USDA stoppt Millionen-Zahlungen an Minnesota wegen Betrugsvorwürfen

USDA stoppt Millionen-Zahlungen an Minnesota wegen Betrugsvorwürfen

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Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat am Freitag die Auszahlung von Bundesmitteln an den Bundesstaat Minnesota gestoppt. Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins begründete die Maßnahme mit einem anhaltenden Betrugsskandal und dem Vorwurf der Veruntreuung von Bundesgeldern. Die Entscheidung betrifft sowohl aktive als auch zukünftige Zuwendungen und beläuft sich auf über 129 Millionen US-Dollar.

USDA setzt Zahlungen aus

In einem Schreiben an Gouverneur Tim Walz und den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, erklärte Ministerin Rollins, dass die Zahlungen mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden. Als Gründe für diese drastische Maßnahme nannte sie mutmaßliche Betrugssysteme, die die gemeinnützige Organisation Feeding Our Future, das Housing Stabilization Services-Programm von Minnesota sowie Betrugsfälle in Kindertagesstätten im gesamten Bundesstaat betreffen.

Rollins äußerte sich in dem auf sozialen Medien veröffentlichten Brief deutlich: "Trotz eines erschütternden, weitreichenden Betrugsskandals weigern sich Ihre Verwaltungen, grundlegende Informationen bereitzustellen oder vernünftige Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung zu ergreifen." Sie forderte Walz und Frey auf, ihrem Ministerium innerhalb von 30 Tagen eine Rechtfertigung für alle Bundesausgaben des Staates vom 20. Januar letzten Jahres bis heute vorzulegen. Zukünftige Zahlungen würden eine solche Begründung erfordern.

Scharfe Reaktionen aus Minnesota

Die Entscheidung des USDA stieß in Minnesota auf heftigen Widerstand. Minnesotas Generalstaatsanwalt Keith Ellison reagierte auf Rollins' Post in den sozialen Medien mit den Worten: "Ich werde nicht zulassen, dass Sie bedürftigen Minnesotanern etwas wegnehmen. Wir sehen uns vor Gericht."

Gouverneur Walz hatte bereits am Montag seinen Rückzug aus dem Gouverneursrennen 2026 angekündigt, inmitten intensiver Prüfung seiner Handhabung des Skandals. Er verteidigte jedoch die Reaktion seiner Verwaltung, indem er betonte, man habe "Jahre damit verbracht, Betrüger zu bekämpfen", und warf Herrn Trump vor, "das Thema zu politisieren, um Programme zu defundieren, die Minnesotanern helfen." Die Büros von Walz und Frey wurden von WCCO um Stellungnahme gebeten.

Bundesweite Aufmerksamkeit und neue Maßnahmen

Der Betrugsskandal in Minnesota hat in den letzten Monaten die Aufmerksamkeit der Trump-Administration auf sich gezogen. Präsident Trump bezeichnete Minnesota als ein "Zentrum betrügerischer Geldwäscheaktivitäten".

US-Finanzminister Scott Bessent kündigte am Freitag die Schaffung einer neuen IRS-Taskforce und weitere Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung an. Dies unterstreicht den Fokus der Regierung auf den Bundesstaat inmitten einer verstärkten Einwanderungsbekämpfung. Bessent erklärte bei einem Besuch in Minnesota: "Minnesota wird die Protokolle, Verfahren und Untersuchungstechniken und die Zusammenarbeit sein. Minnesota wird die Geburtsstunde für einen nationalen Rollout sein." Zudem entsendet das US-Justizministerium ein Team von Bundesstaatsanwälten nach Minnesota, um die Vorwürfe des weit verbreiteten Betrugs in den Sozialprogrammen des Staates zu untersuchen, wie US-Beamte CBS News am Mittwoch mitteilten.

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