
Winterstürme: Airlines erlassen Gebühren und kämpfen mit Folgen
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Massive Winterstürme haben den Flugverkehr in Nordamerika erneut stark beeinträchtigt. Fluggesellschaften in den USA und Kanada reagieren mit weitreichenden Gebührenverzichten für Umbuchungen, um Reisenden Flexibilität zu ermöglichen. Diese Wetterereignisse stellen die Airlines vor erhebliche operative und finanzielle Herausforderungen, wie die jüngsten Einnahmeverluste von American Airlines zeigen.
Winterstürme legen Flugverkehr lahm: Airlines reagieren mit Gebührenverzicht
US-Fluggesellschaften haben erneut auf bevorstehende massive Winterstürme reagiert, indem sie Stornierungs- und Umbuchungsgebühren für Flüge von Virginia bis Maine erlassen haben. Dies geschieht am Ende der Winterferien und stellt die Airlines erneut auf die Probe. Bereits am 18. Februar führten Schnee und gefrierender Regen in Süd-Ontario, Kanada, zu erheblichen Flugausfällen und ähnlichen Maßnahmen der dortigen Fluggesellschaften.
Auswirkungen in den USA: Von Virginia bis Maine
Die bevorstehende Sturmfront, die am Sonntag, den 23. Februar 2026, um 6 Uhr ET als Blizzard-Warnung beginnt, könnte Teile des südlichen Connecticut und des südöstlichen New York mit 13 bis 18 Zoll Schnee sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 55 Meilen pro Stunde treffen, so der National Weather Service. Die Auswirkungen des Sturms werden voraussichtlich bis weit in den Montag andauern.
Delta Air Lines, American Airlines, JetBlue Airways, United Airlines und Spirit Airlines haben Gebühren und Tarifdifferenzen für Passagiere erlassen, die bis zum 26. Februar umbuchen können. Southwest Airlines bietet Kunden eine gebührenfreie Umbuchung an, wenn sie innerhalb von zwei Wochen umbuchen oder auf Standby fliegen können.
American Airlines hat eine offizielle Reisewarnung herausgegeben, die 17 Flughäfen im Nordosten der USA für Reisen am 22. und 23. Februar 2026 abdeckt. Passagiere, die ihr Ticket bis zum 19. Februar 2026 gekauft haben, können bis zum 26. Februar 2026 gebührenfrei umbuchen, einschließlich Basic Economy Tickets.
Zu den betroffenen Großflughäfen gehören:
- Boston, Massachusetts (BOS) – Logan International
- New York Kennedy, New York (JFK) – John F. Kennedy International
- New York LaGuardia, New York (LGA) – LaGuardia Airport
- Newark, New Jersey (EWR) – Newark Liberty International
- Philadelphia, Pennsylvania (PHL) – Philadelphia International
- Baltimore, Maryland (BWI) – Baltimore-Washington International
- Washington Dulles, Washington D.C. (IAD) – Dulles International
- Washington Reagan, Washington D.C. (DCA) – Reagan National
Kanadische Flughäfen ebenfalls betroffen
Ein Wintersturm mit Schnee und gefrierendem Regen beeinträchtigte bereits am 18. Februar den Flugverkehr in Süd-Ontario. Am verkehrsreichsten Flughafen der Region, Toronto Pearson, waren bis 07:00 EST über 15 % der Abflüge und Ankünfte gestrichen. Auch die Flughäfen Billy Bishop (YTZ) in Toronto, Ottawa (YOW) und Halifax (YHZ) waren betroffen.
Air Canada, WestJet und Porter haben flexible, gebührenfreie Umbuchungsoptionen eingeführt. Air Canada erlaubte Umbuchungen für den 18. bis 19. Februar innerhalb von 10 Tagen ohne Strafgebühren. Reduzierte Enteisungskapazitäten am Toronto Pearson trugen zusätzlich zu den Verzögerungen bei. Reisende wurden aufgefordert, frühzeitig am Flughafen zu sein und die Airline-Benachrichtigungen genau zu verfolgen, da bis zum 20. Februar weiterer gefrierender Regen erwartet wurde.
Finanzielle Folgen und Passagierrechte
Die Winterstürme stellen eine erhebliche finanzielle Belastung für die Fluggesellschaften dar. Die Wintersturm Fern im Januar, gefolgt von bitterer Kälte, verursachte bereits massive Reiseunterbrechungen in weiten Teilen der USA. American Airlines hatte Schwierigkeiten, sich davon zu erholen, was zu scharfer Kritik von Flugpersonal führte, von denen einige gestrandet waren und an Flughäfen übernachten mussten.
Dieser Sturm kostete American Airlines zwischen 150 Millionen und 200 Millionen US-Dollar an Einnahmen, wie der Carrier im letzten Monat in einem Earnings Call mitteilte. Bei Flugausfällen haben Passagiere in der Regel Anspruch auf eine alternative Beförderung oder eine vollständige Rückerstattung, abhängig von den jeweiligen Passagierschutzgesetzen.
Trotz der operativen Herausforderungen durch solche Wetterereignisse sehen Analysten von Susquehanna und Citi einen "konstruktiven fundamentalen Hintergrund" für die Fluggesellschaften im Geschäftsjahr 2026. Sie haben ihre Kursziele für Delta Air Lines (DAL) angehoben, da sie erwarten, dass ausgewählte Carrier von Markenloyalität und diversifizierten Einnahmequellen profitieren werden.