
US verlängert Pause bei Iran-Militärschlägen; Verhandlungen laufen weiter
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Die Vereinigten Staaten haben die Aussetzung von Militärschlägen gegen iranische Energieanlagen auf Wunsch der iranischen Regierung um weitere zehn Tage verlängert. Dies gab US-Präsident Donald Trump am Donnerstag auf Truth Social bekannt. Die Entscheidung folgt auf eine bereits am Montag verkündete fünftägige Pause, die ursprünglich zur Ermöglichung von Verhandlungen dienen sollte.
Verlängerung der Waffenruhe und laufende Verhandlungen
Präsident Trump hatte am Montag eine fünftägige Aussetzung der Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur angekündigt, um Verhandlungen mit dem Iran zu führen. Diese Frist wurde nun bis zum Abend des 6. April 2026 (US-Ostküstenzeit) oder dem 7. April (Ortszeit Teheran) verlängert. Trump schrieb auf Social Media: „Auf Wunsch der iranischen Regierung soll diese Erklärung die Aussetzung der Zerstörung von Energieanlagen um 10 Tage bis Montag, den 6. April 2026, um 20 Uhr Eastern Time, bestätigen.“ Er fügte hinzu, dass die Gespräche trotz gegenteiliger Berichte der „Fake News Media“ „sehr gut“ verliefen.
Unterschiedliche Darstellungen der Gesprächslage
Während Präsident Trump von „sehr guten und produktiven Gesprächen“ sprach und behauptete, iranische Unterhändler würden um ein Abkommen „betteln“, haben iranische Vertreter dies nicht bestätigt. Teheran wies Trumps frühere Aussagen als „Fake News“ zurück, die darauf abzielten, die Ölmärkte zu manipulieren. Trotzdem sind indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran im Gange, vermittelt durch Pakistan und unterstützt von Ländern wie der Türkei und Ägypten. US-Sondergesandter Steve Witkoff bestätigte, dass den Iranern ein 15-Punkte-Vorschlag für ein Friedensabkommen unterbreitet wurde, ohne jedoch Details zu nennen.
Drohungen und strategische Positionen
Präsident Trump hat wiederholt gedroht, „die Hölle zu entfesseln“, sollte kein Abkommen mit dem Iran zustande kommen. Er warnte, dass es „KEIN ZURÜCK MEHR“ gäbe und die Situation „nicht schön“ werden würde, falls der Iran nicht bald ernsthaft verhandele. Zuvor hatte er bereits mit Angriffen gedroht, falls Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffne. Gleichzeitig betonte Trump, er sei nicht „verzweifelt“ nach einem Deal. Er erklärte: „Ich bin das Gegenteil von verzweifelt. Es ist mir egal. Tatsächlich haben wir andere Ziele, die wir treffen wollen, bevor wir gehen. Wir treffen sie täglich.“
Regionale Spannungen und weitere Entwicklungen
Die Situation in der Region bleibt angespannt. Israels Verteidigungsminister teilte mit, dass der Kommandeur der IRGC-Marine, Alireza Tangsiri, bei einem Angriff getötet wurde, und warnte, dass die IDF weiterhin iranische Kommandeure ins Visier nehmen werde. Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium meldete zudem die Abfangung und Zerstörung zweier Drohnen über der östlichen Provinz des Landes. Der Chef der UN-Atomaufsichtsbehörde äußerte sich besorgt über Militärschläge in der Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr und warnte vor einem „großen radiologischen Unfall“. Präsident Trump äußerte sich auch kritisch über die NATO, die „absolut nichts“ zur Unterstützung im Iran-Krieg getan habe, und betonte, die Vereinigten Staaten „brauchen nichts“ von dem Bündnis.