bank of America stieg vor Handelsbeginn am Mittwoch um etwa 1 %, während die Aktien von Wells Fargo um etwa 1 % fielen. Im Jahr 2025 legten die Aktien der Bank of America um über 25 % zu und übertrafen damit den breiteren S&P 500 Index, lagen jedoch hinter Konkurrenten wie JPMorgan Chase und Wells Fargo zurück. JPMorgan Chase hatte am Dienstag ebenfalls einen Quartalsgewinn gemeldet, der die Schätzungen der Wall Street übertraf, unterstützt durch eine starke Performance ihrer Händler.