US-Sanktionen gegen Cartel del Noreste: Casinos und Schlüsselpersonen im Visier

US-Sanktionen gegen Cartel del Noreste: Casinos und Schlüsselpersonen im Visier

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Das US-Finanzministerium hat am Dienstag Sanktionen gegen drei Personen und zwei Casinos verhängt, die mutmaßlich mit Mexikos Cartel del Noreste (CDN) in Verbindung stehen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Finanzströme und Unterstützungsnetzwerke der kriminellen Organisation zu unterbrechen, die für Drogenhandel, Menschenschmuggel und gewalttätige Praktiken bekannt ist. Washington intensiviert damit seinen Kampf gegen das CDN, das bereits als terroristische Organisation eingestuft wurde.

US-Sanktionen gegen das Cartel del Noreste intensiviert

Das US-Finanzministerium hat am Dienstag weitreichende Sanktionen gegen drei Einzelpersonen und zwei Casinos verhängt. Diese stehen im Verdacht, Verbindungen zum mexikanischen Cartel del Noreste (CDN) zu unterhalten. Das CDN, das als Erbe der ehemaligen Zetas gilt, wurde bereits im vergangenen Jahr von der Trump-Administration als terroristische Organisation eingestuft.

Washington verstärkt seinen Druck auf das CDN, das für Waffen-, Drogen- und Menschenhandel sowie gewalttätige Praktiken und Erpressung bekannt ist. Die Basis der Organisation befindet sich in Nuevo Laredo, dem verkehrsreichsten Handelshafen an der US-mexikanischen Grenze.

Ziel der Maßnahmen: Finanzströme und Unterstützer

Die verhängten Sanktionen blockieren Vermögenswerte der Zielpersonen in den Vereinigten Staaten und untersagen US-Bürgern und -Unternehmen, Geschäfte mit ihnen zu tätigen. Laut Thomas Pigott vom State Department sollen diese Schritte die Einnahmequellen und Rückzugsorte des CDN schwächen. Ziel ist es, den legalen grenzüberschreitenden Handel zu schützen, amerikanische Grenzgemeinden zu sichern und den Handel mit Fentanyl sowie anderen illegalen Drogen zu stoppen.

Sekretär des Finanzministeriums Scott Bessent betonte, dass das Ministerium alle Werkzeuge nutzen werde, um die Nation vor gewalttätigen Kartellen zu schützen. Die Maßnahmen sollen die vielfältigen Einnahmequellen der Kartelle angreifen, die zur Aufrechterhaltung ihrer Operationen, einschließlich des Handels mit Fentanyl und illegalen Einwanderern in die Vereinigten Staaten, dienen.

Casinos als Drehscheiben der Geldwäsche

Im Zentrum der Sanktionen stehen zwei Glücksspieleinrichtungen. Das Casino Centenario in der Grenzstadt Nuevo Laredo, Tamaulipas, wird von den USA als Drogenlager und Mechanismus zur Geldwäsche durch Glücksspielaktivitäten bezeichnet. Es liegt nur zwei Meilen von der US-Grenze entfernt.

Ebenfalls sanktioniert wurde das Diamante Casino mit Hauptsitz in Tampico, ebenfalls in Tamaulipas. Dieses Casino betreibt zudem eine Online-Wettseite. Die Nutzung von Casinos für Geldwäsche ist eine bekannte Methode krimineller Organisationen, um illegale Einnahmen in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuschleusen.

Schlüsselpersonen im Fokus der Behörden

Neben den Casinos wurden auch wichtige Unterstützer des CDN sanktioniert. Dazu gehören Eduardo Javier Islas Valdez, der als mutmaßlicher "Torwächter" der Menschenschmuggelrouten des Kartells nach Texas identifiziert wurde. Auch der Anwalt Juan Pablo Penilla Rodríguez wurde wegen angeblicher illegaler Unterstützung sanktioniert. US-Behörden zufolge unterstützte Penilla Rodríguez einen der Anführer der Los Zetas, Miguel Ángel Treviño Morales, alias Z-40, der im vergangenen Jahr zusammen mit seinem Bruder Omar Treviño Morales und 27 weiteren Personen an die USA ausgeliefert wurde.

Bemerkenswert ist auch die Sanktionierung des Aktivisten Jesús Reymundo Ramos. Das Finanzministerium identifizierte ihn als bezahlten Mitarbeiter, der unter dem Deckmantel der Menschenrechtsvertretung Desinformationen des Kartells verbreitete. Ramos reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. Im März 2023 hatte Ramos behauptet, die mexikanische Armee und Regierung hätten Anschuldigungen inszeniert, die ihn mit dem Kartell in Verbindung brachten, was er bestritt. Eine unabhängige Untersuchung bestätigte später, dass sein Telefon im Jahr 2020 durch Pegasus-Spyware kompromittiert worden war.

Die "Kampagne des Terrors" des CDN

Das US-Finanzministerium beschreibt das Cartel del Noreste als eine Organisation, die eine "Kampagne des Terrors an der Grenze" führt. Das CDN ist demnach in den Handel mit illegalen Drogen wie Fentanyl, Crystal Meth, Heroin und Kokain entlang der Grenze verwickelt.

Die Organisation ist an gewalttätigen kriminellen Aktivitäten auf beiden Seiten der Grenze beteiligt, einschließlich der Entführung und Tötung von Personen, die ihr kriminelles Unternehmen bedrohen. Das CDN nutzt seinen "terrorgetriebenen Einfluss" in der Region, um Drogenhandels- und Menschenschmuggelrouten zu kontrollieren, Politiker und Journalisten zu bestechen sowie lokale Unternehmen und Warenströme am verkehrsreichsten Binnenland-Einreisepunkt der USA zu erpressen.

Frühere Maßnahmen und zukünftige Ziele

Die aktuellen Sanktionen sind Teil einer umfassenderen Strategie gegen das CDN. Bereits im August wurden zwei Personen und der bekannte mexikanische Rapper Ricardo Hernández Medrano, bekannt als El Makabelico oder Comando Exclusivo, wegen angeblicher Verbindungen zur kriminellen Organisation sanktioniert. El Makabelico soll das CDN durch die Nutzung von Streaming-Plattformen und Konzerten zur Generierung von Einnahmen und Geldwäsche unterstützt haben.

Im November 2024 wurden zwei hochrangige Kartellmitglieder in den USA wegen ihrer Rolle in einer umfangreichen Menschenschmuggelverschwörung des Cartel del Noreste zu Gefängnisstrafen verurteilt. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums hat im Rahmen der Trump-Administration bereits am 21. Mai 2025 zwei hochrangige Mitglieder und Waffenhändler des CDN sowie am 6. August 2025 drei hochrangige Mitglieder des CDN und El Makabelico sanktioniert. Diese Aktionen spiegeln die fortgesetzten Bemühungen wider, die Netzwerke und finanziellen Mechanismen zu zerschlagen, die den Drogenhandel und die Produktion illegaler Drogen unterstützen.

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