Alphabet: Kann die Aktie bis 2030 ihren Wert verdoppeln?

Alphabet: Kann die Aktie bis 2030 ihren Wert verdoppeln?

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Alphabet (NASDAQ: GOOG, NASDAQ: GOOGL) hat im Jahr 2025 ein außergewöhnliches Wachstum gezeigt, mit einem Kursanstieg von 62 % seit Jahresbeginn. Trotz dieser starken Performance sehen Analysten weiterhin erhebliches Potenzial für die Aktie, möglicherweise sogar eine Verdopplung des Wertes bis 2030. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch das robuste Kerngeschäft und den schnell expandierenden Cloud-Computing-Bereich Google Cloud angetrieben.

Alphabets beeindruckendes Momentum

Das Technologieunternehmen Alphabet verzeichnete zuletzt eine Beschleunigung seines Wachstums. Im zweiten Quartal 2025 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 14 %, gefolgt von einem Anstieg um 16 % im dritten Quartal. Der Gesamtumsatz im dritten Quartal erreichte 102,34 Milliarden US-Dollar.

Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der Ertragslage. Der Nettogewinn von Alphabet belief sich im dritten Quartal auf 34,97 Milliarden US-Dollar, ein deutlicher Anstieg gegenüber 26,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg im Jahresvergleich um mehr als 35 % auf 2,87 US-Dollar.

Google Cloud als Wachstumsmotor

Neben dem starken Kerngeschäft, das von Google Search und YouTube getragen wird und fast 75 % des Umsatzes ausmacht, entwickelt sich Google Cloud zu einem entscheidenden zweiten Wachstumsmotor. Dieser Bereich trug im dritten Quartal 15,2 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei, was einem Anstieg von 34 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und etwa 15 % des Gesamtumsatzes ausmacht.

Google Cloud erweist sich zudem als äußerst profitabel. Das operative Ergebnis des Segments lag im dritten Quartal bei 3,6 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von rund 85 % im Jahresvergleich. Sollte dieser Bereich seinen Anteil am Gesamtumsatz weiter steigern und seine Profitabilität mit zunehmender Skalierung erhöhen, könnte dies die Gesamtgewinne des Unternehmens in den kommenden Jahren erheblich steigern.

Kapitalrückführungen und strategische Investitionen

Alphabet setzt nicht nur auf organisches Wachstum, sondern auch auf aggressive Kapitalrückführungen an die Aktionäre. Im ersten Quartal genehmigte der Verwaltungsrat eine Dividendenerhöhung von 5 % und eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe in Höhe von 70 Milliarden US-Dollar. Diese Maßnahmen tragen maßgeblich zum überproportionalen Wachstum des Gewinns pro Aktie im Vergleich zum Umsatzwachstum bei.

Gleichzeitig investiert Alphabet massiv in seine Zukunft. Das Management hat seine Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2025 angehoben und erwartet nun Ausgaben zwischen 91 Milliarden und 93 Milliarden US-Dollar. Diese hohen Investitionen, insbesondere in den Ausbau des Cloud-Geschäfts und KI-Fähigkeiten, werden den freien Cashflow kurzfristig belasten, sind aber entscheidend für das langfristige Wachstum.

Die Rechnung für eine Kursverdopplung bis 2030

Um eine Verdopplung des Aktienkurses von Alphabet bis 2030 zu erreichen – von aktuell etwa 307 US-Dollar auf rund 614 US-Dollar – müssten bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Bei einem angenommenen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 25 im Jahr 2030 müsste der annualisierte Gewinn pro Aktie (EPS) nahe 24,60 US-Dollar liegen.

Dies impliziert eine mehr als Verdopplung des aktuellen Trailing-12-Month-EPS von 10,13 US-Dollar, was einem jährlichen Wachstum im hohen Zehnerbereich über fünf Jahre entspricht. Um dies zu erreichen, müssten folgende Faktoren zusammenkommen:

  • Der Umsatz muss weiterhin mit einer ähnlichen Rate wachsen.
  • Die Ausgaben müssen langsamer steigen als die Umsätze.
  • Aktienrückkäufe müssen die Anzahl der ausstehenden Aktien weiter reduzieren.

Angesichts der jüngsten Katalysatorwirkung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Alphabets Geschäft erscheinen diese Annahmen plausibel. Die Nutzung von KI-Tools zur Verbesserung der Anzeigen-Targeting-Fähigkeiten und zur Stärkung der nutzerorientierten Produkte und Dienste positioniert Alphabet günstig.

Risiken und unterschiedliche Analystenperspektiven

Trotz des vielversprechenden Potenzials gibt es auch kritische Risiken. KI könnte die Monetarisierung der Suche schneller umgestalten, als Alphabet sich anpassen kann. Regulierungsbehörden könnten Änderungen erzwingen, die die Preissetzungsmacht bei Anzeigen reduzieren oder die Distribution verteuern. Zudem wird der Investitionszyklus zur Erschließung der Wachstumschancen im Bereich KI voraussichtlich intensiv sein.

Die Motley Fool Stock Advisor Analysten haben eine Liste der 10 besten Aktien für Anleger identifiziert, wobei Alphabet nicht darunter war. Daniel Sparks und seine Kunden halten keine Positionen in den genannten Aktien. The Motley Fool hält Positionen in Alphabet und empfiehlt diese.