Walmart E-Commerce erstmals profitabel: Hochverdiener treiben Wachstum an

Walmart E-Commerce erstmals profitabel: Hochverdiener treiben Wachstum an

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Das Online-Geschäft von Walmart hat 2025 erstmals ein volles Geschäftsjahr mit Profitabilität abgeschlossen. Dieser Erfolg markiert einen Wendepunkt für den Einzelhandelsriesen, dessen E-Commerce-Aktivitäten lange Zeit Investitionen erforderten. Die strategische Ausrichtung auf Bequemlichkeit und ein erweitertes Sortiment zahlt sich nun aus.

Walmart's E-Commerce wird profitabel

Nach Jahren der Investitionen hat Walmart im Geschäftsjahr 2025 die Gewinnschwelle im E-Commerce überschritten. CFO John David Rainey äußerte sich auf der Bilanzpressekonferenz optimistisch: "Wir haben die Gewinnschwelle weit überschritten. Die Dynamik zeigt nur nach oben."

Die Gesamtumsätze von Walmart stiegen im Geschäftsjahr um 4,7 % auf 713,2 Milliarden US-Dollar. Der E-Commerce-Umsatz wuchs dabei um fast 25 % und erreichte über 150 Milliarden US-Dollar.

Einkommensstarke Haushalte als Wachstumstreiber

Ein wesentlicher Faktor für die Profitabilität sind einkommensstarke Haushalte. CEO John Furner betonte, dass der Großteil der Marktanteilsgewinne von Haushalten mit einem Einkommen von über 100.000 US-Dollar stammte. Diese Kundengruppe wird von Walmarts Kombination aus niedrigen Preisen und zunehmender Bequemlichkeit angezogen.

Sie nutzen Walmarts Online- und In-App-Angebote, von wöchentlichen Lebensmitteleinkäufen bis hin zu modischen Outfits. Laut Rainey nutzen Kunden die Ersparnisse bei Lebensmitteln, um neue Artikel aus anderen Kategorien auszuprobieren.

Der Wettbewerb mit Amazon und die Stärke der Filialen

Trotz Walmarts Wachstum übertraf Amazon das Unternehmen im vergangenen Jahr mit 716,9 Milliarden US-Dollar Umsatz als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt. Dennoch könnte Walmarts Fortschritt im E-Commerce Amazon Konkurrenz machen, insbesondere dank seiner physischen Präsenz.

Walmart erreicht 95 % der US-Haushalte durch seine rund 5.200 Standorte von Walmart und Sam's Club. CEO John Furner hob hervor, dass die Filialen ein entscheidender Teil der Lösung sind, um die gewünschten Kundenerlebnisse zu liefern, da das Inventar dort vor Ort verfügbar ist. Amazon arbeitet seinerseits intensiv daran, Walmarts dominanter physischer Präsenz entgegenzuwirken, die dem Unternehmen bisher einen Vorteil bei der Lieferung von Artikeln wie Lebensmitteln und Alltagsgegenständen in einer Stunde oder weniger verschafft hat.

Mehr als nur Lebensmittel: Mode und KI-Innovationen

Es ist nicht nur die Lieferung frischer Lebensmittel, die Walmart hilft, neue Kunden zu gewinnen. Mode führte das Umsatzwachstum im allgemeinen Warensortiment in den USA an. Trendige Styles tragen dazu bei, mehr einkommensstarke Haushalte anzuziehen, die dann dem Unternehmen treu bleiben.

Laut dem Einzelhandelsanalysten Neil Saunders von GlobalData zeigen die Daten seiner Firma, dass wohlhabende Haushalte Walmart zunehmend für mehr als nur Lebensmittel wählen, dank des erweiterten Sortiments und der Einkaufserlebnisse in den Filialen. Walmart setzt zudem auf Künstliche Intelligenz: Der hauseigene Shopping-Assistent "Sparky" führte zu 35 % höheren Transaktionssummen. US-Segment-CEO David Guggina berichtete, dass etwa die Hälfte der App-Nutzer Sparky verwendet und dies zu größeren Warenkörben führt.

Walmart hat zwar noch einen langen Weg vor sich, um Amazons Online-Umsätze einzuholen, doch das vergangene Jahr hat gezeigt, dass das Unternehmen nun über einen leistungsstarken Motor verfügt, um dieses Ziel zu erreichen.

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