US-Börsen im Sinkflug: Dow Jones verliert 450 Punkte nach Jobs-Schock

US-Börsen im Sinkflug: Dow Jones verliert 450 Punkte nach Jobs-Schock

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Die US-Börsen erlebten am Freitag einen deutlichen Rückgang, wobei der Dow Jones über 450 Punkte einbüßte. Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht, steigende Ölpreise und anhaltende geopolitische Spannungen trübten die Anlegerstimmung, die sich laut CNN Money Fear & Greed Index weiterhin in der "Angst"-Zone befindet.

US-Börsen unter Druck: Dow Jones verliert über 450 Punkte

Am Freitag schlossen die US-Aktienmärkte mit deutlichen Verlusten. Der Dow Jones Industrial Average fiel im Handelsverlauf um mehr als 450 Punkte und beendete den Handelstag bei 47.501,55 Punkten, ein Minus von rund 453 Punkten. Auch der breitere S&P 500 gab um 1,33 % auf 6.740,02 Punkte nach, während der technologieorientierte Nasdaq Composite um 1,59 % auf 22.387,68 Punkte sank.

Die vergangene Woche war ebenfalls von Rückgängen geprägt: Der S&P 500 verlor 2 %, der Dow Jones 3 % und der Nasdaq 1,2 %. Bereits im vorbörslichen Handel am Freitag zeigten sich die Futures der wichtigsten Indizes schwächer, mit einem Minus von 0,31 % für den Dow Jones, 0,41 % für den S&P 500 und 0,49 % für den Nasdaq 100.

Arbeitsmarktbericht enttäuscht Erwartungen

Ein wesentlicher Faktor für die negative Marktstimmung war der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht. Im Februar 2026 verzeichnete die US-Wirtschaft einen Verlust von 92.000 Nonfarm Payrolls, was eine deutliche Verlangsamung gegenüber den im Januar revidierten 126.000 neuen Stellen darstellt. Diese Zahl lag zudem deutlich unter den Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Zuwachs von 59.000 Stellen gerechnet hatten.

Die Arbeitslosenquote stieg von 4,3 % auf 4,4 % und übertraf damit ebenfalls die Prognosen von 4,3 %. Die durchschnittlichen Stundenlöhne hingegen stiegen im Monatsvergleich um 0,4 %, was dem Tempo vom Januar entsprach und die Konsensschätzungen von 0,3 % übertraf. Die US-Einzelhandelsumsätze fielen im Januar um 0,2 % gegenüber dem Vormonat, während die Marktschätzungen einen Rückgang von 0,3 % vorsahen.

Geopolitische Spannungen treiben Ölpreise an

Die Ölpreise verzeichneten einen deutlichen Anstieg und erreichten die höchsten Stände seit Oktober 2023. Rohöl verteuerte sich in der vergangenen Woche um fast 35 %, was den größten wöchentlichen Gewinn in der Handelsgeschichte der Rohstoffe darstellt. Diese Entwicklung ist eng mit den anhaltenden geopolitischen Spannungen verbunden.

US-Präsident Donald Trump stellte dem Iran ein Ultimatum, das eine bedingungslose Kapitulation forderte und vor verheerenden Konsequenzen warnte, sollten Angriffe auf US-Streitkräfte fortgesetzt werden. Der Energieminister von Katar warnte zudem, dass der Ölpreis auf über 150 US-Dollar steigen könnte, sollte die Straße von Hormus vollständig geschlossen werden.

Sektorale Performance und Marktstimmung

Am Freitag schlossen die meisten Sektoren des S&P 500 im Minus. Konsumgüterzykliker, Materialwerte und Informationstechnologie-Aktien verzeichneten die größten Verluste. Entgegen dem allgemeinen Markttrend konnten jedoch Energie- und Basiskonsumgüter-Aktien die Handelssitzung mit Gewinnen beenden.

Der CNN Money Fear & Greed Index zeigte am Freitag eine weitere Zunahme des allgemeinen Angstniveaus und verblieb mit einem Wert von 26,7 in der "Angst"-Zone, verglichen mit einem vorherigen Wert von 28,3. Der Index misst die aktuelle Marktstimmung anhand von sieben gleichgewichteten Indikatoren, wobei 0 maximale Angst und 100 maximale Gier signalisiert.

Einzelne Aktien im Fokus: Marvell Technology trotzt dem Trend

Trotz des allgemeinen Marktabschwungs gab es auch positive Ausreißer. Marvell Technology Inc. (NASDAQ:MRVL) verzeichnete einen Sprung von 11,92 %, nachdem das Unternehmen am Donnerstag starke Finanzergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 gemeldet hatte. Der Umsatz von 2,22 Milliarden US-Dollar übertraf die Konsensschätzung von 2,21 Milliarden US-Dollar. Wall Street hatte für das Quartal, das im Januar 2026 endete, einen Gewinnanstieg von 31,7 % auf 0,79 US-Dollar pro Aktie und einen Umsatzanstieg von 21 % auf 2,2 Milliarden US-Dollar erwartet.

Andere Unternehmen zeigten gemischte Ergebnisse:

  • **Costco Wholesale Corp. (NASDAQ:COST)** fiel im vorbörslichen Handel um 0,23 %, obwohl das Unternehmen bessere als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 gemeldet hatte.
  • **Gap Inc. (NYSE:GAP)** stürzte um 7,06 % ab, nachdem es schlechter als erwartete Ergebnisse für das vierte Quartal gemeldet und eine neue Aktienrückkaufgenehmigung in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar angekündigt hatte.
  • **Oracle Corp. (NYSE:ORCL)** stieg um 0,59 % aufgrund von Berichten über geplante Stellenstreichungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.
  • **Ford Motor Co. (NYSE:F)** legte um 0,081 % zu, trotz eines Rückrufs von 1,74 Millionen Fahrzeugen wegen eines Defekts an der Rückfahrkamera.

Ausblick auf die Zinspolitik und Anleihemärkte

Die Anleihemärkte zeigten am Freitag folgende Entwicklungen: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe lag bei 4,17 %, während die 2-jährige Anleihe eine Rendite von 3,61 % aufwies. Die Prognosen des FedWatch-Tools der CME Group deuten darauf hin, dass die Märkte eine 97,3-prozentige Wahrscheinlichkeit einpreisen, dass die Federal Reserve die aktuellen Zinsen im März unverändert lässt. Dies deutet auf eine erwartete Stabilität in der Geldpolitik hin, trotz der jüngsten Wirtschaftsdaten.