
US-Wirtschaftsfreiheit: Stärkster Anstieg seit über zwei Jahrzehnten
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Die Vereinigten Staaten haben einen fünfjährigen Rückgang ihrer Wirtschaftsfreiheit beendet und verzeichnen den größten jährlichen Anstieg seit über zwei Jahrzehnten. Laut dem Index der Wirtschaftsfreiheit der Heritage Foundation verbesserte sich die US-Bewertung um 2,6 Punkte auf 72,8, was den 22. Platz weltweit bedeutet. Dieser Fortschritt wird auf umfassende Deregulierungs- und Steuerreformen zurückgeführt.
US-Wirtschaftsfreiheit erlebt stärksten Anstieg seit über zwei Jahrzehnten
Die USA haben im Index der Wirtschaftsfreiheit der Heritage Foundation eine bemerkenswerte Trendwende vollzogen. Nach einem fünfjährigen Rückgang stieg der Wert der US-Wirtschaftsfreiheit um 2,6 Punkte auf 72,8, was den größten jährlichen Anstieg seit 2001 darstellt. Dies ist der zweitgrößte Sprung in der 32-jährigen Geschichte der USA in diesem Index.
Mit diesem Ergebnis rangieren die Vereinigten Staaten auf Platz 22 von über 176 bewerteten Ländern. Innerhalb Amerikas belegen sie den dritten Platz, hinter Kanada (75,6) und Chile (74,3). Mexiko liegt mit 59,8 Punkten auf Platz 92 weltweit und Platz 19 in der Region.
Anthony Kim, Jay Kingham Research Fellow bei der Heritage Foundation und Herausgeber des Index, betont, dass dieser Fortschritt "nicht zufällig" sei. Er führt die Verbesserungen auf Initiativen der Trump-Administration zurück, die "Regierungsjobs abgebaut, Ausgaben verlangsamt und das Wachstum des Privatsektors durch proaktive, mutige Deregulierungs- und Steuerreformen priorisiert" hätten.
Die Methodik des Index der Wirtschaftsfreiheit
Der Index der Wirtschaftsfreiheit der Heritage Foundation bewertet die wirtschaftliche Freiheit von Ländern anhand von zwölf spezifischen Freiheiten. Diese sind in vier Hauptkategorien unterteilt: Rechtsstaatlichkeit, Staatsgröße, Regulierungseffizienz und offene Märkte. Jede dieser Kategorien umfasst wiederum drei Unterkategorien, die eine detaillierte Analyse ermöglichen.
Stärken und Schwächen der US-Wirtschaft
Die Analyse des Index zeigt sowohl Stärken als auch Schwächen der US-Wirtschaftsfreiheit auf. Im Bereich der Rechtsstaatlichkeit erzielten die USA hohe Werte bei Eigentumsrechten, gerichtlicher Effektivität und staatlicher Integrität, die alle deutlich über dem Weltdurchschnitt liegen.
Auch die Regulierungseffizienz wurde positiv bewertet, wobei die Freiheit für Unternehmen, Arbeit und Währung ebenfalls weit über dem globalen Durchschnitt lagen. Bei den offenen Märkten punkteten die USA mit einer Investitionsfreiheit von 80 und einer Finanzfreiheit von 80, was deutlich über den globalen Durchschnitten von 53,4 bzw. 48,1 liegt.
Ein relativer Schwachpunkt war die Staatsgröße. Die Steuerlast der USA lag mit 75,3 Punkten leicht unter dem globalen Durchschnitt von 78,4, und die Staatsausgaben erreichten 57,9 Punkte gegenüber einem globalen Durchschnitt von 66,3. Die fiskalische Gesundheit stellte mit nur 18,5 Punkten – weit unter dem globalen Durchschnitt von 65,9 – einen erheblichen Schwachpunkt dar, bedingt durch hohe Staatsverschuldung und große Haushaltsdefizite.
Im Bereich der offenen Märkte lag die Handelsfreiheit der USA mit 67,6 Punkten unter dem globalen Durchschnitt von 70,2. Anthony Kim merkte jedoch an, dass die Auswirkungen restriktiver Zölle auf die Weltwirtschaft "weit gedämpfter waren als befürchtet", was auf erhöhte Investitionen in kritische Sektoren wie Energie und KI sowie auf die begrenzte Vergeltung durch Länder außerhalb Chinas, Kanadas und der EU zurückzuführen sei.
Globale Perspektive: Spitzenreiter und Schlusslichter
An der Spitze des Index der Wirtschaftsfreiheit stehen Länder wie Singapur (84,4), die Schweiz (83,7), Irland (83,3), Australien (80,1) und Taiwan (79,8). Diese Nationen zeichnen sich durch ein hohes Maß an wirtschaftlicher Freiheit aus.
Am unteren Ende der Skala finden sich die repressivsten Länder der Welt. Nordkorea belegt mit 3,1 Punkten den letzten Platz. Kuba (25,2), Venezuela (27,3), Sudan (32,5) und Simbabwe (35,2) bilden die Schlusslichter der Analyse der Heritage Foundation. Auch Russland (50,3), China (48,3) und Iran (41,8) gehören aufgrund ihrer repressiven politischen und wirtschaftlichen Systeme zu den Ländern mit den niedrigsten Bewertungen.
Reformen als Treiber des Fortschritts
Nicht nur die USA verzeichneten bemerkenswerte Fortschritte. Argentinien erzielte den größten Anstieg aller Länder im Index der Heritage Foundation, mit einer Verbesserung um 3,2 Punkte gegenüber dem Vorjahr. Anthony Kim führt dies auf den "entscheidenden Sieg bei den Zwischenwahlen im Oktober 2025" zurück, der dem reformorientierten Präsidenten Javier Milei "konkrete Unterstützung und größeren Schwung für die weitere Transformation der argentinischen Wirtschaft" verlieh.
Weitere Länder wie Oman, die Philippinen, Marokko und Paraguay haben trotz herausfordernder wirtschaftlicher Umfelder "erhebliche Punkteverbesserungen in den letzten zwei Jahren" verzeichnet. Insbesondere Paraguays Präsident Santiago Peña fördere "eindeutig die Wirtschaftsfreiheit, bekämpfe Korruption und baue Allianzen mit demokratischen Nationen auf."